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VERBRAUCHERTIPP ÖKOSTROM: ETIKETTENSCHWINDEL ODER ENERGIEWENDE?

Aktuell gibt es über 1.000 Stromanbieter in Deutschland. Viele Anbieter locken Verbraucher mit günstigen Stromtarifen, die zudem auch noch öko sein sollen. "Oft beschaffen Anbieter einfach nur Öko-Zertifikate für ihren billigen Kohle- und Atomstrom und verkaufen uns das dann als nachhaltiges Energieprodukt", so Dietmar Oeliger, Vorsitzender des Grüner Strom Label e.V., der das Gütesiegel Grüner Strom im Auftrag von Umweltverbänden wie BUND, Deutscher Naturschutzring und NABU vergibt. "Verbraucherinnen und Verbraucher können auf Anhieb nicht erkennen, was ihnen da untergejubelt wird."

Ökostromsiegel wie das Grüner Strom-Label schaffen Transparenz, indem sie "die Spreu vom Weizen trennen", bestätigt ÖKO-TEST in der aktuellen Spezial-Ausgabe Energie. Die Tarifeigenschaften aller Grüner Strom-zertifizierten Produkte wurden wieder mit ‚sehr gut‘ bewertetet. Tipp für Stromwechsler, denen Regionalität am Herzen liegt: Da ÖKO TEST nur bundesweite Tarife listet, weisen die Autoren darauf hin, dass es auch gute zertifizierte Tarife gibt, die nur regional verfügbar sind.

"Ökostromtarife, die keinen Mehrwert für den Klimaschutz bringen, sind Mogelpackungen. Sie erfüllen die Erwartungen der Verbraucher nicht", erklärt Oeliger weiter und weist darauf hin, dass es auch unter den verschiedenen Ökostromlabels eklatante Qualitätsunterschiede gibt. Immer wieder bestätigen unabhängige Marktbeobachter die Vertrauenswürdigkeit des Grüner Strom-Labels. So würdigten die Europäische Verbraucherorganisation BEUC, die Verbraucherzentrale Niedersachsen und nun erneut ÖKO-Test die hohen Qualitätsstandards des Labels mit Bestnoten.

Diese Auszeichnungen bekommt das Ökostromlabel der Umweltverbände auch, weil es als einziges Label Investitionen in den naturverträglichen Ausbau erneuerbarer Energien garantiert. So konnten bereits über 1.200 Projekte mit mehr als 50 Millionen Euro gefördert werden. Beispielsweise ließ die Studierendeninitiative Solar Powers e.V. eine Photovoltaik-Anlage mit 30 Kilowattpeak Leistung auf dem Dach der TU-Zentralbibliothek in Berlin installieren, unterstützt mit Grüner Strom-Fördergeldern. Ein rundum gelungenes Projekt, denn: die Studierenden betreiben die Anlage selbst, sammeln also praktische Erfahrungen und die vormals ungenutzte Dachfläche produziert nun Ökostrom für die TU.

Die Untersuchung der Verbraucherzentrale Niedersachsenfinden Sie unter https://www.marktwaechter-energie.de/untersuchungen/ueberblick-oekostrom-labels/

Die Untersuchung des Dachverbands europäischer Verbraucherorganisationen BEUC finden Sie unter http://www.beuc.eu/press-media/news-events/need-fix-%E2%80%98green-electricity%E2%80%99-markets-consumers

Den ÖKO TEST Bericht finden Sie unter https://www.oekotest.de/bauen-wohnen/29-Oeko-Stromtarife-im-Test_110457_1.html




 



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