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WELTKLIMAKONFERENZ IN BONN – EINDRÜCKE EINES TEILNEHMERS

Die Lage der Konferenz in den Rheinauen war gut gewählt und mit dem ÖPNV sehr gut erreichbar. Die Teilnehmer waren erfreut über die klimaneutrale Durchführung der Konferenz. Dabei verwunderte mich allerdings, dass die Außenbeleuchtung mit fossilen Generatoren durchgeführt wurde und die Beleuchtung in den Tagungszelten nicht durchgängig aus LED bestand. In den ersten Tagen gab es organisatorische Schwierigkeiten welche die internationalen Teilnehmer von der deutschen Organisation nicht erwartet haben und dies auch so äußerten.

Die Präsidentschaft an Fidschi zu vergeben war ein genialer Gedanke. Der offizielle Gastgeber verstand es neben seiner Glaubwürdigkeit zu den Auswirkungen des Klimawandels die notwendigen Impulse zu setzten und dabei dennoch eine positive Stimmung zu verbreiten. Das ich mich am Rande der Evening Reception am ersten Tag mit dem vielbeschäftigten Tagungspräsidenten und Prime Minister von Fidschi Herrn Frank Bainimarama unterhalten konnte war sicherlich eines unserer Highlights der Konferenz.

Es war beeindruckend mehr als 20.000 Teilnehmer zu erleben welche sich auf unterschiedlicher Art und weise um den Klimaschutz kümmern. Sicherlich werden sich nicht alle Ideen durchsetzen und einige Ideen wie die Speicherung von CO2 in der Erde bergen die Gefahr, dass die Menschheit wie beim Rebound-Effekt im Stromsektor sagt: "Dann können wir ja weiter CO2 emittieren und diesen anschließend unter der Erde entsorgen". Auch die Nutzung der Kernenergie sehen wir deutschen im Unterschied zu anderen Nationen kritisch. Bei diesen beiden Themen erkannte man auch gemeinnützige Organisationen welche von Lobbyisten unterstützt werden.

In der ersten Woche konnte die Zenaga Foundation die Ausstellungsfläche der nigerianischen Stiftung alleine nutzen, da diese leider doch nicht mit Ihrer Delegation anreisen konnte. Durch diese Gelegenheit konnte ich sehr viele Kontakte zu anderen Organisationen und Teilnehmern aufbauen. Es hat sich wiederum gezeigt, dass die einzigartige Konzeption der Zenaga Foundation und die beiden Tätigkeitsbereiche in einem Industrieland und einem Entwicklungsland auf sehr großes Interesse stoßen. Gerade die Projektideen im Lebensumfeld der Menschen wurden mit vielen Fragen und noch mehr Antworten ausgiebig diskutiert. Auch die Angebote der Zenaga Foundation die die CO2-Kompensation PLUS, CSR Beratung und andere Dienstleistungen stießen auf reges Interesse.

Persönlich habe ich mich sehr über den Austausch und die guten Ausstellungsflächen der Türkei, von Pakistan und Malaysia gefreut. Eine Organisation aus Malaysia veranstaltet im nächsten Jahr eine Konferenz zur nachhaltigen Stadtentwicklung und würde Kai Zimmermann gerne als Sprecher eines Panels sehen – mal sehen ob wir diese Chance durch Spender und Sponsoren realisieren können.

Der Auftritt von Pakistan war sehr gut und informativ gestaltet. Die Ansprechpartner am Stand erläuterten bereitwillig und sehr ausführlich die Situation im Land, die Gefahren durch den Klimawandel und die vielen Naturschutzgebiete und natürlichen Gegebenheiten des Landes.

Man kann solche Konferenzen wegen der Emissionen bei der Anreise und Durchführung durchaus auch kritisch sehen. Für mich steht allerdings fest, dass die UN Klimaschutzkonferenz auch im jährlichen Rhythmus eine sehr große Bedeutung hat.

Der Austausch der Akteursgruppen wie Politiker, Organisationen mit Projektumsetzungen und von Wissenschaftlern ist die Basis um Schritt für Schritt weiter zu kommen. Mit der Erstellung von einheitlichen Kriterien der Emissionsmessung hat die diesjährige Konferenz Ihren Auftrag erfüllt. Spannend wird es im nächsten Jahr, wenn der Gastgeber Polen in Kattowitz an der Reihe ist und wie bekannt ja ein sehr starker Nutzer von Kohle die Präsidentschaft hat.

Sehr erfreut war ich über die große Abordnung aus den USA. Unter dem Motto "WEARESTILLIN" traten Bundesstaaten, Senatoren, Bürgermeister, Firmen und viele Organisatoren auf. In einer eigenen kleinen Zeltstadt wurde diskutiert und die Akteure stellten Ihre Maßnahmen vor.

Insgesamt hat sich die Teilnahme der Zenaga Foundation als richtig und wichtig herausgestellt und wir hoffen auch in Zukunft in der Lage zu sein an den Klimakonferenzen teilnehmen zu können um so zu zeigen wir es durch anpacken und handeln statt reden zu Verbesserungen kommt.

Auf der Facebook-Seite zenaga.foundation und auf unserer Internetseite www.zenaga.de finden Sie weitere Informationen. Ich freue mich auch sehr über direkte Anfragen per Mail an info@zenaga.de oder per Telefon 0171 – 278 40 66.


 



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