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PRESSEMITTEILUNGEN ZUR B.A.U.M.-PREISVERLEIHUNG 2016

weitere Informationen zu den B.A.U.M.-Preisträgern 2016 
 
Kulinarische Aktivistin Dr. Ursula Hudson erhält B.A.U.M.-Umweltpreis
Bewusster essen, besser leben

Hamburg, 25.04.16 – Die Vorstandsvorsitzende von Slow Food Deutschland, Dr. Ursula Hudson, erhält 2016 den B.A.U.M.-Umweltpreis in der Kategorie "Verbände". "Ernährung steht im Zentrum des menschlichen Handelns und hat große und langfristige Auswirkungen auf unsere ökologische Umwelt. Essen ist von daher hoch politisch", so ihre Überzeugung. Für ihr Engagement wird ihr Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks am 6. Juni in Berlin die Auszeichnung überreichen.

Wenn die Bässe vibrieren und mehrere hundert Jugendliche ambitioniert im Takt dazu Gemüse klein schneiden, dürfte Dr. Ursula Hudson nicht weit sein. In ihrer Funktion als Chefin von Slow Food Deutschland hat sie die "Schnippeldisko" – ein von den Slow-Food-Youth-Aktivisten Nadja Flohr-Spence und Hendrik Haase erdachtes Format – salonfähig gemacht. Bei diesen "kulinarischen Protestaktionen" verarbeiten die Teilnehmer sog. Knubbelgemüse – Gemüse, das wegen seiner Größe oder Unförmigkeit vom Lebensmittelhandel abgelehnt wird – zu leckeren Gerichten, um so gegen die Verschwendung von Lebensmitteln zu demonstrieren. Unter dem Motto "gut, sauber und fair" setzt sich Slow Food mit verschiedenen Projekten und Aktionen dafür ein, dass jeder Mensch Zugang zu Nahrung hat, die sein Wohlergehen sowie das der Umwelt erhält. Die Bewegung zählt in Deutschland derzeit über 13.500 Mitglieder.

Das Konzept der "Schnippeldiskos", das seit 2011 von der Slow Food Youth zunächst in Deutschland, mittlerweile aber auch weltweit umgesetzt wird, gehört zu den herausragenden Projekten, die in den letzten Jahren unter der Ägide von Dr. Ursula Hudson angestoßen wurden. Auch in ihren Veröffentlichungen und Vorträgen dreht sich alles um das Thema Essen, dessen Geschichte und Kultur, die Regionalität von Lebensmitteln und die kulinarische Bildung. Bis 2004 lehrte sie an den Universitäten Cambridge und Oxford. Bei ihrer Arbeit motiviert die Aktivistin "die unabdingbare Notwendigkeit, eine wirkliche Ernährungswende, getragen von allen Akteuren, mit herbeizuführen. Um den nachkommenden Generationen einen Planeten Erde zu übergeben, der sie nährt und Leben ermöglicht, bedarf es des sofortigen Handelns." Die 1958 geborene Kulturwissenschaftlerin ist auch Mitglied des Vorstands von Slow Food International.

Rüdiger Kruse, MdB, Geschäftsführer des Hamburger Landesverbandes der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) und Mitglied der Jury des B.A.U.M.-Umweltpreises, würdigt die Verdienste der Slow Food-Bewegung: "Die Entdeckung der Langsamkeit ist eines meiner Lieblingsbücher – und, was Essen angeht, die perfekte Melange aus Bio, Genuss und Nachhaltigkeit. In einer globalisierten Welt, in der sich der Konsument von Landwirtschaft und Produktion entfernt hat, ist der Einsatz für ein bewusstes Genusserleben und faire Standards wichtiger denn je."

Die B.A.U.M.-Umweltpreise werden gemeinsam mit dem Internationalen B.A.U.M.-Sonderpreis am 6. Juni in Berlin verliehen. Schirmherr ist Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie. Die Festrede hält Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks. Anschließend überreicht sie gemeinsam mit dem B.A.U.M.-Vorstand die Preise.

Informationen zu allen B.A.U.M.-Preisträgern – auch in den Kategorien Internationaler Sonderpreis, Großunternehmen, Kleine und mittelständische Unternehmen, Wissenschaft und Medien – unter www.baumev.de/umweltpreis.

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B.A.U.M. zeichnet engagierte Mittelständler aus
Energie- und Ressourceneffizienz werden in deutschen Unternehmen groß geschrieben

Hamburg, 21.04.16 – Der B.A.U.M.-Umweltpreis 2016 geht an vier engagierte Mittelständler, die zeigen, dass Unternehmen umwelt- und klimaschonend und zugleich wirtschaftlich erfolgreich agieren können. "Unternehmen wie diese machen die Besonderheit von B.A.U.M. als Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften aus", so der B.A.U.M.-Vorsitzende Prof. Dr. Maximilian Gege. Überreicht werden die Preise am 6. Juni in Berlin durch Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks.

Die Jury des B.A.U.M.-Umweltpreises, in die 2016 namhafte Persönlichkeiten neu berufen wurden (www.baumev.de/Auszeichnung), hat aus zahlreichen preiswürdigen Bewerbungen in der Kategorie "Kleine und mittelständische Unternehmen" vier Preisträger ausgewählt:

  • Dr. Peter Köhler, Vorstandsvorsitzender der Weidmüller Gruppe
  • Reinhard Schneider, Geschäftsführender Gesellschafter der Werner & Mertz GmbH
  • Sina Trinkwalder, Geschäftsführende Gesellschafterin der manomama GmbH
  • Peter-Mario Kubsch, Geschäftsführer der Studiosus Reisen München GmbH

"Das Engagement unserer Preisträger ist absolut überzeugend", bekräftigt der B.A.U.M.-Vorsitzende Prof. Dr. Maximilian Gege, der zugleich den Vorsitz der Jury des B.A.U.M.-Umweltpreises innehat. "In ihren Unternehmen wird Energie- und Ressourceneffizienz groß geschrieben. Dadurch zeigen sie: Eine umwelt- und klimaschonende Wirtschaftsweise und ökonomischer Erfolg gehen Hand in Hand. Nur nachhaltig agierende Unternehmen haben Zukunft. Hierfür das Bewusstsein, aber auch die Rahmenbedingungen zu schaffen, ist das Anliegen von B.A.U.M."

Durch eine enge Verschränkung von energieeffizientem Betrieb im Unternehmen selbst und dem Angebot von energieeffizienten Produkten und Lösungen für die Kunden hat Dr. Peter Köhler mit der Weidmüller Gruppe gezeigt, wie ein Unternehmen der Elektrotechnik umfassend nachhaltig agieren kann. Aus der Erfassung der Verbräuche und Kennwerte in der neuen Produktionshalle beispielsweise hat sich bei Weidmüller ein eigenständiger Geschäftsbereich entwickelt, über den Erfahrungen im Bereich Energieeffizienz in Form eines Energiemanagementsystems an andere Unternehmen weitergegeben werden.

Reinhard Schneider setzt auf Kommunikation und Glaubwürdigkeit: "Nachhaltigkeit erlebbar machen – das ist unser Ziel. Es wird in Zukunft immer wichtiger werden, über das eigentliche Produkt hinaus Informationen über die generelle Herstellerphilosophie zu vermitteln, um Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu dokumentieren. Ein glaubhaftes Ökoprodukt kann nur von einem Unternehmen stammen, das Nachhaltigkeit konsequent in seinem Handeln umsetzt."

Besonders bemerkenswert ist bei Werner & Mertz die Recyclat-Initiative, deren Ziel es ist, PET-Verpackungen in einem geschlossenen Kreislauf zu führen und auf PET-Abfall als Wertstoff aus der Sammlung Gelber Sack zurückzugreifen. Aktuell verzichtet das von Reinhard Schneider geführte Unternehmen bei PET zu 100 Prozent auf neues, erdölbasiertes Plastik und stellt PET-Verpackungen nur aus Altplastik her: inzwischen schon mit einem Anteil von 20 Prozent rPET aus der Quelle Gelber Sack.

Auch in der von Sina Trinkwalder gegründeten ökosozialen Textilfirma manomama erfolgt die Produktion unter strengsten ökologischen Maßgaben. Das Unternehmen hat ein Recyclingverfahren für Biobaumwolle entwickelt, "re.sourced" genannt. Dadurch lassen sich z.B. neue Garne aus Zuschnittresten gewinnen, und die zur Herstellung von Kleidung notwendigen Rohstoffe können um bis zu 40 Prozent reduziert werden. Eine erneute Färbung der Garne erübrigt sich sogar ganz.

Beim Reiseanbieter Studiosus werden durch entsprechende Planung die Umweltbelastungen der angebotenen Reisen so gering wie möglich gehalten. Alternativ zur Anreise per Flugzeug bietet das von Peter-Mario Kubsch geleitete Unternehmen Bahnreisen oder – wo sinnvoll – auch Busreisen an. Grundsätzlich hat Studiosus keine Gruppenreisen per Flug mit einer Dauer von unter vier Tagen im Angebot, da der Nutzen hier in keinem ausgewogenen Verhältnis zur Umweltbelastung steht. Über die konsequent sozial verantwortliche und umweltschonende Reisegestaltung hinaus nutzt Peter-Mario Kubsch in seinem Unternehmen die Kommunikation mit den Reisenden, um über Umweltschutz und Nachhaltigkeit weltweit aufzuklären.

Die B.A.U.M.-Umweltpreise werden gemeinsam mit dem Internationalen B.A.U.M.-Sonderpreis am 6. Juni in Berlin verliehen. Schirmherr ist Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie. Die Festrede hält Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks. Anschließend überreicht sie gemeinsam mit dem B.A.U.M.-Vorstand die Preise.

Informationen zu allen B.A.U.M.-Preisträgern – auch in den Kategorien Internationaler Sonderpreis, Großunternehmen, Wissenschaft, Medien und Verbände – unter www.baumev.de/umweltpreis.

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Nachhaltigkeitsnetzwerk B.A.U.M. zeichnet Berliner Stadtreinigung aus
Kommunales Unternehmen vorbildlich in Sachen Umwelt- und Klimaschutz

Hamburg, 20.04.16 – Kristian Kijewski, Leiter Umweltschutz der Berliner Stadtreinigung (BSR), macht ein öffentliches Unternehmen zum Vorbild und Multiplikator in Sachen Umwelt- und Klimaschutz. Dafür überreicht ihm Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks am 6. Juni in Berlin den B.A.U.M.-Umweltpreis 2016 in der Kategorie "Großunternehmen". Die BSR nutzt Abfälle als Wertstoff und Energiequelle und kann so das Klima ganz erheblich entlasten.

Dr. Matthias Miersch, MdB, Umweltpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und Mitglied der Jury des B.A.U.M.-Umweltpreises, stellt die Verdienste des Preisträgers heraus: "Kristian Kijewski zeigt mit seinem unermüdlichen Engagement und Einsatz für den Umweltschutz, wie es einem Großunternehmen möglich ist, die Themen Wirtschaft und Umwelt gemeinsam zu denken. Kijewski und die BSR erkennen und ergreifen in vorbildlicher Weise die ökonomischen Chancen, die sich mit einem ambitionierten Klimaschutz verbinden. Mit dem Einsatz moderner schadstoffarmer Technologien leistet das Unternehmen einen wichtigen Beitrag sowohl für den Umweltschutz als auch für die Reduzierung von Treibhausgasen."

Im Märchen wird Stroh zu Gold gesponnen – die Berliner Stadtreinigung nutzt Abfälle als Wertstoff und Energiequelle. 2014 gelang dem Unternehmen so eine Klimaentlastung von über 400.000 Tonnen CO2-Äquivalenten. Die stoffliche Verwertung, das Recycling, vermeidet den Abbau natürlicher Ressourcen und u.a. auch den damit verbundenen Energieaufwand; die energetische Verwertung verringert den Einsatz von fossilen Brennstoffen für die Strom- und Wärmeerzeugung. Zusätzlich betreibt die BSR mit Biogas aus Bioabfällen 150 Abfallsammelfahrzeuge. Dadurch werden jährlich 2,5 Mio. Liter Diesel eingespart.

Die B.A.U.M.-Umweltpreise werden gemeinsam mit dem Internationalen B.A.U.M.-Sonderpreis am 6. Juni in Berlin verliehen. Schirmherr ist Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie. Die Festrede hält Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks. Anschließend überreicht sie gemeinsam mit dem B.A.U.M.-Vorstand die Preise.

Informationen zu allen B.A.U.M.-Preisträgern – auch in den Kategorien Internationaler Sonderpreis, Kleine und mittelständische Unternehmen, Wissenschaft, Medien und Verbände – unter www.baumev.de/umweltpreis.

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Prominente Botschafter für Umweltschutz und nachhaltigen Lebensstil
B.A.U.M.-Umweltpreis für Marie-Luise Marjan und Tobias Schlegl

Hamburg, 19.04.16 – Menschen lassen sich für die Ziele einer nachhaltigen Entwicklung gewinnen, wenn man sie richtig anspricht. Wie das geht, zeigen die Schauspielerin Marie-Luise Marjan sowie der Autor und Moderator Tobias Schlegl. Sie finden die passenden Formate für ihre Botschaft: mehr Umweltschutz und Nachhaltigkeit im Alltag. Für ihr Engagement überreicht ihnen Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks am 6. Juni in Berlin den B.A.U.M.-Umweltpreis.

Die Schauspielerin Marie-Luise Marjan wurde vor allem durch die Rolle der Helga Beimer in der Fernsehserie "Lindenstraße" bekannt. Natur- und Umweltschutz war für sie schon immer ein wichtiges Anliegen. Seit den 90er Jahren greift sie gemeinsam mit dem "Lindenstraße"-Team Umwelt- und andere Nachhaltigkeitsthemen in der beliebten TV-Serie auf und erreicht so eine große Zahl von Fernsehzuschauern.

Tobias Schlegl wurde 2004 als ein Vertreter der jungen Generation in den Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung berufen, dem er bis 2007 angehörte. Zu der Zeit begann er, sich intensiv mit Nachhaltigkeitsfragen zu beschäftigen. Er schrieb Bücher, drehte TV-Dokumentationen und gründete die Veranstaltungsreihe N Klub, die Gäste aus Wirtschaft, Politik, Medien und NGOs zusammenbringt. Sein Ziel ist, ein breites Bewusstsein zu schaffen für einen nachhaltigen Lebensstil, der sich im Alltag auch realistisch umsetzen lässt.

Prof. Dr. Claudia Kemfert, bekannte Klimaforscherin und Energieexpertin sowie Mitglied der Jury des B.A.U.M.-Umweltpreises, lobt die beiden Preisträger als Vorbilder: "Marie-Luise Marjan setzt sich seit vielen Jahren unermüdlich für den Umweltschutz ein, sie unterstützt Umweltprojekte und nutzt ihre Popularität, um Menschen für Umwelt- und Klimaschutz zu begeistern. Umweltschutz braucht populäre Vorbilder, Marie-Luise Marjan ist so ein wichtiges Vorbild." Und Kemfert fährt fort: "Tobias Schlegl setzt sich als Moderator und Autor für Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen ein, sein Buch 'Zu spät? So zukunftsfähig sind wir jungen Deutschen', aber auch die zahlreichen Fernsehbeiträge haben mich sehr begeistert, da sich der Autor klug und treffend mit der Nachhaltigkeitsthematik auseinandersetzt. Er spricht dabei gezielt auch ein junges Publikum an und ist damit ein wichtiges Vorbild für die Generation von morgen."

Das Unternehmensnetzwerk B.A.U.M. zeichnet mit seinem Umweltpreis bewusst auch Medienschaffende aus. B.A.U.M.-Mitglieder zeigen, wie Unternehmen umweltschonend und sozial verantwortlich wirtschaften können. B.A.U.M. setzt sich jedoch für eine nachhaltige Entwicklung nicht nur in der Wirtschaft, sondern in der Gesellschaft insgesamt ein. Hier sind Schauspieler, Regisseure und Journalisten wichtige Multiplikatoren.

Die B.A.U.M.-Umweltpreise werden gemeinsam mit dem Internationalen B.A.U.M.-Sonderpreis am 6. Juni in Berlin verliehen. Schirmherr ist Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie. Die Festrede hält Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks. Anschließend überreicht sie gemeinsam mit dem B.A.U.M.-Vorstand die Preise.

Informationen zu allen B.A.U.M.-Preisträgern – auch in den Kategorien Internationaler Sonderpreis, Großunternehmen, Kleine und mittelständische Unternehmen, Wissenschaft und Verbände – unter www.baumev.de/umweltpreis.
 

Nachhaltigkeit ist eine Frage der Gerechtigkeit
B.A.U.M. zeichnet Präsidenten des Wuppertal Instituts aus

Hamburg, 18.04.16 – Der Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie, Prof. Dr. Uwe Schneidewind, wird 2016 mit dem B.A.U.M.-Umweltpreis in der Kategorie "Wissenschaft" ausgezeichnet. Schneidewind stellt als Berater von Politik und Unternehmen das notwendige Wissen für den nachhaltigen Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft bereit. Nachhaltigkeit ist für ihn "Ausdruck einer neuen Dimension globaler Gerechtigkeit."

Prof. Dr. Uwe Schneidewind erforscht technologische, ökonomische und gesellschaftliche Transformationsprozesse für eine nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft. "Im Kern", so erläutert er, "geht es um eine Gerechtigkeitsfrage. Nämlich um die Frage, wie Menschen Gerechtigkeit nicht nur im Nahraum praktizieren können, sondern ob es möglich ist, dieses Prinzip radikal auszudehnen – zeitlich, indem wir künftige Generationen einbeziehen, räumlich durch Einbeziehung von Menschen in anderen Teilen der Welt."

Schneidewind setzt jenseits von technologisch-naturwissenschaftlichen Lösungen zur Bewältigung des Klimawandels und anderer Herausforderungen des 21. Jahrhunderts auf Genügsamkeit als neues Leitbild von Zivilisationskultur. Wie sich eine Politik der Suffizienz umsetzen ließe, hat er u.a. 2013 gemeinsam mit Angelika Zahrnt, der ehemaligen Vorsitzenden des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Trägerin des Deutschen Umweltpreises, in einem Buch mit dem Titel "Damit gutes Leben einfacher wird" allgemeinverständlich dargelegt.

Dabei sieht der Wissenschaftler trotz des geforderten Weniger an Gütern ("Entrümpelung") und der geforderten Entkommerzialisierung Ansätze für neue, nachhaltige Geschäftsmodelle. Die Unternehmen des B.A.U.M.-Netzwerks gelten hier als Wegbereiter. Sie wirtschaften umweltschonend und sozial verantwortlich und entwickeln mit viel Innovationskraft neue Ansätze unternehmerischer Tätigkeit, bei denen es nicht nur um "mehr" geht.

Prof. Dr. Stefan Schaltegger, Leiter des Centre for Sustainability Management der Leuphana Universität Lüneburg und Mitglied der Jury des B.A.U.M.-Umweltpreises, würdigt den Preisträger in der Kategorie "Wissenschaft": "Mit seiner begeisternden Art, Charme und Chancen des nachhaltigen Wirtschaftens zu vermitteln, ist Uwe Schneidewind der perfekte agile 'Transformationsriemen' zwischen Wissenschaft, Politik, gesellschaftlichen Akteuren und Wirtschaft. Als herausragende transdisziplinäre Persönlichkeit vereinbart er Rollen als Wissenschaftler, Institutsmanager und Politiker und kann Menschen für die Vision einer Nachhaltigkeitstransformation inspirieren und aus allen Richtungen zusammenführen."

Die B.A.U.M.-Umweltpreise werden gemeinsam mit dem Internationalen B.A.U.M.-Sonderpreis am 6. Juni in Berlin verliehen. Schirmherr ist Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie. Die Festrede hält Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks. Anschließend überreicht sie gemeinsam mit dem B.A.U.M.-Vorstand die Preise.

Die B.A.U.M.-Preisträger in den Kategorien Medien, Großunternehmen, Kleine und mittelständische Unternehmen sowie Verbände werden in den nächsten Tagen bekannt gegeben. Informationen zu allen Preisträgern dann unter www.baumev.de/umweltpreis.

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Atemberaubende Bilder machen Tragweite des Klimawandels deutlich
Internationaler B.A.U.M.-Sonderpreis an Fotografin Nomi Baumgartl

Hamburg, 14.04.16 – Nomi Baumgartl, international renommierte Fotografin, erhält am 6. Juni in Berlin den Internationalen B.A.U.M.-Sonderpreis aus der Hand von Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks. Die Künstlerin macht mit Fotografien aus der Arktis auf das fragile Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur sowie die Auswirkungen unserer modernen Lebensweise auf die Umwelt aufmerksam.

Eislandschaften leuchten in der dunklen Polarnacht. Gletscher scheinen im Licht zu fließen. Die atemberaubenden Bilder des Foto- und Filmkunstprojekts "Stella Polaris* Ulloriarsuaq" nehmen den Betrachter mit hinein in die zerbrechliche Eiswelt. Und sie lassen spüren: Es wäre ein ungeheurer Verlust für die Erde und die Menschheit, wenn diese Gebilde völlig verschwänden. Mit ihren Fotografien weist die international renommierte Fotografin Nomi Baumgartl auf die Gefährdung des arktischen Eises durch die Klimaerwärmung hin.

Seit Anfang dieses Jahrtausends macht Nomi Baumgartl, die früher als Modefotografin und als Bildjournalistin in Krisen- und Entwicklungsländern gearbeitet hat, mit ihren Fotokunstprojekten auf das fragile Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur sowie die Auswirkungen unserer modernen Lebensweise auf die Umwelt aufmerksam. Für ihre Arbeit erhält sie den Internationalen B.A.U.M.-Sonderpreis, den das Nachhaltigkeitsnetzwerk B.A.U.M. seit 2004 jährlich an Persönlichkeiten vergibt, die sich auf besondere Weise für den internationalen Natur- und Umweltschutz bzw. im sozialen Bereich engagieren.

Dr. Auma Obama, Gründerin und Vorsitzende der Stiftung Sauti Kuu sowie B.A.U.M.-Sonderpreisträgerin 2015, würdigt die Preisträgerin 2016: "Nomi Baumgartl will mit ihren Fotos ihre Wertschätzung gegenüber Mensch und Natur ausdrücken – dafür lebt und gibt diese bodenständige und authentische Frau alles! Sieht man ihre Fotokunst zum ersten Mal, ist man sprachlos, betroffen, glücklich, erstaunt – aber immer begeistert von der Schönheit ihrer Kraft. Nomi ist eine Fotografin, die eine ganz besondere Empfindsamkeit hat. Ich empfinde große Hochachtung für Nomi und freue mich über ihre wohlverdiente Auszeichnung."

Der Internationale B.A.U.M.-Sonderpreis wird gemeinsam mit den B.A.U.M.-Umweltpreisen am 6. Juni in Berlin verliehen. Schirmherr ist Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie. Die Festrede hält Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks. Anschließend überreicht sie gemeinsam mit dem B.A.U.M.-Vorstand die Preise.

Die B.A.U.M.-Preisträger in den Kategorien Wissenschaft, Medien, Großunternehmen, Kleine und mittelständische Unternehmen sowie Verbände werden in den nächsten Tagen bekannt gegeben. Informationen zu allen Preisträgern dann unter www.baumev.de/umweltpreis.

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WEITERE PRESSEMITTEILUNGEN

B.A.U.M. unterstützt und begrüßt Energieeffizienzkampagne der Bundesregierung
Energieeffizienz ist eine tragende Säule der Energiewende

Berlin/Hamburg, 13.05.16 – Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat am 12. Mai 2016 unter dem Motto "Deutschland macht's effizient" in Berlin die bundesweite Kampagne zur Steigerung der Energieeffizienz gestartet. Der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e.V. engagiert sich als Unterstützer dieser Kampagne.

Zum Start der Kommunikationsoffensive sagt Prof. Dr. Maximilian Gege, Vorsitzender von B.A.U.M. e.V.: "Wir freuen uns, diese aktuelle Initiative der Bundesregierung zu unterstützen. Energieeffizienz ist, neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien, die tragende Säule der Energiewende. Doch damit der 'schlafende Riese Energieeffizienz' geweckt werden kann und seine Rolle erfolgreich ausfüllen kann, müssen seine Potenziale vielerorts erst noch erschlossen werden. Das Potenzial der Energieeffizienz wird noch in viel zu geringem Maße genutzt. Obwohl eindrucksvolle Zahlen bekannt sind, erreicht das Thema nicht die Herzen. Die neue Kampagne setzt an dieser emotionalen Stelle an, und wir möchten ihren Erfolg nach besten Kräften unterstützen."

Die Website der Kampagne "Deutschland macht's effizient" ist unter www.machts-effizient.de zu finden. 17 Milliarden Euro will die Regierung von sofort an bis 2020 in vier Programme stecken: Es sollen Investitionen in Abwärmevermeidung und -nutzung in Unternehmen gefördert werden, Techniken wie effiziente industrielle Pumpen sollen als "Querschnittstechnologien" Zuschüsse bekommen. Das wettbewerbliche Ausschreibungsmodell für Stromeffizienzmaßnahmen soll gezielt jene Investitionen bedenken, die mit den geringsten Förderkosten die höchsten Stromeinsparungen bringen. Mit dem Pilotprogramm Einsparzähler sollen neuartige Energiedienstleistungen und Geschäftsmodelle auf Basis digitaler Messgeräte gefördert werden.

Hier setzt auch das von Gege entwickelte Konzept der Regionalen EnergieEffizienzGenossenschaften (REEG, ursprünglich Zukunftsfonds) an, nach dem Bürger und andere Anleger gemeinsam Privatkapital in Energieeffizienzmaßnahmen für Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und ggf. auch Privathaushalte investieren. Die Genossenschaften bringen das Know-how mit und garantieren, dass die eingebaute Technik zu einer vorher festgelegten prozentualen Energieeinsparung führt. Die Nutzer profitieren von Beginn an von den Einsparungen. Der Genossenschaft werden 50–90% der jährlichen Einsparungen solange überlassen, bis die Investitionskosten zurückgezahlt sind.

Alle Beteiligten profitieren von diesem innovativen Aktivierungs-, Technologietransfer- und Finanzierungsmodell: Nutzer der Genossenschaftsdienstleistungen können Effizienzmaßnahmen umsetzen. Als Geldanleger ist es sowohl Kommunen und Unternehmen, aber auch Bürgern und Vereinen möglich, ihr Vermögen sinnvoll in Klimaschutzaktivitäten zu investieren. Zudem bleibt die Wertschöpfung in der Region. Für eine erste Umsetzung auf kommunaler Ebene hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative B.A.U.M. e.V. mit diesem Projekt beauftragt. Der Abschlussbericht des Projekts wird in Kürze vorliegen.

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Noch bis zum 31.5. nachhaltigstes Büro Deutschlands werden!
Endspurt beim Wettbewerb "Büro & Umwelt" 2016 – Jetzt noch teilnehmen und gewinnen!

Hamburg, 11.05.2016 – Der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management e.V. (B.A.U.M.) sucht die nachhaltigsten Büros Deutschlands. Noch bis zum 31. Mai können Unternehmen und andere Einrichtungen online am Wettbewerb „Büro & Umwelt" teilnehmen.

Mit dem Wettbewerb „Büro & Umwelt" macht B.A.U.M. bereits seit 2008 auf ressourcenschonendes Verhalten im Büroalltag sowie die Beachtung von Umweltaspekten bei der Büroartikelbeschaffung aufmerksam. Im noch bis zum 31.05.2016 laufenden Wettbewerb ist der Fokus nun erstmalig inhaltlich weiter gefasst worden: Da zunehmend auch Aspekte wie faire Produktions- bzw. Arbeitsbedingungen bei der Herstellung von Büroprodukten und -einrichtungsartikeln eine Rolle spielen, ist „Büro & Umwelt" 2016 erstmals explizit als Wettbewerb für nachhaltige Beschaffung ausgelobt worden.

Mit wenigen Klicks sind Sie dabei!

Der Wettbewerb richtet sich an Unternehmen aller Größenordnungen sowie an Kommunen, Behörden, andere öffentliche Verwaltungsstellen und weitere Einrichtungen. Die Teilnahme am Wettbewerb „Büro & Umwelt" ist kostenlos online unter www.buero-und-umwelt.de möglich. Dort gelangen Sie zum Fragebogen, der nach Bewerbungsschluss von einer zehnköpfigen Fachjury begutachtet wird. Zu gewinnen gibt es dieses Jahr exklusive Preise von N-Kompass: Die jeweils Erstplatzierten aus den vier Kategorien erhalten ein kostenloses Abonnement des N-Kompass-Magazins für ein Jahr (insgesamt 4 Ausgaben) sowie ein zum Themenbereich passendes Fachdossier aus der N-Kompass-Praxisreihe. Des Weiteren erhalten die Hauptpreisträger in einer Ausgabe des N-Kompass Magazins die Gelegenheit sich in einem Kurzporträt auf einer eigenen Seite zu präsentieren.

Die Auszeichnung der Preisträger findet am 25.10.2016 im Rahmen der Orgatec-Messe in Köln statt. Die Bestplatzierten je Kategorie erhalten dort im Rahmen einer Preisverleihungs-Zeremonie ihre Urkunden und Preise und haben bei einem anschließenden Umtrunk noch reichlich Zeit, sich miteinander zu vernetzen

Schirmherrin Dr. Barbara Hendricks unterstützt „Büro & Umwelt" 2016

Wie wichtig das Thema Nachhaltigkeit bei der Büroartikelbeschaffung für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ist, zeigt die Schirmherrschaft von Dr. Barbara Hendricks. „Dass Frau Hendricks den Wettbewerb 2016 als Schirmherrin unterstützt, ist ein wichtiges Signal für Akteure in allen Bereichen", so Dieter Brübach, Mitglied des Vorstands des B.A.U.M. e.V. „Schließlich ist gerade das Thema Beschaffung zentral für ein nachhaltiges Wirtschaften im Allgemeinen: Von der Fertigung bis zur Auslieferung der eingekauften Produkte gilt es, Umweltaspekte und Sozialstandards zu beachten."

Neben der Schirmherrin hat der Wettbewerb weitere starke Partner an seiner Seite: Die Partnerunternehmen der PBS-Branche Antalis, Ludwig & Höhne, Memo, Pilot Pen und Steinbeis unterstützen den Wettbewerb genauso wie die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe, Engagement Global und der Office Gold Club mit ihrem Wissen über die neuesten Nachhaltigkeits-Innovationen in der Branche. Zahlreiche Verbände und Medien der Bürobranche sind an der Berichterstattung beteiligt.

Den Bewerbungsbogen sowie die ausführlichen Teilnahmebedingungen finden Sie unter www.buero-und-umwelt.de.

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Green Office ist Daily Business
Preisverleihung beim B.A.U.M.-Wettbewerb "Büro & Umwelt" 2015

Frankfurt a. M., 02.02.2016 – Auf der paperworld-Messe in Frankfurt wurden heute Deutschlands umweltfreundlichste Büros ausgezeichnet. Bei dem vom Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e. V. bereits zum achten Mal organisierten Wettbewerb „Büro & Umwelt" hatten sich 2015 zahlreiche Unternehmen der unterschiedlichsten Branchen und Größen beworben.

Die ersten Plätze belegten:

  • Canon Deutschland, 47807 Krefeld (Kategorie „Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern")
  • Andechser Molkerei Scheitz GmbH, 82346 Andechs (Kategorie „Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern")
  • naturblau+++, 78462 Konstanz (Kategorie „Unternehmen mit bis zu 20 Mitarbeitern")
  • kate Umwelt & Entwicklung e. V., 70182 Stuttgart (Kategorie „Behörde, Kommune, sonstige Einrichtung")

„Unsere Preisträger zeigen wieder einmal, wie vielfältig Nachhaltigkeit im Büroalltag gelebt werden kann", sagt B.A.U.M.-Vorstandsmitglied Dieter Brübach. „Die ausgezeichneten Unternehmen berücksichtigen Umweltaspekte ganzheitlich und konsequent. Dabei können auch kleine Maßnahmen zum Umweltschutz am Arbeitsplatz schnell eine große Wirkung entwickeln – schließlich arbeiten in Deutschland rund 17 Millionen Menschen im Büro."

Der Wettbewerb „Büro & Umwelt" richtete sich an Unternehmen aller Größenordnungen sowie an öffentliche Einrichtungen und Verwaltungen. Er wurde von zahlreichen namhaften Unternehmen und Medien der Bürobranche unterstützt. Die Preisverleihung fand im Rahmen des „Sustainable Office Day", einer gemeinsam mit der paperworld organisierten Fachtagung zum Themenbereich Nachhaltigkeit im Büro auf der paperworld-Messe in Frankfurt statt.

Auf dem Thementag fiel gleichzeitig der Startschuss für den Wettbewerb 2016, bei dem stärker als je zuvor Aspekte einer ganzheitlichen Nachhaltigkeit im Büroalltag auf die Probe gestellt werden. Ab sofort ist die Teilnahme wieder online auf www.buero-und-umwelt.de möglich. Dort finden Sie ausführliche Informationen zum Wettbewerb sowie zur heutigen Preisverleihung.

Die Gewinner im Einzelnen:

Den ersten Platz unter den Großunternehmen mit über 500 Mitarbeitern erlangte die Canon Deutschland GmbH aufgrund ihrer rundum umweltfreundlichen und nachhaltigen Arbeitsplatzgestaltung. Dabei setzt das Unternehmen nicht nur auf Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen und auf CO2-neutrales Papier. Die jährlichen CO2-Emissionen aller Druck- und Kopiersysteme, die intern eingesetzt werden, werden durch ein Waldschutzprojekt in Mosambik ausgeglichen, durch das jährlich rund 100.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Weitere Spareffekte werden in den Büroräumen von Canon durch die Umstellung auf die ausschließliche Nutzung von Netzwerkdruckern mit dem Blauen Engel und die Druckmanagement-Lösung uniFLOW realisiert. Das Resultat ist ein geringerer Energieverbrauch sowie Einsparungen beim Papierverbrauch. Für die kontinuierliche Verbesserung der Nachhaltigkeit im Büroalltag sieht Canon die Unterstützung der Umweltziele durch die eigenen Mitarbeiter als fundamentale Voraussetzung. Das Unternehmen legt daher Wert auf die regelmäßige Aufklärung und Weiterbildung zum Thema Umweltschutz.

Die Andechser Molkerei Scheitz GmbH sicherte sich den ersten Platz in der Kategorie „Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern". Wie alle anderen Unternehmensaktivitäten steht auch die Büroorganisation ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit: Beispielsweise wird eine Papier-Grammatur von 75g/m3 verwendet, was für die Einsparung wertvoller Rohstoffe im Bereich Papier sorgt; zudem wird standardmäßig Duplex-Druck verwendet und auf Papier mit dem Label Blauer Engel geachtet. Außerdem beteiligt sich die Molkerei am Terracycle Stifte-Sammelprogramm, um aus bisher nicht recycelten Abfällen wieder etwas Neues zu schaffen. Aus dem alten Material wird damit wieder eine Vielzahl von neuen Gebrauchsgegenständen hergestellt, z.B. Gießkannen oder andere Behälter. Da die meiste Korrespondenz ‚per PC‘ erfolgt – und dadurch vielerorts schnell ein DIN-A4-Blatt Papier mit wenig Inhalt gedruckt wird – generiert jede geschriebene Andechser E-Mail für den jeweiligen Empfänger den Hinweis „Bitte nur dann ausdrucken, wenn es Ihnen wirklich wichtig ist! Ihr Klimaschutz-Wertbeitrag: ca. 2 g Holz, 600 ml Wasser, 34 g CO2." Die Mitarbeiter sind das Fundament des Unternehmens. Veranstaltungen wie die Gesundheitstage und Life Kinetik-Workshops oder das Bio & Regional-Angebot in der hauseigenen Kantine tragen zu ihrem nachhaltigen Wohlbefinden bei.

Bei den kleinen Unternehmen mit bis zu 20 Mitarbeitern ging naturblau+++ die Werteagentur aus Konstanz als Sieger hervor. Unter dem Motto „blau machen im Green Office" hat das Unternehmen eine Vielzahl von Maßnahmen etabliert, die den Umweltschutz im täglichen Bürobetrieb auf innovative Weise vorantreiben und auch den Mitarbeitern Spaß machen. Im Bereich der Büromaterialbeschaffung kommt beispielsweise ein eigens entwickelter Lieferanten- und Geschäftspartnerfragebogen zu ganzheitlichen Nachhaltigkeitsaspekten (Beschaffung, Supply Chain Management, etc.) zum Einsatz. Im Bereich der Bürogeräte werden gebrauchte und wiederaufbereitete Geräte mit Händlergarantie verwendet – ganz im Sinne des Ressourcenschutzes. Der ausschließliche Einsatz von Papier mit den Labels EU Ecolabel und Blauer Engel bilden die Basis der Beschaffung im Bereich Papier. Bei den Möbeln wird auf den Einsatz cradle2cradle-zertifizierter Produkte geachtet. Die kontinuierliche Reduktion der CO2-Emissionen bildet einen weiteren Schwerpunkt des Umweltengagements: naturblau+++ ist als Gesamtunternehmen klimaneutral, d. h. alle Emissionen werden erfasst und nach Möglichkeit kontinuierlich weiter reduziert – auch bei der Büroorganisation. Restemissionen werden kompensiert (mit myclimate Gold-Zertifikat). „Generell gilt hier jedoch: Vermeiden und Reduzieren geht vor Kompensieren", so Geschäftsführer Ralph J. Schiel. Besonders kreativ zeigt sich das Unternehmen beim Umgang mit „alten" Materialien, die schlichtweg direkt vor Ort upgecycelt werden und z.B. als Stiftehalterungen, Kabelordnungssysteme, Visitenkartenhalterungen etc. dienen. Die absolute Krönung: Das „Upcycling-Wichteln" an Weihnachten!

In der Kategorie „Behörden, Verwaltungen und andere Einrichtungen/Institutionen" erlangte die gemeinnützige Beratungs- und Bildungsorganisation für nachhaltiges Wirtschaften, Unternehmensverantwortung, globale Gerechtigkeit und Entwicklungszusammenarbeit kate Umwelt & Entwicklung aus Stuttgart den ersten Preis. Im Zentrum stehen hier die Beschaffungskriterien ökologisch – sozial – fair, denn die richtige Beschaffung von Waren und Dienstleistungen wird als entscheidend für die Qualität und Wirtschaftlichkeit der eigenen Arbeitsergebnisse gesehen. Soweit keine erheblichen wirtschaftlichen Gründe dagegen sprechen, erhalten Produkte aller Art mit nachhaltigen Eigenschaften den Vorrang, z. B. Produkte mit Umweltzertifikat (z. B. dem Blauen Engel), saisonale und regionale Produkte, sicherheitsgerechte und gesundheitlich unbedenkliche Produkte mit entsprechenden Prüfzeichen, Produkte mit Transfair-Siegel sowie Produkte, die den Respekt der Menschenrechte und Kernarbeitsnormen in der Zulieferkette zusichern. Zudem wird bei der Beschaffung auf Eigenschaften wie Langlebigkeit, Reparaturfreundlichkeit und Energieeffizienz geachtet; auch Recyclingfähigkeit bzw. die Sicherstellung einer umweltgerechten Entsorgung werden bedacht. Zudem wird grundsätzlich, wo immer möglich, auf eine optimale Nachfüllbarkeit geachtet, um unnötiges Verpackungsmaterial einzusparen.

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Goldene Zeiten für grüne Büros
B.A.U.M. kooperiert mit dem Office Gold Club beim Wettbewerb "Büro & Umwelt". Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks übernimmt Schirmherrschaft.

Hamburg, 11.01.2016 – Im Jahr 2016 gewinnt der Wettbewerb „Büro & Umwelt", der jährlich vom Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e.V. ausgelobt wird, mit dem Office Gold Club (OGC) einen weiteren wichtigen Kooperationspartner hinzu. Durch die Kooperation will das europaweit größte Unternehmensnetzwerk für nachhaltiges Wirtschaften zusammen mit der einzigartigen PBS-Markeninitiative Nachhaltigkeitskriterien und Umweltbewusstsein bei Einkaufsentscheidern für Büroprodukte stärker ins Blickfeld rücken. Dieses Ziel findet starken politischen Rückhalt: 2016 hat der Wettbewerb „Büro & Umwelt" mit Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks erstmals eine Schirmherrin.

Mit dem Wettbewerb „Büro & Umwelt" macht B.A.U.M. bereits seit 2008 auf ressourcenschonendes Verhalten im Büroalltag sowie die Beachtung von Umweltaspekten bei der Büroartikelbeschaffung aufmerksam. Ab 2016 wird der Fokus nun inhaltlich weiter gefasst: Die Bewerbungen aus vergangenen Wettbewerbsjahren haben gezeigt, dass zunehmend auch Aspekte wie faire Produktions- bzw. Arbeitsbedingungen bei der Herstellung von Büroprodukten und -einrichtungsartikeln eine Rolle spielen. Deshalb soll „Büro & Umwelt" 2016 erstmals explizit als Wettbewerb für nachhaltige Beschaffungausgelobt werden.

B.A.U.M. und OGC für starke Marken auch in Sachen Nachhaltigkeit

Auch die im Office Gold Club zusammengeschlossenen Markenhersteller und ihre Produkte stehen nicht nur für Qualität – jeder einzelne von ihnen ist sich seiner Verantwortung gegenüber der Umwelt und seinen Mitarbeitern bewusst. „Mit dem B.A.U.M. e.V. als neuem Kooperationspartner an unserer Seite ermöglichen wir vielen gewerblichen Einkäufern von Büromaterial und Papier aus Unternehmen und Verwaltungen erfolgreich und zukunftsorientiert ökonomische, ökologische und soziale Fragen in ihre Entscheidungsprozesse einzubeziehen", so Horst Bubenzer, OGC-Geschäftsführer. „Die Kooperation ist eine klare Win-Win Situation, von der beide Seiten zukünftig profitieren – und nicht zuletzt auch Mensch und Umwelt", zeigt sich B.A.U.M. Vorstandsmitglied Dieter Brübachebenfalls sehr erfreut über die Zusammenarbeit.

Schirmherrin Dr. Barbara Hendricks unterstützt „Büro & Umwelt" 2016

Wie wichtig das Thema für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ist, zeigt auch die Schirmherrschaft von Dr. Barbara Hendricks. „Dass Frau Hendricks den Wettbewerb 2016 als Schirmherrin unterstützt, ist ein wichtiges Signal für Akteure in allen Bereichen", so Dieter Brübach weiter. „Schließlich ist gerade das Thema Beschaffung zentral für ein nachhaltiges Wirtschaften im Allgemeinen: Von der Fertigung bis zur Auslieferung der eingekauften Produkte gilt es, Umweltaspekte und Sozialstandards zu beachten."

Sustainable Office Day am 2.2.2016: Mehr als nur ein Thementag

Der Startschuss zum Wettbewerb „Büro & Umwelt" 2016 und damit zur Kooperation zwischen B.A.U.M. und OGC fällt am 2. Februar beim Sustainable Office Day, den B.A.U.M. gemeinsam mit der Messe Frankfurt im Rahmen der Paperworld durchführt. Mit seinem Vortrags- und Diskussionsprogramm bietet der Thementag Einblicke in die aktuellen Entwicklungen der nachhaltigen „Office-Welt". Im Mittelpunkt steht dabei die Frage nach ganzheitlichen Nachhaltigkeitsstrategien – ein bunter Strauß an Fallbeispielen macht einerseits die Breite des Themas deutlich und bietet gleichzeitig ganz konkrete Ansatzpunkte für Beschaffer.

Beim Sustainable Office Day werden auch die Sieger des Wettbewerbs „Büro & Umwelt" 2015 gekürt. Die Hauptpreisträger aus den verschiedenen Kategorien des Wettbewerbs 2015 zeigen, wie sie zu ihrem Erfolg gekommen sind und stehen beim Speed-Dating Rede und Antwort. Zum Abschluss des Thementags fällt gleichzeitig der Startschuss zum Wettbewerb für 2016. Dann sind wieder alle Unternehmen sowie öffentliche und sonstige Einrichtungen eingeladen, sich der Herausforderung zu stellen und sich auf www.buero-und-umwelt.de um den Titel des nachhaltigsten Büros Deutschlands zu bewerben.


Unterstützung für Kanzlerin Merkel
B.A.U.M. e. V., die größte Umweltinitiative der Wirtschaft, stärkt Bundeskanzlerin Merkel für die Energiewende und den Pariser Klimagipfel COP21 den Rücken

Hamburg, 20.11.15 – Vorbildliche Unternehmen aus dem B.A.U.M.-Netzwerk, die klimaneutral wirtschaften bzw. umfangreiche Maßnahmen zur Dekarbonisierung erfolgreich realisiert haben, übergaben gestern der Kanzlerin Vorschläge für eine erfolgreiche Energiewende und Klimapolitik.

Der Vorsitzende von B.A.U.M. e.V., Prof. Dr. Maximilian Gege, wies im Kanzleramt darauf hin, dass B.A.U.M.-Mitgliedsunternehmen Programme zur Reduzierung bei Energieverbräuchen erfolgreich umgesetzt haben. Die Unternehmen nutzen z.B. Einsparpotenziale bei Prozessoptimierung 40%, Druckluftsystemen 30%, E-Motoren und -Pumpen 30%, Lüftungsanlagen 25%, Beleuchtung 70%, intelligenter Automatisierungstechnik 10-25%, Heizungs-Klima-Lüftungsanlagen bis 60%, aber auch CO2-neutralen Werksneubauten/Gebäuden oder energieeffizienten Rechenzentren und Green-IT-Strategien mit bis zu 70% Einsparungen.

Allein der Austausch von z.B. 50% der 14 Mio. ineffizienten Heizanlage durch effiziente Anlagen einschließlich Wärmepumpen, Mikro-Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, Solarthermie und Brennstoffzellen würde ein Umsatzvolumen von über 70 Mrd. Euro und zusätzliche MwSt.-Einnahmen von 13,3 Mrd. Euro generieren sowie die CO2-Emissionen um 15-20 Mio. Tonnen reduzieren. Die Zahlung der Abwrackprämie von 1,6 Mrd. Euro für acht stillzulegende Braunkohle-Kraftwerke könnte so eingespart werden, die geplante CO2-Einsparung von 12,5 Mio. Tonnen würde durch das vorgeschlagene Wachstumsprogramm mit überkompensiert.

Dabei kommt es nach Ansicht von B.A.U.M. darauf an, auch marktwirtschaftliche Instrumente zu nutzen, wie z.B. durch eine Wiederbelebung des Emissionshandels. "Auch mehr Energieeffizienz durch die staatliche Förderung der energetischen Haussanierung kann zu wichtigen Impulsen für eine deutliche Belebung der Investitionstätigkeit in diesem Bereich führen und damit neben der Realisierung großer CO2-Einsparpotenziale auch Arbeitsplätze schaffen oder zusätzlich sicherer machen", so Dr. Johannes Merck von der Otto Group. Aus Sicht von Dagmar Fritz-Kramer, Geschäftsführerin von Baufritz, gilt es in Zukunft Produkte zu fördern und zu fordern, die sicherstellen, dass alle Faktoren der Nachhaltigkeit über den gesamten Produktzyklus hinweg geprüft werden – für eine nachhaltige Zukunft für alle.

Der Klimagipfel COP21 muss die Wende bringen!

Die Einsparpotenziale sind in Großunternehmen, KMU, aber auch in der öffentlichen Verwaltung zu erreichen und können dort zu einer massiven Reduzierung der Energie-und Ressourcenkosten sowie zur CO2-Minderung beitragen. In Deutschland sind bei konsequenter Nutzung aller schon heute verfügbaren und erprobten Technologien Einsparpotenziale von 30-50 Mrd. Euro jährlich erreichbar, bei gleichzeitiger Schaffung neuer, zukunftsorientierter Arbeitsplätze. Zusätzlich wird die Abhängigkeit von und der Mittelabfluss durch Energieimporte reduziert.

B.A.U.M. hat die Bundesregierung aufgefordert, die erfolgreichen Unternehmensbeispiele beim COP21 intensiv zu kommunizieren und die Teilnehmer zu motivieren, endlich verstärkt diese Potenziale in Wirtschaft, Verwaltung/Städten/Kommunen, aber auch privaten Haushalten zu nutzen und damit auch zur Sicherung des 2-Grad-Ziels und eines nachhaltigen grünen Wachstums beizutragen.

Wer soll das bezahlen?

Zur Finanzierung der Maßnahmen hat B.A.U.M. der Kanzlerin ein innovatives Finanzinstrument vorgestellt, das im Auftrag des Bundesumweltministeriums in drei Modellkommunen erprobt wird und bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde. Es handelt sich dabei um Regionale EnergieEffizienzGenossenschaften (REEG), die privates Kapital aus der Region sammeln, Anlegern 4% Rendite zahlen und mit dem Kapital hochrentierliche Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz finanzieren. Positive Nebeneffekte sind neue Arbeitsplätze, regionale Wertschöpfung und zusätzliche Steuereinnahmen. Dieses Konzept könnte über Deutschlands Grenzen hinweg gerade auch für die wachstums- und finanzschwachen Länder in Süd- und Osteuropa hilfreich eingesetzt werden. Es entspricht auch dem NAPE-Schwerpunkt der Nutzung neuartiger Finanzinstrumente/Contracting.

Für den Klimagipfel fordert B.A.U.M. eine Verpflichtung aller teilnehmenden Länder, die vereinbarten Klimaziele alle 3 Jahre zu evaluieren und zu intensivieren sowie bis 2050 den Umstieg von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien und die intensive Nutzung aller Chancen der Energieeffizienz festzulegen.

Die Bundeskanzlerin nahm die Vorschläge von B.A.U.M. mit großem Interesse auf; verschiedene Punkte sollen weiter diskutiert werden.

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Bildmaterial


B.A.U.M.-Vorschlagspapier

Praxisbeispiele "Wirtschaft pro Klima"

Effizienzlandkarte

Maßnahmenübersicht & Praxisbeispiele

Teilnehmerliste


Norderstedter EnergieEffizienzGenossenschaft gegründet
Energiesparen für Betriebe und andere Einrichtungen ab sofort als günstiges Rundum-Paket erhältlich

Hamburg, 03.11.2015 – Heute wurde in Norderstedt die Norderstedter EnergieEffizienzGenossenschaft gegründet. Sie ist das Ergebnis eines vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitative geförderten Pilotprojekts, an dem sich die Stadt Norderstedt beteiligt hat. Ziel der Bundesregierung ist es, Energiesparen als neue Energiedienstleistung am Markt zu etablieren. Auf diese Weise sollen Effizienzpotenziale genutzt werden, die bislang aufgrund von Barrieren wie Zeit, Wissen und Kapital liegen bleiben.

Geschäftsgegenstand des neuen genossenschaftlichen Startup-Unternehmens, das im Rahmen einer Arbeitsgruppe unter Federführung des Bundesdeutschen Arbeitskreises für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e.V. und mit Unterstützung der Stadt und ihrer Bürger vorbereitet wurde, ist die Beseitigung überflüssigen Energieverbrauchs in Unternehmen, kommunalen Einrichtungen, kirchlichen und Vereinseinrichtungen. Überflüssig ist jeder Energieverbrauch, der sich mit moderner Technik ohne Nutzeneinbuße wirtschaftlich beseitigen lässt.

Die Norderstedter EnergieEffizienzGenossenschaft ist eine neue Art von Energiegenossenschaft auf der Basis des vom B.A.U.M.-Vorsitzenden Prof. Dr. Maximilian Gege entwickelten Konzepts des Zukunftsfonds in Kombination mit dem Modell des Energiespar-Contractings. Das Modell wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. als „Ort im Land der Ideen 2014". Überall dort, wo Zeit, Know-how oder Finanzmittel fehlen, bietet die Genossenschaft als Dienstleister künftig die Übernahme von Effizienzmaßnahmen an. Der Clou bei der Sache: Der Kunde, sei es ein Unternehmen, eine kommunale Einrichtung, ein Verein oder ein kirchlicher Träger, muss keinen Euro selbst in die Hand nehmen und sich nicht um die technische Umsetzung kümmern. Das tut die Genossenschaft für ihn zusammen mit qualifizierten Technikpartnern und regionalen Handwerksbetrieben. Die Genossenschaft will sich in erster Linie über fest verzinste Darlehen ihrer Mitglieder finanzieren. Die Refinanzierung erfolgt aus den Einsparungen, die je nach Maßnahme zwischen 25 und 70 Prozent betragen. Dabei verfolgt die Genossenschaft keine Gewinnmaximierung, sondern Kostendeckung. Ihr Angebot ist deshalb vergleichsweise günstig.

Wichtig ist jetzt, dass möglichst viele Bürger von Norderstedt und Ellerau Mitglied der Genossenschaft werden. Das ist für nur 100 Euro möglich. So viel kostet ein Geschäftsanteil. Durch die Mitgliedschaft können Bürger, aber auch Unternehmen, Vereine, Stiftungen usw. ihre Unterstützung der Genossenschaft und ihrer ökologischen und regionalpolitischen Ziele zum Ausdruck bringen. Zugleich erwirbt jedes Mitglied die Berechtigung, der Genossenschaft für ihre Investitionen Darlehen ab einer Höhe von 500 € zur Verfügung zu stellen. Die Darlehen haben 5 Jahre Mindestlaufzeit und werden mit 4 Prozent verzinst, was bei der gegenwärtigen Kapitalmarktlage ausgesprochen attraktiv ist. Wenn in wenigen Wochen die Norderstedter EnergieEffizienzGenossenschaft ins Vereinsregister eingetragen ist und entsprechende Projekte vertragsreif sind, wird die Genossenschaft ihre Mitglieder zum Angebot von Darlehen aufrufen.

Oberbürgermeister Grote begrüßte die Gründung als Meilenstein auf dem Weg zum „Energieffizienten Norderstedt". Er dankte allen Beteiligten, die die Genossenschaftsgründung vorbereitet haben, und wünschte der Norderstedter EnergieEffizienzGenossenschaft viele Mitglieder und Kunden. Kein Unternehmen, kein Verein und keine sonstige Einrichtung in Norderstedt, so der Oberbürgermeister, müssen künftig technisch machbare sowie wirtschaftlich und klimaschutzmäßig sinnvolle Einsparinvestitionen auf die lange Bank schieben. Auch die Stadt könne von der Genossenschaft profitieren. Ein Angebot zur Lichtsanierung der Rathaus-Tiefgarage mit modernen LED-Lampen und Bewegungsmeldern liegt bereits vor.

Gege beglückwünschte die Stadt zu der neuen Energiegenossenschaft und verwies auf das Vorbild der B.A.U.M. Zukunftsgenossenschaft, die deutschlandweit überall dort tätig wird, wo es (noch) keine Regionale EnergieEffizienzGenossenschaft (REEG) gibt. Im Vorgriff auf die Gründung hat die „Muttereffizienzgenossenschaft" eine Lichtsanierung beim Norderstedter Unternehmen Partyservice Japp zur vollen Zufriedenheit des Kunden ausgeführt. Künftig übernimmt die Norderstedter EnergieEffizienzGenossenschaft diese Aufgabe.

Im Vorstand und Aufsichtsrat der neuen Genossenschaft sind die Stadt Norderstedt und die Gemeinde Ellerau, die örtliche Wirtschaft und die Bürgerschaft vertreten (Gremienmitglieder s. Anlage). Die Geschäftsführung wird im Auftrag des Vorstands bis zum Ende des Pilotprojekts im März nächsten Jahres noch von B.A.U.M. besorgt.

Mit dem neuen Instrument der Genossenschaft nimmt Norderstedt die Themen Energieeinsparung und Energieeffizienz selbst in die Hand und leistet Hilfe zur Selbsthilfe nach dem Motto „Aus der Region, für die Region".


B.A.U.M. vermittelt Nachhaltigkeitskonzepte direkt im Wald
Chinesische Delegation erlebt das Thema "Nachhaltiges Wirtschaften" im Sachsenwald

Hamburg, 20.10.15 – Abgesandte der Kommunalregierung von Wuhan, einer 9-Millionen-Stadt in Mittelchina, ließen sich von B.A.U.M. durch den geschichtsträchtigen Sachsenwald bei Hamburg führen. Ihr Interesse galt dabei aktuellen Konzepten für eine ressourcenschonende Wirtschaftsweise. Am Beispiel Wald wollten die Vertreter unterschiedlicher Kommissionen aus den Bereichen Wirtschaft und Umwelt erfahren, welche Bedeutung die Biodiversität für Wirtschaft und Gesellschaft hat und durch welche Maßnahmen Ökosystemdienstleistungen – und damit die Grundlage des Wirtschaftens – dauerhaft erhalten werden können.

An konkreten Beispielen unterschiedlicher Waldbilder präsentierte der Wald- und Nachhaltigkeitsexperte Dipl.-Forstwirt Rainer Kant vom Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e.V. der chinesischen Delegation die Basisleistungen natürlicher und naturnah behandelter Wälder für die Wirtschaft und für die Lebensqualität der Menschen. Welche Wirtschaftsaktivitäten sich in welcher Weise fördernd oder zerstörend auf die Waldfunktionen und damit auf das Naturkapital auswirken, wurde in der dreistündigen Waldführung anschaulich und eindrucksvoll erklärt. Sowohl modernste Nachhaltigkeitsansätze – z.B. Erfolgsprinzipien der Natur als Erfahrungsschatz für die Zukunftssicherung von Unternehmen – wurden erläutert als auch konkrete Möglichkeiten für Unternehmen und ihre Mitarbeiter, den Wald zu schützen und eine nachhaltige und ökologisch verträgliche Waldwirtschaft sowie nachhaltige Holznutzung zu unterstützen.

"Zu lange standen zwei Bereiche im Vordergrund – das Finanz- und das Humankapital. Das Naturkapital wurde und wird vielfach übersehen oder zum Null-Tarif genutzt. Unternehmen erkennen aber zunehmend, dass ein langfristiger Unternehmenserfolg nur dann möglich ist, wenn er im Einklang mit den verfügbaren natürlichen Ressourcen erwirtschaftet wird. Ein Wirtschaftsdenken, dass nur auf Effizienz, Ertrag und Wachstum ausgerichtet zerstört die Ressourcenbasis und damit das zukünftige Fundament von Wirtschaft und Gesellschaft", erläutert Rainer Kant.

Als besonderes Erlebnis mit Fortbildungscharakter – ohne PowerPoint und ausschließlich in inspirierender Waldkulisse – werden die B.A.U.M.-Waldführungen von Unternehmen, Verbänden und anderen Organisationen für Betriebsausflüge, Kundenevents und Fortbildungswanderungen gebucht. Der Nutzen für die Teilnehmer ist vielfältig: Er reicht vom grundsätzlichen Verständnis der Waldprozesse über neue Anregungen für die eigene Klimaschutz- und Biodiversitätsstrategie bis hin zu neuen, innovativen Geschäftsmodellen in Anlehnung an die Naturprinzipien von Waldökosystemen.

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NRW-Wirtschaftsminister Duin überreicht B.A.U.M.-Umweltpreis
Netzwerk für Nachhaltiges Wirtschaften tagt in Dortmund

Dortmund, 28.09.15 – Auf seiner Jahrestagung in Dortmund hat der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e.V. heute engagierte Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft mit dem B.A.U.M.-Umweltpreis und dem Internationalen B.A.U.M.-Sonderpreis ausgezeichnet. NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin übereichte die Preise gemeinsam mit dem B.A.U.M.-Vorstand.

Der B.A.U.M.-Umweltpreis wurde in den Kategorien "Großunternehmen", "Kleine und mittelständische Unternehmen", "Wissenschaft", "Kultur und Medien" sowie "Lebenswerk" verliehen. Garrelt Duin, Minister für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen, würdigte in seinem Festvortrag das Engagement der Preisträger: „Ihr Einsatz ist Vorbild und Zeugnis für einen guten Umgang mit der Welt. Sie zeigen, wie es gelingen kann, dass wir nicht mehr über unsere Verhältnisse leben und uns eine gerechte und enkeltaugliche Zukunft schenken."

Den Preis in der Kategorie "Lebenswerk" erhielt der frühere Bundesminister und langjährige Vorsitzende des Rats für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung Dr. Volker Hauff. Er war einer der Verfasser des sog. Brundtland-Berichts („Our Common Future", 1987), in dem das Konzept der nachhaltigen Entwicklung erstmals global formuliert wurde. Der Internationale B.A.U.M.-Sonderpreis ging an Dr. Auma Obama, Schwester des US-Präsidenten Barack Obama, die sich mit ihrer Stiftung Sauti Kuu für benachteiligte Kinder und Jugendliche in Kenia und anderen Ländern einsetzt.

"Ich freue mich, dass wir auch in diesem Jahr wieder so herausragende Persönlichkeiten auszeichnen konnten", sagte Prof. Dr. Maximilian Gege, B.A.U.M.-Vorsitzender und Vorsitzender der Jury. "Die Preisträger aus Großunternehmen und Mittelstand beweisen erneut, wie sich deutsche Unternehmen für die Energiewende und eine nachhaltige Entwicklung in unserem Land einsetzen." Zu den Preisträgern gehört auch Dr. Thomas E. Banning, Vorstandsvorsitzender des in Düsseldorf ansässigen Ökostromanbieters NATURSTROM AG.

Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen der B.A.U.M.-Jahrestagung, die am 28./29. September 2015 im Kongresszentrum Westfalenhallen in Dortmund stattfindet. Knapp 300 Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden, Politik und Medien diskutieren in Fachforen, wie Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle der Zukunft aussehen müssen, die Nachhaltigkeitsaspekte von Beginn an konsequent berücksichtigen. "Nachhaltigkeit ist nicht als 'add-on' zu haben", betonte Gege in seinem Grußwort zur Tagung.

Am Dienstag spricht Johannes Remmel, Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, über Investitionssicherheit in der Umweltwirtschaft und fragt nach den notwendigen Rahmenbedingungen für diesen wachsenden Markt.

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Nachhaltig wirtschaftende Unternehmen: fit für die Zukunft
Auf der B.A.U.M.-Jahrestagung diskutieren Experten Trends und Innovationen

Hamburg, 23.09.15 – „In den Vorträgen und Diskussionsrunden auf der B.A.U.M.-Jahrestagung 2015 wollen wir unseren Blick in die Zukunft richten und diskutieren, wie Unternehmen innovative Angebote gestalten können, die langfristig tragfähig sind: wirtschaftlich erfolgreich, schonend im Umgang mit natürlichen Ressourcen, sozial gerecht und kulturell vielfältig", beschreibt der B.A.U.M.-Vorsitzende Prof. Dr. Maximilian Gege das Ziel der Tagung.

Auf der B.A.U.M.-Jahrestagung am 28./29. September im Kongresszentrum Westfalenhallen in Dortmund kommen ausgewiesene Experten zu Wort. So diskutieren Holger Jahnke (Vorstand Marketing und Vertrieb, Sedus Stoll AG), Dr. Bruno Lindl (Geschäftsführer Forschung und Entwicklung, ebm-papst Unternehmensgruppe) und Bernhard Schwager (Leiter Geschäftsstelle Nachhaltigkeit, Robert Bosch GmbH), "Wie nachhaltiges Wirtschaften unsere Unternehmen verändert"; es moderiert Volker Angres (Redaktionsleiter Umwelt/planet e., ZDF).

Dr. Thomas Holzmann, Vizepräsident des Umweltbundesamts, spricht über "Nachhaltigen Konsum als Gemeinschaftsaufgabe" und erläutert das "Nationale Programm für nachhaltigen Konsum" des Umweltministeriums, das im Herbst im Kabinett beschlossen werden soll.

In insgesamt 14 Fachforen geht es auf der B.A.U.M.-Jahrestagung um so unterschiedliche Themen wie "Industrie 4.0 – wo bleibt die Nachhaltigkeit?" und "Design oder Desaster – zukunftssichere Produktentwicklung".

Doch nicht nur in Vorträgen und Diskussionsrunden beschäftigen sich die Tagungsteilnehmer mit Nachhaltigkeitsfragen. Der Nonfood-Einzelhändler TEDi, Partner der B.A.U.M.-Jahrestagung, bietet allen Interessierten die Möglichkeit, in einem rein elektrisch angetriebenen 12-Tonner mitzufahren. Mit jeweils bis zu 370 CO2-neutralen Kilometern pro Tag stellen die E-Lkw von TEDi gewichtige Meilensteine in der Nachhaltigkeitsstrategie des Dortmunder Unternehmens dar. Sie werden mit hauseigenem Sonnenstrom geladen und beliefern täglich Dutzende TEDi-Filialen im Ruhrgebiet.

Marion Sollbach, Bereichsleiterin Nachhaltigkeit des B.A.U.M.-Mitgliedsunternehmens GALERIA Kaufhof, stellt interessierten Tagungsteilnehmern bei einer Führung das Nachhaltigkeits-Engagement in der Dortmunder Filiale vor.

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Wirtschaftsminister Gabriel betont Bedeutung der Energieeffizienz
B.A.U.M.-Preisträger fördern die Energiewende

Hamburg, 27.08.15 – Als Schirmherr der B.A.U.M.-Jahrestagung 2015 unterstreicht Sigmar Gabriel die Bedeutung der Energieeffizienz für die Energiewende und hebt ihre Chancen für die deutsche Wirtschaft hervor. B.A.U.M. zeichnet Vertreter nachhaltig wirtschaftender Unternehmen aus, die diese Chancen bereits heute nutzen und so die Energiewende fördern.

Neben Energie aus regenerativen Quellen und dem Ausbau der Energie-Infrastruktur ist die Energieeffizienz ein weiteres bedeutendes Element der Energiewende. Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, ist Schirmherr der B.A.U.M.-Jahrestagung 2015und Renditechancen. Zum anderen leistet Energieeffizienz einen essenziellen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende." In dieser Hinsicht würdigte der Minister B.A.U.M. als Vorreiter bei der Entwicklung innovativer Konzepte. So findet das vom B.A.U.M. Vorsitzenden Prof. Dr. Gege initiierte Projekt der Regionalen EnergieEffizienzGenossenschaften (REEG) zur Finanzierung von Energieeffizienzmaßnahmen, das zurzeit mit Förderung der Bundesregierung in den 3 Modellregionen Aachen, Norderstedt und Berchtesgadener Land realisiert wird, bundesweit Annerkennung.

Im Rahmen der B.A.U.M.-Jahrestagung am 28./29. September in DortmundUmweltpreises in den Kategorien "Großunternehmen" sowie "Kleine und mittelständische Unternehmen".

So hat auch Rainer Hundsdörfer, Vorsitzender der Geschäftsführung der ebm-papst Gruppe, Energieeffizienz zur Chefsache erklärt: "Ohne mehr Effizienz wird das Ziel der Energiewende nicht zu schaffen sein." Energieeffizienz steht im Fokus der ganzheitlichen Unternehmens-strategie GreenTech. Ein Bestandteil ist die EC-Technologie von ebm-papst. Deren Produkte sind energieeffizient im Betrieb und zudem so steuerbar, dass sie flexibel auf die tatsächlichen Leistungsanforderungen reagieren.

Der Mittelstand setzt u.a. auf Energieeffizienz im Betrieb. Zu den Preisträgern gehört Frauke Oeding-Blumenberg, geschäftsführende Gesellschafterin von oeding print. Ihrer Druckerei ist es durch vielfältige Maßnahmen gelungen, den Einsatz elektrischer Energie pro Tonne bedrucktem Papier, im Vergleich zu 2012, um 33 Prozent zu senken. Seit Ende 2013 verfügt das Unternehmen zudem über ein neues Verwaltungs- und Produktionsgebäude im Plusenergie-Standard.

Der Wasch- und Reinigungsmittelhersteller Sodasan, dessen Gesellschafter-Geschäftsführer Jürgen Hack ausgezeichnet wird, produziert CO2-neutral. Ein eigens entwickeltes Niedrigtemperatur-Verseifungsverfahren spart im Herstellungsprozess erhebliche Mengen Energie ein.

Eine weitere Auszeichnung geht an Dr. Thomas Banning, Vorsitzender des Vorstands der NATURSTROM AG. Der Ökostrom-Anbieter beschränkt sich nicht auf die Erzeugung und Bereitstellung von Energie, sondern fördert die Energiewende auf vielfältige Weise: So unterstützt das Unternehmen Bürger-Energiegesellschaften finanziell und mit Fachwissen, beispielsweise im Rahmen mehrtägiger Workshops. Mit Gemeinden, Immobilieneigentümern und Unternehmen vor Ort werden nachhaltige Energieversorgungskonzepte erarbeitet.

Auf der zweitägigen B.A.U.M.-Jahrestagung im Kongresszentrum Westfalenhallendiskutieren unter dem Motto „Angebote mit Zukunft gestalten – Nachhaltigkeit in der Entwicklung innovativer Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle", namhafte Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden, Politik und Medien innovative Ansätze von morgen, die auch übermorgen noch Bestand haben. Die Moderation übernimmt Volker Angres. Aus der Politik werden an der B.A.U.M.-Jahrestagung in Dortmund u.a. teilnehmen: Garrelt Duin/NRW-Minister für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk, Johannes Remmel/NRW-Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, sowie Ullrich Sierau/Oberbürgermeister der Stadt Dortmund.

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UN-Klimakonferenz in Paris muss Weichen stellen
B.A.U.M.-Preisträger Hauff: "Ein zweites Kopenhagen darf nicht stattfinden."
 

Hamburg, 30.07.15 – Ein Ziel der diesjährigen UN-Klimakonferenz ist, ein Programm zur Finanzierung von Klimaschutzprojekten weltweit auf den Weg zu bringen. Es ist eine Frage der Klimagerechtigkeit, dass die Industrieländer Mittel bereit stellen, um auch in Entwicklungsländern Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung zu fördern. Dr. Volker Hauff, der den B.A.U.M.-Umweltpreis für sein Lebenswerk erhält, misst den Ergebnissen von Paris entscheidende Bedeutung bei.

Neben der weltweit verbindlichen Reduzierung von Treibhausgasemissionen wird auch die notwendige Anpassung an den Klimawandel Thema der UN-Klimakonferenz sein, die vom 30.11. bis 11.12. in Paris stattfindet. Die Industrieländer haben sich verpflichtet, ab 2020 jährlich 100 Milliarden Dollar für Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern zur Verfügung zu stellen – aus öffentlichen und auch aus privaten Quellen. Dr. Volker Hauff, Bundesminister a.D. und langjähriger Vorsitzender des Rats für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung, zu den Chancen dieses Vorhabens: "Es gibt bereits solche privaten Initiativen. Aber da ist noch viel Luft nach oben. Alles hängt davon ab, ob es zu einer tragfähigen und zukunftsweisenden politischen Übereinkunft kommt. Ein zweites Kopenhagen darf nicht stattfinden."

Prof. Dr. Maximilian Gege, Vorsitzender von B.A.U.M., betont die Verantwortung privater Investoren bei der Förderung von Klimaschutz: "Einer solch riesigen Herausforderung wie dem Klimawandel kann nicht allein mit öffentlichen Geldern begegnet werden. Und Investitionen in Klimaschutz können durchaus attraktive Renditen bieten, wie das von mir entwickelte Modell des Zukunftsfonds zeigt. Wir brauchen hier einen Bewusstseinswandel: nachhaltige Geldanlagen sind ökonomisch sinnvoll und keine Spenden."

Um die Erreichung der deutschen Klimaschutzziele voranzutreiben, regt B.A.U.M. an, die Förderung der energetischen Gebäudesanierung endlich zur forcieren, da dadurch ein Innovationsschub ausgelöst werden und "grünes" Wachstum entstehen kann.

Wie innovative Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle aussehen müssen, die zukunftsfähig sind und den Klimaschutz im Blick behalten, wird auf der B.A.U.M.-Jahrestagung am 28./29. September in Dortmund diskutiert. Im Rahmen der Tagung wird Dr. Volker Hauff mit dem B.A.U.M.-Umweltpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

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Energiesparen leicht gemacht
Energieeffizienzgenossenschaft setzt erste Maßnahme in Norderstedter Unternehmen um

 

Hamburg, 21.07.15 – Das Norderstedter Unternehmen Partyservice Japp hat seine veraltete Beleuchtungsanlage auf hochmoderne LED-Leuchten umrüsten lassen. Das spart Energiekosten und entlastet die Umwelt. Der Clou dabei: das Unternehmen musste keinen Euro Eigenkapital in die Hand und keinen Kredit aufnehmen und brauchte sich auch nicht um die technische Umsetzung zu kümmern.

Möglich macht das eine Energieeffizienzgenossenschaft. Bodo und Heino Japp freuen sich, dass nun nicht nur die Produktionsflächen, sondern alle Räume – Büros, Küchen, Sanitär- und Personalräume – sowie die Außenanlage energieeffizient beleuchtet sind. „Nachhaltigkeit in unserem Kerngeschäft umzusetzen bedeutet uns viel. Ergänzend dazu hatten wir uns vorgenommen, etwas zur Senkung der Energiekosten zu tun. Doch aufgrund anderer geschäftlicher Prioritäten kam es nie dazu. Als wir jetzt von dem Genossenschaftsmodell gehört haben, das uns die Gesamtmaßnahme als ‚Rundum-Sorglos-Paket‘ einschließlich Finanzierung angeboten hat, haben wir ohne zu zögern mitgemacht", so die beiden Geschäftsführer.

Der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e.V. bereitet im Rahmen eines Förderprojekts des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und mit Unterstützung der Stadt Norderstedt die Gründung einer Regionalen EnergieEffizienzGenossenschaft (REEG) vor. Die Gründungsversammlung ist für Oktober 2015 geplant. Bis es soweit ist, übernimmt die B.A.U.M.-Zukunftsgenossenschaft Hamburg als „Muttergenossenschaft" der künftigen REEG, die Umsetzung der ersten Projekte.

Als Gründer der REEG Norderstedt sind die Kommune, die Wirtschaft und Bürger in Norderstedt vorgesehen. Mitglieder der REEG können natürliche Personen, aber auch Betriebe, Banken, Vereine und sonstige Organisationen werden. Ihnen steht neben dem Erwerb eines Geschäftsanteils die Möglichkeit offen, der Genossenschaft Darlehen zur Verfügung zu stellen, die mit 4% fest verzinst werden – ein hochattraktives Angebot in Zeiten, in denen Gelder auf Sparkonten kaum oder gar keine Rendite erbringen.

Das Leistungsangebot der REEG besteht aus einem All-in-Servicepaket mit Beratung, Planung, Finanzierung sowie der operativen Durchführung der Investition inkl. Einspargarantie. Der Kunde benötigt kein Eigenkapital, die Refinanzierung erfolgt zu 100% aus den Einsparungen. Dieses Angebot können Unternehmen, kommunale Einrichtungen sowie Vereine in Anspruch nehmen. Somit braucht niemand mehr Geld für überflüssigen Energieverbrauch zum Fenster hinauswerfen, auch wenn er nicht die Zeit, das Know-how oder die Investitionsmittel hat, um kostensparende und klimaentlastende Energieeffizienzmaßnahmen zeitnah in Eigenregie umzusetzen. Dabei sind die Konditionen der künftigen REEG im Vergleich zu Wettbewerbern z.T. deutlich günstiger, da die Genossenschaft zum Wohle ihrer Mitglieder arbeitet und nur Kostendeckung und nicht Gewinnmaximierung anstrebt.

Ab sofort können interessierte Unternehmen, kommunale Einrichtungen, Vereine, kirchliche u.a. Einrichtungen, die Energieeffizienzmaßnahmen budgetneutral durchführen und bei der Umsetzung entlastet werden wollen, Energieeffizienzprojekte bei der künftigen REEG Norderstedt anfragen. Auskunft erteilen

 

Stadt Norderstedt
Birgit Farnsteiner
Klimaschutz-Koordinatorin
birgit.farnsteiner@norderstedt.de
Telefon: 040/ 53 59 53 63

B.A.U.M. e.V.
Rainer Kant
Projektbetreuer Norderstedt
rainer.kant@baumev.de
Telefon: 040/ 49 07 11 14

 

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B.A.U.M. verleiht Umweltpreis an Unternehmer, Künstler und Wissenschaftler
Dr. Volker Hauff für sein Lebenswerk ausgezeichnet

Hamburg, 15.07.15 – Die Jury des B.A.U.M.-Umweltpreises hat heute die Preisträger 2015 bekannt gegeben. In den Kategorien Großunternehmen und KMU wird insbesondere das Engagement für die Energiewende sowie für Klima- und Ressourcenschutz gewürdigt. Weitere Preise verleiht das Unternehmens-Netzwerk in den Kategorien Lebenswerk, Kultur/Medien und Wissenschaft. Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen der B.A.U.M.-Jahrestagung am 28./29. September in Dortmund.

Die Jury unter Leitung des B.A.U.M.-Vorsitzenden Prof. Dr. Maximilian Gege hat aus einer Vielzahl von Vorschlägen sieben Preisträger für den B.A.U.M.-Umweltpreis ausgewählt. „Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen. Ich freue mich, dass wir auch 2015 wieder herausragende Persönlichkeiten auszeichnen können, die sich in ihrem Bereich um Umwelt und Nachhaltigkeit verdient gemacht haben", so Gege.

Umweltpreis für persönliches Engagement

Den B.A.U.M.-Umweltpreis verleiht das Nachhaltigkeits-Netzwerk der Wirtschaft seit 1993 ganz bewusst an engagierte Einzelpersonen und nicht an Organisationen. Die B.A.U.M.-Preisträger 2015 sind:

Kategorie „Lebenswerk": Dr. Volker Hauff

Dr. Volker Hauff hat international maßgeblich zum Konzept der Nachhaltigen Entwicklung beigetragen und die Nachhaltigkeitsdiskussion in Deutschland in den letzten 30 Jahren ganz entscheidend geprägt und vorangetrieben.

Kategorie „Großunternehmen": Rainer Hundsdörfer, ebm-papst

Rainer Hundsdörfer hat Energieeffizienz zur Chefsache gemacht und trägt entscheidend dazu bei, dass die GreenTech-Strategie im gesamten Unternehmen umfassend umgesetzt wird.

Kategorie „Kleine und mittelständische Unternehmen":

Dr. Thomas E. Banning, NATURSTROM

Dr. Thomas E. Banning hat mit NATURSTROM die Entwicklung der Ökostrom-Branche maßgeblich geprägt und trägt zu einer dezentralen, bürgernahen Energiewende bei.

Jürgen Hack, Sodasan

Jürgen Hack hat mit dazu beigetragen, dass umweltverträgliche Wasch- und Reinigungsmittel näher in den Fokus gerückt sind.

Frauke Oeding-Blumenberg, oeding print

Frauke Oeding-Blumenberg zeigt beispielhaft für die Druckbranche, wie sich durch einen ganzheitlichen Ansatz im gesamten Herstellungsprozess Umwelt- und Ressourcenschutz auf höchstem Niveau umsetzen lassen.

Kategorie „Kultur und Medien": Dao Droste

Als Künstlerin spricht Dao Droste Menschen auf der emotionalen Ebene zu Aspekten von Umwelt und Nachhaltigkeit an. Dies stellt eine wichtige Ergänzung zu Informationen auf rationaler Ebene dar, um ganzheitlich für diese Themen zu sensibilisieren.

Kategorie „Wissenschaft": Prof. Dr.-Ing. Hans-Josef Endres, IfBB - Hochschule Hannover

Prof. Dr.-Ing. Hans-Josef Endres hat sich zum Ziel gesetzt, durch seine Forschungs- und Bildungstätigkeit in Fachkreisen, in der Öffentlichkeit und insbesondere auch bei der jungen Generation zu einer sachlichen Diskussion über Biokunststoffe beizutragen und einen Umdenkungsprozess hin zu einer positiven Bewertung dieser Materialien anzustoßen.

Neben dem B.A.U.M.-Umweltpreis wird im Rahmen der B.A.U.M.-Jahrestagung am 28./29. September im Kongresszentrum Westfalenhallen in Dortmund auch der Internationale B.A.U.M.-Sonderpreis verliehen. Er geht 2015 an Dr. Auma Obama, Schwester des US-Präsidenten Barack Obama und Gründerin und Vorsitzende der Stiftung Sauti Kuu. Alle Preisträger werden persönlich anwesend sein und den Preis in Empfang nehmen. 

ausführliche Porträts aller Preisträger

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Internationaler B.A.U.M.–Sonderpreis 2015 geht an Dr. Auma Obama
Nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit bekämpft Fluchtursachen

Hamburg, 02.07.15 – Dr. Auma Obama, Schwester des US-Präsidenten Barack Obama, wird für ihre Arbeit zugunsten benachteiligter Kinder und Jugendlicher in Kenia und anderen Ländern mit dem Internationalen B.A.U.M.-Sonderpreis 2015 ausgezeichnet. Ihre Stiftung Sauti Kuu fördert Aus- und Weiterbildung sowie  die wirtschaftliche Selbstständigkeit der Jugendlichen. So trägt sie dazu bei, die Lebensbedingungen in afrikanischen Ländern zu verbessern und Ursachen für Armutsmigration zu bekämpfen.

Wichtig ist für Dr. Auma Obama, die Eigenverantwortlichkeit der Jugendlichen zu stärken: "Die jungen Menschen sollen verstehen, dass sie ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen sollen. Sie merken dann, dass sie, wenn sie selbst mitwirken, viel mehr erreichen können. Sie sind motiviert und arbeiten hart. Sie brauchen nur die Möglichkeiten und unsere Unterstützung."

Obama sieht ihre Arbeit auch im Zusammenhang mit dem aktuellen Flüchtlingsproblem in Europa. Eine Regulierung der Flüchtlingsströme oder gar eine Abschottung der EU trage nichts zur Lösung der Probleme bei. Diese müssten in den Herkunftsländern gemeinsam mit den Menschen vor Ort angegangen werden. Nur so könnten deren Lebensbedingungen langfristig verbessert und eine nachhaltige Entwicklung ermöglicht werden.

Die Stiftung Sauti Kuu fördert Aus- und Weiterbildung von Jugendlichen durch Stipendienprogramme und Patenschaften. Außerdem initiiert Sauti Kuu Projekte zur Wirtschafts- und Umweltbildung. So wurden zusammen mit einem Unternehmen Mikrobiogasanlagen entwickelt und gebaut. Sie ersparen den Menschen in der Region Siaya im Westen Kenias das Sammeln von Feuerholz und verhindern das Fällen von Bäumen. Zudem werden gesundheitliche Belastungen durch Rauch beim Kochen mit Holz vermieden. Jugendliche betreuen die Anlagen, die lediglich so groß sind wie ein Golfbag und mit Kuhdung betrieben werden.

Der Internationale B.A.U.M.-Sonderpreis wird zusammen mit dem B.A.U.M.-Umweltpreis im Rahmen der B.A.U.M.-Jahrestagung am 28./29. September 2015 im Kongresszentrum Westfalenhallen verliehen.

Preisträgerporträt

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Nachhaltigkeits-Netzwerk der Wirtschaft diskutiert Angebotsentwicklung der Zukunft
Stadt Dortmund kooperiert mit B.A.U.M.

Hamburg, 18.06.15 – Unter dem Motto "Angebote mit Zukunft gestalten" diskutieren Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik am 28. und 29. September auf der B.A.U.M.-Jahrestagung in Dortmund neue Ansätze für innovative Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle, die konsequent umwelt- und sozialverträglich gestaltet sind.

"Wir möchten Unternehmen auf unserer Jahrestagung Denkanstöße geben und praktische Lösungen aufzeigen, mit denen das Thema Nachhaltigkeit erfolgreich zur Zukunftssicherung beitragen kann", erläutert Prof. Dr. Maximilian Gege, Vorsitzender des Vorstandes von B.A.U.M., die Bedeutung des Themas für die Zukunft deutscher Unternehmen.

Auch für die Stadt Dortmund ist dies ein relevantes Thema: "Nachhaltigkeit ist ein zentraler Erfolgsfaktor im Zukunftskonzept der Stadt Dortmund und für den Strukturwandel der gesamten Region. Aus diesem Grund unterstützen wir die B.A.U.M.-Jahrestagung und Preisverleihung im Kongresszentrum Westfalenhallen. Ich lade im Namen der Stadt Dortmund alle Interessierten dazu ein, sich aktiv zu beteiligen, ihr Nachhaltigkeitsengagement darzustellen sowie sich mit hochkarätigen Experten auszutauschen", so Oberbürgermeister Ullrich Sierau.

Aus der Politik werden neben dem Dortmunder Oberbürgermeister auch NRW-Umweltminister Johannes Remmel sowie sein Kabinettskollege Garrelt Duin aus dem Wirtschafts- und Energieministerium an der B.A.U.M.-Jahrestagung teilnehmen.

In den thematischen Foren geht es um aktuelle Trends wie Big Data und Share Economy. Die Teilnehmer der Tagung tauschen sich dazu aus, wie sich Nachhaltigkeit in allen Unternehmensbereichen – Gebäude, Mobilität, Finanzierung u.a. – konsequent umsetzen lässt. Gleichzeitig wird der Frage nachgegangen, wie die Gesellschaft als ganze nachhaltiger werden kann – z.B. beim Konsumverhalten oder bei der Gestaltung der Arbeitswelt.

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Energieeffizienz ankurbeln und europäische Wirtschaft vorantreiben
Welcher Weg führt aus der Krise? B.A.U.M. liefert Antworten.

Hamburg, 12.03.15 – Europa braucht nachhaltige Investitionen, um wieder eine anhaltende Dynamik zu entwickeln. Dies will B.A.U.M. e.V. mit einem Modell unterstützen, das Privatvermögen über Genossenschaftsanteile aktiviert, damit die Energieeffizienz vorantreibt, zukunftsweisend die Wirtschaft ankurbelt und Beschäftigung bringt – nicht nur in Deutschland.

Professor Dr. Maximilian Gege, Vorsitzender des Bundesdeutschen Arbeitskreises für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e.V., liefert Antworten auf die Frage „Hat Europa eine Zukunft?". In dem gleichnamigen Buch von Stéphane Koch beschreibt Gege qualitatives Wachstum und wie es in Europa finanziert werden kann:

„Es gibt eine exorbitante Zunahme des Geld- und Anlagevermögens – das Geldvermögen ist allein in Deutschland auf rund 5,2 Billionen Euro gestiegen […].Ein erfolgreicher Lösungsansatz könnte sein, von dem vorhandenen Geldvermögen in Euro pro Jahr fünf Prozent für ein nachhaltiges Wachstum freiwillig in einen Zukunftsfonds zu investieren und zusätzlich parallel die Subventionen abzubauen. Dadurch würden Finanzmittel von Milliarden Euro freigesetzt, die zum größten Teil in die Zukunft unseres Planeten investiert werden könnten und Europa im Rahmen eines Zehn-Jahres-Zukunftsprogramms auf den wichtigsten Feldern noch wettbewerbsfähiger machen würden." (S. Koch, 2014, Hat Europa eine Zukunft, S. 95ff).

Der am 20.2.2015 auf Arte erschienene Artikel „Welcher Weg führt aus der Krise?" bringt das Thema Aktivierung von Kapitalvermögen in Europa mit „der Bürger selber als Motor" auf den Punkt und verweist auf das Konzept von Gege: „Geges Projekt setzt auf regionalen Wirtschaftsaufschwung und räumt Projekten mit ökologischer Ausrichtung Vorrang ein. Die Bürger einer Kommune können, wenn sie wünschen, in einen genossenschaftlichen „Zukunftsfonds" investieren." (info.arte.tv/de/eu-welcher-weg-fuhrt-aus-der-krise)

In Deutschland wird das Modell des Zukunftsfonds von B.A.U.M. z.Z. auch als Regionale EnergieEffizienz-Genossenschaften (REEG) etabliert. Die Genossenschaften sammeln Privatkapital von Bürgern gegen eine Dividende bzw. Verzinsung ein, um damit Energieeffizienzmaßnahmen in Unternehmen, in öffentlichen Einrichtungen und auch in Privathaushalten zu finanzieren, ohne dass die Nutzer eigene Mittel aufbringen müssen. Als innovatives Aktivierungs-, Technologietransfer- und Finanzierungsmodell bietet die REEG den Kommunen und Unternehmen, Bürgern, Vereinen und anderen Institutionen attraktive Vorteile: Sie alle können Geld in der REEG anlegen und die Dienstleistungen der Genossenschaft in Anspruch nehmen. So wird gemeinsam und zu aller Vorteil ein Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz erbracht und die Wertschöpfung bleibt in der Region, nach dem Motto: „Aus der Region – für die Region".

Das Konzept des Zukunftsfonds ist darauf ausgerichtet, den „schlafenden Riesen Energieeffizienz" zu wecken, indem Bürger sich über transparent nachvollziehbare und wirtschaftlich interessante Investitionen daran beteiligen können. Deshalb bewertete Dr. Peter Altmaier während seiner Zeit als Bundesumweltminister das Konzept wie folgt: „Das ist gut für die Umwelt, stärkt die Wettbewerbsfähigkeit und kann eine gute Geldanlage werden. Deshalb bin ich überzeugt: Über diese Idee werden wir noch viel diskutieren und sie kann zu einem wichtigen Baustein für eine größere Bedeutung der Energieeffizienz werden."

Wegen seiner herausragenden Potenziale wurde die Idee des Zukunftsfonds mit dem SPD-Innovationspreis 2013 ausgezeichnet sowie als „ausgezeichneter Ort" im Wettbewerb 2014 der Initiative „Deutschland – Land der Ideen" prämiert. Nun bietet sich die Chance, mit diesem Konzept auch außerhalb Deutschlands zur Aktivierung privaten Kapitals für nachhaltige Investitionen beizutragen. Dies ist auch ganz im Sinne der „Investitionsoffensive" des Europäischen Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, die Anreize für mehr private Investitionen schaffen soll. Mit der Investitionsoffensive wird eine Hebelwirkung beabsichtigt, durch die für jeden öffentlichen Euro bis zu 15 private Euro aktiviert werden sollen.

B.A.U.M. e.V. liefert aus der Praxis in Form der Energieeffizienzgenossenschaften Antworten, wie auch ohne staatliche Finanzierungshilfe private Investitionen in eine nachhaltige Wirtschaft erfolgreich aktiviert werden können. Das Modell der regionalen Energieeffizienzgenossenschaften ist mittlerweile nicht nur ein bundesweites Modell für „grünes" Wachstum, sondern kann seine Anwendung auch EU-weit finden.

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Stimmen zum Zukunftsfonds 

 

 

 

 


B.A.U.M.-Jahrbuch 2015
Nachhaltigkeit in der Lieferkette: zentrales Thema für zukunftsfähige Unternehmen

Hamburg/München, 09.01.15 - Angesichts globaler Wirtschaftsverknüpfungen reicht es nicht mehr, nur vor der eigenen Haustüre zu kehren. Nachhaltigkeit beginnt beim Produktdesign, setzt sich fort über Rohstoffgewinnung, Produktion und Handel und endet erst nach der Nutzung mit Fragen nach Entsorgung und Recycling. Eine wichtige Rolle spielen in dieser Kette sowohl die Einhaltung der Menschenrechte und sozialen Standards als auch der schonende Umgang mit Ressourcen und Ökosystemen.

Der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e.V., das größte europäische Netzwerk zur Förderung von Umwelt- und Nachhaltigkeitsengagement in der Wirtschaft, nimmt die unternehmerische Verantwortung für die Lieferkette ins Visier: Das soeben erschienene B.A.U.M.-Jahrbuch 2015 präsentiert neben den B.A.U.M.-Aktivitäten des zurückliegenden Jahres als thematischen Schwerpunkt die Handlungsmöglichkeiten entlang der Lieferkette.

„Ich freue mich", schreibt Bundesumweltministerin Barbara Hendricks in ihrem Vorwort, „dass sich B.A.U.M. der aktuellen Diskussion um Nachhaltigkeit in der Lieferkette annimmt. Denn im Zuge der Globalisierung der Wirtschaft, die ja nicht nur die großen, sondern auch die kleinen und mittleren Unternehmen betrifft, dürfen wir Umwelt-, Sozial- und Arbeitsschutzaspekte in den vorgelagerten Gliedern der Wertschöpfungskette nicht länger ausblenden. […] Wer in dieser Hinsicht als Unternehmen nachlässig agiert, der riskiert, ein besonders wichtiges Kapital zu verspielen: seine Glaubwürdigkeit."

Nachhaltigkeit rechnet sich immer

Nachhaltigkeit in der Lieferkette ist die Grundlage für erfolgreiches Wirtschaften. In zahlreichen Praxisbeiträgen beleuchtet das Jahrbuch u.a., wie Ressourcenverschwendung und Kosten reduziert werden können. Gleichzeitig bringen enge Lieferantenbeziehungen Transparenz und Stabilität für Unternehmen und verbessern die Innovationsfähigkeit aller Beteiligten: wichtige Voraussetzungen für ein langfristiges Bestehen am Markt.

Sind wir noch zukunftsfähig?

In Sachen Energie- und Ressourcenwende sieht B.A.U.M. insbesondere die nationale und internationale Politik gefordert. 2015 werden das G7-Treffen im Juni sowie die Weltklimakonferenz im Dezember zeigen, ob der Wille zu Veränderungen auf einer ausreichend breiten Basis steht und stark genug ist, um das so wichtige 2o-Ziel noch erreichen zu können. Auch in Deutschland muss die Energie- und Ressourcenwende von Politik, Unternehmen und Konsumenten gemeinsam aktiver und ambitionierter vorangebracht werden. Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit sind keine Widersprüche; dies dokumentieren auch die Portraits nachhaltig wirtschaftender Unternehmen im Jahrbuch.

Das B.A.U.M.-Jahrbuch entstand in Zusammenarbeit mit dem Münchener ALTOP Verlag, der als Herausgeber des Entscheider-Magazins „forum Nachhaltig Wirtschaften" große Expertise und ein starkes Netzwerk einbringt. Das Buch im Format DIN A4 ist durchgehend vierfarbig gedruckt, umfasst 244 Seiten und ist im Buchhandel unter der ISBN 978-3-925646-63-8 sowie direkt beim Verlag unter baum-jahrbuch@forum-csr.net erhältlich.


Auftakt zum bundesweiten Wettbewerb "Büro & Umwelt"
Wettbewerb sucht zum achten Mal die umweltfreundlichsten Büros Deutschlands

Frankfurt, 03.02.2015 - Der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e.V. hat heute auf der Paperworld-Messe in Frankfurt im Rahmen des Green Office Day den Wettbewerb „Büro &Umwelt" 2015 gestartet. Gesucht werden die umweltfreundlichsten Büros Deutschlands.

Beim Gedanken an Umweltauswirkungen durch Unternehmen schießen den meisten Menschen wohl am ehesten Bilder von Schadstoffeinträgen in Gewässer, Böden und Luft in den Kopf. Doch richtet man einen Blick auf die rund 17 Millionen Büroarbeitsplätze in Deutschland, wird klar: Im Handlungsfeld Büro bestehen große ökologische, aber auch damit einhergehende ökonomische Einsparpotenziale durch ressourcenschonendes Verhalten im Büro, eine energieeffiziente Arbeitsplatzgestaltung sowie eine nachhaltige Beschaffung von Büroausstattung. Hierauf möchte B.A.U.M. mit dem Wettbewerb „Büro & Umwelt" aufmerksam machen.

Knapp 40 Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland arbeiten im Büro. „Aufgrund dieser hohen Anzahl von Büroarbeitsplätzen in Deutschland kommt Umweltschutz und Nachhaltigkeit im Büro eine enorme Bedeutung zu", sagt Dieter Brübach, Vorstandsmitglied des B.A.U.M. e.V. „Besonders anschaulich wird dies beim Papierverbrauch. Rund die Hälfte unseres Papierverbrauchs entfallen auf Druck-, Presse- und Büropapiere. Durchschnittlich 40 bis 50 Blatt Papier verbraucht ein Büromitarbeiter täglich. Die auf diese Weise anfallenden 800.000 Tonnen Papier pro Jahr könnten ein Papierband von einem Meter Breite bilden, das 250 Mal um den Äquator passt! Hier kann sich also noch viel verbessern."

Der Wettbewerb richtet sich an Unternehmen aller Größenordnungen sowie an öffentliche und sonstige Einrichtungen und Verwaltungen. Die Teilnahme am Wettbewerb „Büro & Umwelt" ist bis zum 31. Mai online unter www.buero-und-umwelt.de möglich. Eine achtköpfige Fachjury wählt auf Grundlage der eingereichten Online-Fragebögen die umweltfreundlichsten Büros aus.

Die Bestplatzierten je Kategorie können bei der Preisverleihungsveranstaltung ihr vorbildliches Praxisbeispiel präsentieren und werden mit einer Urkunde und je 100.000 Blatt Recyclingpapier für ihr Engagement belohnt.

Gefördert wird der Wettbewerb „Büro & Umwelt" von den Unternehmen Antalis, memo, Schneider Schreibgeräte, Pilot Pen, Ludwig & Höhne sowie der Messe Frankfurt; zudem wird er unterstützt von zahlreichen Verbänden und Medien der Bürobranche.

Auf dem heutigen B.A.U.M.-Thementag zum „grünen" Büro, dem Green Office Day, wurde in Kooperation mit der Messe Frankfurt einerseits der Rahmen für den Start des Wettbewerbs „Büro & Umwelt" 2015 geboten. Darüber hinaus haben informative Fachvorträge zum Thema „Labels als Mittel zur Bewertung und Kommunikation von Nachhaltigkeitsaspekten bei der Büroausstattung" vielfältige Ideen und Anregungen zur Umsetzung von Umweltschutzmaßnahmen im Büroalltag geliefert. Ein Highlight waren die Diskussionsrunden mit Fachexperten und Praktikern rund um die Themen Labels und nachhaltige Beschaffung, die mit breitem Know – how und anschaulichen Praxisbeispielen wichtige Impulse für nachhaltiges Handeln im Büro setzen konnten.

Weitere Informationen zum Wettbewerb „Büro & Umwelt" 2015 sowie den Bewerbungsbogen finden Sie unter www.buero-und-umwelt.de.

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Auf nach Energieeffizienzland!
B.A.U.M. erhält Auszeichnung für sein Modell der Regionalen EnergieEffizienzGenossenschaften (REEG) – eine Innovation querfeldein für die ländlichen Räume

Hamburg/Norderstedt, 5.11.14 – Im bundesweiten Innovationswettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen" 2014 ist der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e.V. für die Idee „Regionale B.A.U.M. Zukunftsfonds – Genossenschaften für Energieeffizienz" als einer von 100 Preisträgern heute auf einer Festveranstaltung in Norderstedt geehrt worden.

Norderstedt ist neben Aachen und dem Landkreis Berchtesgadener Land eine von drei Pilotregionen in Deutschland, in der die ersten Regionalen EnergieEfizienzGenossenschaften (REEG) nach dem B.A.U.M.-Zukunftsfondsmodell eingerichtet und erprobt werden. Das Pilotprojekt wird vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert.

Mit dem REEG-Modell bekommen Kommunen beziehungsweise Regionen ein Instrument an die Hand, mit dem Energieeffizienzpotenziale in Unternehmen, kommunalen Einrichtungen und Privathaushalten leichter gehoben werden können. Die Genossenschaft kümmert sich nicht nur um die Beratung, Planung und Durchführung der Energieeffizienzmaßnahmen, sondern übernimmt auch die Finanzierung. Der Kunde muss keinen Euro Investitionsmittel aufbringen und kann trotzdem seine Energierechnung reduzieren. Die REEG refinanziert sich aus den Einsparungen. Die nötigen Mittel beschafft sich die REEG über ihre Mitglieder gegen eine attraktive Verzinsung oder über regionale Banken.

Die REEG sind ein neues, innovatives Modell für eine lebenswerte Zukunft auf dem Land wie in der Stadt. Sie sind Gemeinschaftshilfe zur Selbsthilfe in Verbundenheit zum Ort, zur Region, zur Heimat. Das Konzept fördert das grüne Wirtschaftswachstum in der Region, schafft neue Arbeitsplätze, reduziert Energiekosten sowie CO2-Emissionen. Und beflügelt die Energiewende in der Region.

Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen" und die Deutsche Bank zeichnen im Rahmen des Wettbewerbs gemeinsam Ideen und Projekte aus, die einen positiven Beitrag zur Gestaltung der ländlichen Räume und Regionen liefern und sie fit für die Zukunft machen. Der Wettbewerb 2014 steht unter dem Motto: „Innovationen querfeldein – Ländliche Räume neu gedacht". Gefragt waren gute Ideen und Projekte aus allen Regionen Deutschlands, die eine Plattform verdienen, auf der sie wahrgenommen werden. Denn diese Ideen sollen nationalen und internationalen Vorbildcharakter haben und als Inspiration für andere dienen.

Thomas Krönke, Filialdirektor der Deutschen Bank Norderstedt, überreichte für die Preisgeber die Auszeichnung „Ausgezeichneter Ort" an Prof. Dr. Maximilian Gege, Vorsitzender von B.A.U.M. e.V., mit den Worten: „Sie zeigen mit Ihrem REEG-Modell, wie auch ländliche Räume stark bleiben können – durch Initiative aus der Region, für die Region. Energieeffizienz ganz oder teilweise aus Einsparungen zu finanzieren, ist ein intelligenter Weg, die Energiewende voranzubringen."

Thomas Krönke begründete das langjährige Engagement der Deutschen Bank im Wettbewerb mit den Worten: „Der Einfallsreichtum und die Leidenschaft der Menschen, mit denen sie Zukunft in unserem und für unser Land gestalten, verdienen eine Bühne, auf der sie wahrgenommen werden."

Prof. Dr. Maximilian Gege, Erfinder der Zukunftsfondsidee, kommentierte die Auszeichnung: „B.A.U.M. ist sehr stolz, ein ‚Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen‘ zu sein und mit der Zukunftsfondsidee und dem Modell REEG ein innovatives Instrument zur Weckung des schlafenden Riesen Energieeffizienz bereitstellen zu können. Die bisherigen Erfahrungen im Pilotprojekt zeigen, dass sich unser neues Modell der Energieeffizienzgenossenschaft ganz besonders für ländliche Räume eignet."

Die 100 Preisträger im Wettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen" 2014 wurden von einer Expertenjury aus Wissenschaftlern, Wirtschaftsmanagern, Journalisten und Politikern gemeinsam mit einem sechsköpfigen Fachbeirat aus 1.000 Bewerbungen ausgewählt. B.A.U.M. e.V. erhielt für sein Modell „Genossenschaften für Energieeffizienz" die Auszeichnung in der Kategorie Umwelt.

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B.A.U.M. zum 30. Jubiläum in neuem Gewand
B.A.U.M. e. V. geht mit neuer Website an den Start

Hamburg, 3.11.14 – Zum 30. Jubiläum erscheint B.A.U.M. in neuem Gewand! Das Logo wurde aufgefrischt und das Netzwerk nachhaltig wirtschaftender Unternehmen hat einen neuen Internetauftritt: moderner, heller, besser strukturiert.

Unter www.baumev.de ist die neue Website des Bundesdeutschen Arbeitskreises für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e. V. ab heute online. Heller und moderner im Aussehen präsentiert sie Nachrichten, Veranstaltungshinweise und die vielfältigen Arbeitsfelder des Netzwerks für nachhaltiges Wirtschaften.

"Wir haben das 30-jährige Bestehen von B.A.U.M. zum Anlass genommen, unser Logo und unsere Website überarbeiten zu lassen. So wollen wir auch optisch zeigen, dass B.A.U.M. mit der Zeit geht", erläutert der B.A.U.M.-Vorsitzende Prof. Dr. Maximilian Gege. Das neue Logo hatte Gege bereits im Rahmen der B.A.U.M.-Jahrestagung am 29./30. September 2014 vorgestellt.

Zentrale Themen von B.A.U.M. sind u. a. die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen (CSR), Klimaschutz, Energieeffizienz, Mobilität, nachhaltige Stadtentwicklung oder die Bewahrung der Biodiversität.

B.A.U.M. unterstützt mit zahlreichen Projekten, die auf www.baumev.de dargestellt werden, aktiv die Energiewende in Deutschland. Ganz aktuell geht es in der Arbeit des Netzwerks um Genossenschaften zur Förderung von Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien sowie um energetische Sanierung im Gebäudebereich.

Stark aufgestellt ist B.A.U.M. seit Jahren auch im Bereich Mobilität. Die Experten des Netzwerks beraten Unternehmen im betrieblichen Mobilitätsmanagement und unterstützen sie bei der Umsetzung von ökologisch wie ökonomisch sinnvollen Maßnahmen für eine nachhaltig effiziente und umweltfreundliche Mobilität.

Für die Gestaltung der neuen Website dankt B.A.U.M. der Qonex Werbeagentur GmbH, die B.A.U.M. das neue Design zum Jubiläum geschenkt hat, für die Umsetzung der DEVinitiv – S. Handke & F. Jankl GbR, die die Websites des Netzwerks seit Jahren kompetent betreut.

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Bemerkenswerter Einsatz für die Umwelt im Büroalltag
Preisverleihung beim B.A.U.M. Wettbewerb "Büro & Umwelt" 2014

Köln, 23.10.2014. Auf der ORGATEC-Messe in Köln wurden heute Deutschlands umweltfreundlichste Büros ausgezeichnet. Bei dem vom Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e.V. bereits zum siebten Mal organisierten Wettbewerb „Büro & Umwelt" hatten sich zahlreiche Unternehmen der unterschiedlichsten Branchen und Größen beworben.

Den ersten Platz in der Kategorie der Großunternehmen mit über 500 Mitarbeitern belegte die Union Investment Privatfonds GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main, die vor allem durch die beiden großen Themenfelder „energieeffiziente Arbeitsplätze" und „nachhaltige Beschaffung" signifikante Beiträge zum Umweltschutz im Büroalltag leisten. So sind alle Arbeitsplätze mit Rechnern, Monitoren und Druckern ausgestattet, die - sofern es am Markt verfügbar ist - mit dem ‚EPEAT Gold Level‘ oder mit dem ‚Blauen Engel‘ zertifiziert sind. Bei der Beauftragung von Dienstleistungen und der Beschaffung von Waren werden als wichtiges Kriterium die Umweltauswirkungen im Hinblick auf die Herstellungs-, Nutzungs- und Entsorgungsphase, aber auch soziale Aspekte berücksichtigt; weitere CO2-Emissionen werden u.a. über das klimaneutrale Versenden aller Briefe und Pakete eingespart. Zudem werden die Abfallmengen der Bürostandorte regelmäßig analysiert und der Prozess in Rücksprache mit den Entsorgern kontinuierlich optimiert.

Das Engagement zeigt Wirkung: Seitdem der Umweltschutz 2010 im Büroalltag fest verankert wurde, konnten schon mehr als 20 Prozent des Energieverbrauchs, fast 50 Prozent der CO2-Emissionen und mehrere hundert Tonnen Papier reduziert werden.

Das Wissenschafts- und Kongresszentrum Darmstadt (darmstadtium) führt das Bewerberfeld unter den Preisträgern in der Kategorie „Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern" an. „Nachhaltigkeit ist  gleichzeitig strategische Ausrichtung und Grundlage für den Betrieb des Kongresszentrums", erklärt Geschäftsführer Lars Wöhler. Das moderne Kongresszentrum ist damit nicht nur im Veranstaltungsbetrieb ein Vorzeigeobjekt für Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und intelligente Energienutzung - auch im Büro ist das Umweltengagement tief verankert. Interne Unternehmensrichtlinien für den Einkauf von Waren und Dienstleistungen bevorzugen Produkte, die Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte erfüllen. Von Büromaterial über Elektrogeräte bis zu Hygieneartikeln reicht die Bandbreite der berücksichtigten Produkte; die Möbel sind zertifiziert. Auch die Räumlichkeiten des Wissenschafts- und Kongresszentrums sind nach Nachhaltigkeitskriterien gestaltet: Die beiden Großraumbüros sind in mehrere Lichtsektoren eingeteilt, deren Lichtintensität über ein Touchpanel tageszeitabhängig eingestellt werden kann, um bei unterschiedlicher Nutzungsdichte der Arbeitsplätze eine angemessene und gleichzeitig energiesparende Beleuchtung zu gewährleisten.

Die Mitarbeiter (er-)leben Nachhaltigkeit im Büro nicht nur durch ihr direktes ressourcenschonendes Arbeitsplatznutzungsverhalten: Sie werden zudem mit Früchten der Saison versorgt; die Initiative „fruitful office" pflanzt für jeden ausgelieferten Obstkorb einen Baum in Afrika. Weiterhin wurden die Mitarbeiter sowie die im darmstadtium arbeitenden Dienstleister (Catering und Reinigung) in einem Seminar zu Nachhaltigkeitsberatern ausgebildet. Daraus ist eine Nachhaltigkeitsgruppe entstanden, die regelmäßig die Kolleginnen und Kollegen über nachhaltige Aktivitäten informiert und u.a. auf Umweltfreundlichkeit im Büroalltag achtet.

Bei den kleinen Unternehmen mit bis zu 20 Mitarbeitern ging die p.i.t. Organisationsberatung aus Berlin als Sieger hervor. In dem Netzwerk aus Trainer/innen und Berater/innen wird allgemein nach den Prinzipien der Ganzheitlichkeit, Verantwortung und positiver Verstärkung gearbeitet. Bereits Ende der achtziger Jahre führte die Organisationsberatung bereits selbst Seminare zu Umweltschutz im Büro durch, so dass Nachhaltigkeit und umweltbewusstes, zukunftsorientiertes und ressourcenschonendes Verhalten mittlerweile ein Querschnittsthema in allen Trainings und Beratungsaufträgen ist, und natürlich auch im eigenen Betrieb täglich gelebt wird. So werden beispielsweise ausschließlich Büromöbel ohne Verpackungsmaterial zum Wegwerfen bezogen und diese bei Bedarf auch eigenständig repariert. Besonders papiersparend: Für Tagesnotizen werden polierte Notizsteine statt Papier verwende. Sofern doch Papier zum Einsatz kommt und dieses geheftet werden muss, werden klammerlose Heftungen verwendet. Auch bei den Elektrogeräten steht die Ressourcenschonung im Vordergrund - alte Geräte werden grundsätzlich überholt und leistungsfähiger gemacht. 

In der Kategorie „Behörden, Verwaltungen und andere Einrichtungen/Institutionen" wurde das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung e.V., ebenfalls aus Berlin,mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Unter dem Dach des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung e.V. arbeiten 680 Mitarbeitende von Diakonie Deutschland und Brot für die Welt.


Der hohe Stellenwert des Themas „Umweltschutz im Büro" wird nicht nur durch die EMAS-zertifizierung des Werks und die CO2-Kompensation des Gebäudebetriebs sichtbar – Im Mittelpunkt steht das Stichwort „öko-faire Beschaffung", d.h. die Ausrichtung des Beschaffungswesens an ökologischen und sozialen Standards. Grundsätze für die Anwendung der Beschaffungskriterien liegen u.a. in einer ausschließlichen Berücksichtigung von Produkten, die durch die Zertifizierung einer unabhängigen Organisation oder eine entsprechende Selbstverpflichtungserklärung nachweisen, dass sie nach den Kernarbeitsnormen der International Labor Organization hergestellt wurden. Des Weiteren sollen ausschließlich strahlungs- und schadstoffarme, energieeffiziente und wassersparende Produkte gekauft werden.

 „Unsere Preisträger zeigen, wie vielfältig Nachhaltigkeit in den Büroalltag integriert werden kann", sagt B.A.U.M.-Vorstandsmitglied Dieter Brübach und ergänzt: „Die beim Wettbewerb ausgezeichneten Unternehmen zeichnen sich alle dadurch aus, dass Umweltaspekte bei ihnen besonders stark und ganzheitlich berücksichtigt werden. Aber auch kleine Maßnahmen zum Umweltschutz am Arbeitsplatz können schnell eine große Wirkung entfalten, wenn man bedenkt, dass in Deutschland rund 17 Millionen Menschen an Büroarbeitsplätzen beschäftigt sind."

Der Wettbewerb „Büro & Umwelt" richtete sich an Unternehmen aller Größenordnungen sowie an öffentliche Einrichtungen und Verwaltungen. Unterstützt wurde der Wettbewerb „Büro & Umwelt" von zahlreichen namhaften Unternehmen und Medien der Bürobranche. Die Preisverleihung fand im Rahmen des „Sustainability Day", einer gemeinsam mit der Koelnmesse organisierten Fachtagung zum Themenbereich Nachhaltigkeit im Büro auf der ORGATEC-Messe in Köln statt.

Der Startschuss für den Wettbewerb 2015 wird am 03.02.2015 auf der paperworld-Messe in Frankfurt im Rahmen des von B.A.U.M. und der Messe Frankfurt ausgerichteten „Green Office Day" fallen. Ausführliche Informationen zum Wettbewerb und der Preisverleihung finden sich unter www.buero-und-umwelt.de.

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"Ein ehrbarer Kaufmann denkt und handelt heute auch nachhaltig."
B.A.U.M.-Umweltpreis 2014 – B.A.U.M.-Jahrestagung 2014 zum 30-jährigen Jubiläum
 
Hamburg, 29. September 2014. "Wir hatten bereits am ersten Tag Diskussionen, die nahtlos an Beiträge um Energiewende, Windenergie oder Klimagipfel anknüpfen; Preisträger, die ihr operatives Management auf Nachhaltigkeit ausrichten - und einen historischen Versammlungsort geradezu gemacht für ein aktuelles Thema", bilanzierte Prof. Dr. Maximilian Gege, Vorsitzender und Mitgründer des Bundesdeutschen Arbeitskreises für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e.V. den ersten Tag der diesjährigen B.A.U.M.-Jahrestagung. Über 500 Gäste nahmen teil.

"Als Gastgeber der Jahrestagung freuen wir uns, Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit bei uns zu haben. In den 30 Jahren ist aus B.A.U.M eine schlagkräftige Truppe geworden. Ohne das persönliche Engagement von Professor Gege aber wäre B.A.U.M. nicht so weit gekommen. 30 Jahre B.A.U.M., das bedeutet nachhaltiges Engagement für nachhaltiges Wirtschaften", begrüßte Fritz Horst Melsheimer, Präses der Handelskammer, "prominente Redner, wie sie hochkarätiger nicht sein könnten."

Senatorin Jutta Blankau, Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, schickte im Grußwort typisch hamburgisch voraus: "Ich kann nur zu 30 Jahren B.A.U.M. gratulieren. B.A.U.M. gebührt das Verdienst, dass Ökonomie und Ökologie zusammen gewachsen sind und dies von Unternehmen immer stärker berücksichtigt wird. Ein ehrbarer Kaufmann denkt und handelt heute auch nachhaltig."

Dabei steht nicht nur die Energiewende auf der Agenda, so Prof. Dr. Claudia Kemfert, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Professorin für Energieökonomie, Berlin: "Wir müssen weiterdenken und zusätzlich zur Energiewende beim Strom auch ein globales Umdenken in der Mobilität und bei der Wärme vorantreiben. Zum einen gehen die fossilen Ressourcen zu Ende. Zum anderen stammen Öl und Gas oft aus Regionen, die politisch sehr instabil sind."

Bundesumweltminister a. D. Prof. Dr. Klaus Töpfer sprach eine provokante Keynote zum Leitthema der Tagung: "Mehr als Effizienz. Herausforderungen und Chancen für Unternehmen, Konsumenten und Politik". Er appellierte an Politik und Wirtschaft: "Aus einer Sonnenschein-Aufgabe wurde eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Nachhaltiges Wirtschaften ist heute kein Teilbereich mehr. Vielmehr können Unternehmen damit ihre wirtschaftliche Zukunft sichern. Dabei ist B.A.U.M. eine treibende Kraft seit nunmehr 30 Jahren", so Töpfer. "Denn es kommt drauf an, für notwendige Ideen die Zeit zu bereiten. Dabei geht es nicht nur um die Ideen selbst, sondern auch um die Kärrner-Arbeit, diese umzusetzen."

 

Das bestätigen die Träger des Umweltpreises 2014: Achim Lohrie, Tchibo GmbH; Alexander Otto, ECE Projektmanagement GmbH. & Co. KG; Michael Ungerer, Dr. Monika Griefahn, AIDA Cruises; Dr. Markus Miele, Dr. Reinhard Christian Zinkann, Miele & Cie. KG; Kerstin und Uli Overmeyer, Overmeyer Landbaukultur; Prof. Dr. Götz E. Rehn, Alnatura Produktions- und Handels GmbH; Brigitte Kruse, Dr. Jens Wichtermann, Vaillant Group; Anton-Wolfgang Graf von Faber-Castell, Faber-Castell Aktiengesellschaft; Tanja Gönner, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ); Söhne Mannheims; Michael Bauchmüller, Süddeutsche Zeitung; Prof. Dr. Eberhard Jochem, IREES - Institut für Ressourceneffizienz und Energiestrategien und Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI).

Der Internationale B.A.U.M.-Sonderpreis ging an Jane Goodall, Ph.D., The Jane Goodall Institute.

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Preisträger des B.A.U.M.‐Umweltpreises 2014 – Verleihung 29./30.9.2014 Handelskammer Hamburg
Umweltpreis 2014: "Wer eine Brücke schlägt zwischen Wirtschaft und Umwelt,
handelt nachhaltig gewinnbringend – unternehmerisch und ökologisch."

Hamburg, 10. September 2014. Der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e.V. feiert am 29. und 30. 9. 2014 in der Handelskammer Hamburg im Rahmen seiner Jahrestagung 30‐jähriges Jubiläum. Einer der Höhepunkte ist die Verleihung des B.A.U.M.‐Umweltpreises 2014 sowie des Internationalen B.A.U.M.‐Sonderpreises. Prof. Dr. Maximilian Gege, B.A.U.M.‐Mitbegründer und Vorsitzender: „Mit unserem Preis zeichnen wir diejenigen aus, die den Spagat zwischen Ökonomie und Ökologie meistern. Sie schlagen dank ihres Engagements eine heute immer tragfähigere Brücke zwischen Umwelt und Wirtschaft. So wachsen beide nachhaltig zusammen. Dabei würdigen wir in erster Linie die Macher aber zugleich die Institutionen, in denen sie wirken können, seien es große, mittlere oder kleinere Betriebe, Medien oder Forschungseinrichtungen."

Die Preisträger und ihre Unternehmen:

Tchibo GmbH, Achim Lohrie; ECE Projektmanagement GmbH. & Co. KG, Alexander Otto; AIDA Cruises, Michael Ungerer, Dr. Monika Griefahn; Miele & Cie. KG , Dr. Markus Miele, Dr. Reinhard Christian Zinkann; Overmeyer Landbaukultur, Kerstin und Uli Overmeyer; Alnatura Produktions‐ und Handels GmbH, Prof. Dr. Götz E. Rehn; Vaillant Group, Dr. Jens Wichtermann, Brigitte Kruse; Faber‐Castell Aktiengesellschaft, Anton‐Wolfgang Graf von Faber‐Castell; Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, Tanja Gönner; Söhne Mannheims; Süddeutsche Zeitung, Michael Bauchmüller; IREES ‐ Institut für Ressourceneffizienz und Energiestrategien und Fraunhofer‐Institut für System und Innovationsforschung (ISI), Prof. Dr. Eberhard Jochem; Internationaler B.A.U.M.‐Sonderpreis, Ph. D., DBE, Jane Goodall ‐The Jane Goodall Institute.

Die B.A.U.M.‐Jubiläumsveranstaltung und Jahrestagung selbst folgen einem aktuellen Leitthema, das der laufenden Wertediskussion um Energieeinsparung, Maßhalten und Nachhaltigkeit folgt. Der Titel: "Mehr als Effizienz – Herausforderungen und Chancen für Unternehmen, Konsumenten und Politik". Gege: "Vor 30 Jahren kümmerte das Thema eher am Rande dahin. Heute zählt B.A.U.M. 550 Unternehmen und Institutionen als Mitglieder und ist eines der größten Netzwerke zum Umweltmanagement. Öffentlichkeit und Politik diskutieren heute intensiv über Energie und Effizienz. Das ist gut so. Wir richten aber den Blick weiter in die Zukunft. Denn es wird immer deutlicher, dass Effizienzsteigerungen allein nicht ausreichen, um etwa die Klimaziele 2030 und 2050 zu erreichen. Wir müssen uns fragen, welche sozialen und gesellschaftlichen Veränderungen die technischen Effizienzsteigerungen begleiten müssen. Oder wie ein entsprechender Wandel bei Konsum und Lebensstilen der Verbraucher zu erreichen ist."

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Primatenforscherin Jane Goodall erhält Internationalen B.A.U.M.-Sonderpreis
Umweltaktivistin und UN Friedensbotschafterin zu Gast bei 30‐Jahr-Feier von B.A.U.M.

Hamburg, 1. August 2014. Persönlich entgegennehmen wird Dr. Jane Goodall den Internationalen Sonderpreis 2014 des Bundesdeutschen Arbeitskreises für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e.V. B.A.U.M.‐Mitgründer Prof. Dr. Maximilian Gege überreicht die Auszeichnung im Rahmen der Jubiläumsfeier zum 30‐jährigen Bestehen von B.A.U.M. am 29.9.2014, 17 Uhr. Das herausragende kammermusikalische Frauen‐Quartett Salut Salon gibt am Abend ein Benefizkonzert zu Gunsten des Jane Goodall Instituts Deutschland. Der B.A.U.M.‐Sonderpreis geht seit 2004 an Persönlichkeiten, die sich für den internationalen Natur‐ und Umweltschutz bzw. im sozialen Bereich engagieren.

Die Primatenforscherin, Umweltaktivistin und UN‐Friedensbotschafterin Dr. Jane Goodall ist am 3. April 2014 80 Jahre alt geworden. Gege: „Unser Preis ist auch ein verspätetes Geburtstagsgeschenk. Wir ehren damit eine Grande Dame, die trotz ihres Alters durch die Welt reist, um mit Charme und sanftem Nachdruck für ihre Themen zu werben. Ich erinnere sehr gut: Die Bilder der jungen Frau im Dschungel, die mit ihrer Forschung über Schimpansen das Bild des Menschen von sich selbst revolutionierte, kamen in den 60er und 70er Jahren über die Medien in die Wohnzimmer. Die gleichen Bilder gehen noch heute um die Welt und machen aus Jane Goodall eine moralische Instanz. Ihr gelingt es, Menschen zu inspirieren, sich für die Zukunft des Planeten einzusetzen, für Mensch, Tier und Umwelt. Wir freuen, dass sie uns persönlich bei unserer Feier die Ehre gibt."

Die B.A.U.M.‐Veranstaltung 2014 steht unter dem Zeichen zweier Jubiläen. B.A.U. M., die von Dr. Georg Winter initiierte Umweltschutzorganisation der Wirtschaft, wird 30; Professor Gege, der B.A.U.M. 1984 mitbegründete und seither als geschäftsführendes Vorstandsmitglied sowie seit 2005 als Vorsitzender aktiv ist, wird 70 Jahre alt. Damit dürfte Gege bundesweit einer der dienstältesten Vorsitzenden eines derartigen Netzwerks sein. Die Veranstaltung unter Schirmherrschaft von Günther H. Oettinger, Mitglied der Europäischen Kommission mit Zuständigkeit für Energie, findet am 29./30. September 2014 in der Handelskammer Hamburg statt. Der Fokus: Energiewende. Neben der Verleihung des Internationalen B.A.U.M.‐Sonderpreises vergibt B.A.U.M. den Umweltpreis 2014 in verschiedenen Kategorien. Er honoriert „Macher Macher", die das Umwelt‐ und Nachhaltigkeitsmanagement verantworten und operativ umsetzen.


"Mehr als Effizienz": Programmatisches Tagungsthema zum Jubiläum
100 Jahre: B.A.U.M. e.V. wird 30 Jahre ‐ Mit‐Gründer Prof. Dr. Maximilian Gege feiert 70. Geburtstag

Hamburg, 25. Juli 2014. Die Jahrestagung 2014 des Bundesdeutschen Arbeitskreises für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e.V. steht unter dem Zeichen zweier Jubiläen. B.A.U. M., die von Dr. Georg Winter initiierte Umweltschutzorganisation der Wirtschaft, wird 30; Professor Dr. Maximilian Gege, der B.A.U.M. 1984 mitbegründete und seitdem als geschäftsführendes Vorstandsmitglied sowie seit 2005 als Vorsitzender aktiv ist, wird 70 Jahre alt. Damit dürfte Gege bundesweit einer der dienstältesten Vorsitzenden eines derartigen Netzwerks sein. Die Jubiläumsveranstaltung unter der Schirmherrschaft von Günther H. Oettinger, Mitglied der Europäischen Kommission mit Zuständigkeit für Energie, findet am.29./30. September 2014 in der Handelskammer Hamburg statt. Sie wird eröffnet von Fritz Horst Melsheimer, Präses der Handelskammer Hamburg und Prof. Gege. Der Fokus der Veranstaltung liegt auf dem aktuellen Thema: Energiewende.

Angesichts des Doppeljubiläums ist die Tagung 2014 auch ein persönlicher Rückblick auf drei Jahrzehnte Engagement für nachhaltiges Wirtschaften. Sie trägt aber gleichsam einen programmatischen Titel, der auf die aktuelle Wertediskussion um Maßhalten und Wachstum abstellt: "Mehr als Effizienz ‐ Herausforderungen und Chancen für Unternehmen, Konsumenten und Politik". Gege: „ Unter diesem Leitmotiv werden wir den Blick entschieden in die Zukunft richten. Denn es wird immer deutlicher, dass Effizienzsteigerungen allein nicht ausreichen, um etwa die Klimaziele 2030 und 2050 zu erreichen." Auf der Agenda der Veranstaltung stehen daher neben ökonomischen und ökologischen Themen auch gesellschaftspolitisch gelenkte Leitfragen:

  • Welche gesellschaftlichen Innovationen sind zusätzlich zu technischen Effizienzsteigerungen nötig?
  • Welche Innovationen bei Produkten, Produktionstechniken und Geschäftsmodellen sind erforderlich?
  • Welche Leitplanken muss die Politik setzen?
  • Wie sind entsprechende Veränderungen bei Konsum und Lebensstilen der Verbraucher zu erreichen?

Einer der Höhepunkte der Veranstaltung ist die Verleihung des B.A.U.M.‐ Umweltpreises 2014 sowie des Internationalen B.A.U.M.‐Sonderpreises. Mit dem Umweltpreis zeichnet B.A.U.M. seit 1993 Einzelpersonen, keine Organisationen aus. Er honoriert so ausdrücklich die Arbeit der „Macher", die das Umwelt und Nachhaltigkeitsmanagement verantworten und operativ umsetzen. Außerdem werden Journalisten und Wissenschaftler geehrt, die sich um Umweltschutz und Nachhaltigkeit verdient gemacht haben. Der Sonderpreis geht seit 2004 an Persönlichkeiten, die sich auf besondere Weise für den internationalen Natur‐ und Umweltschutz bzw. im sozialen Bereich engagieren.

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