Carbon Footprint: ein wichtiger Aspekt bei der Veranstaltungsorganisation

Eine Analyse der Klimawirkung der diesjährigen B.A.U.M.-Jahrestagung ergibt weiteres Verbesserungspotenzial besonders im Bereich Mobilität.

Auch in diesem Jahr wird die B.A.U.M.-Jahrestagung klimaneutral gestellt. Übernommen hat dies das B.A.U.M.-Mitgliedsunternehmen ForestFinance, das nicht nur die durch Energieverbrauch während der Tagung oder durch das Catering verursachten Emissionen berücksichtigte, sondern durch eine vor Ort durchgeführte Umfrage auch die Anreise der Teilnehmenden in die Berechnung des Carbon Footprint einbezog.

Das Ergebnis: Insgesamt wurden durch die Tagung CO2-Emissionen in Höhe von 31 t CO2e in die Atmosphäre entlassen. Die Kompensation erfolgt durch Aufforstung im Projekt "CO2OL Tropical Mix Reforestation, Panama". Konkret bedeutet dies, dass in der Provinz Darién in Panama auf einer Fläche von ca. 0,12 Hektar ungefähr 136 Bäume gepflanzt werden.

Der größte Anteil der verursachten CO2-Emissionen (63,31 %) entfällt auf die Anreise der Tagungsteilnehmer. Das Catering liegt mit 26,17 % auf Platz zwei. Dies zeigt, dass selbst bei einer Tagung, bei der Klimaschutzaspekte bereits bei der Planung konsequent berücksichtigt wurden, noch Potenzial für Verbesserungen ist.

Besonders interessant ist, dass mehr als die Hälfte der Teilnehmenden mit dem Pkw angereist ist und die Auslastung im Mittel bei lediglich 1,62 Personen/Fahrzeug lag. Angesichts der Tatsache, dass die durchschnittlichen Treibhausgasemissionen bei der Anreise mit dem Pkw mit 35,52 kg/Person mehr als doppelt so hoch sind wie bei der Anreise mit der Bahn (14,74 kg/Person), kann bei der Einladung zu Veranstaltungen nur ganz dringend zu einer Anreise mit öffentlichen Verkehrsmittel aufgefordert werden!

Bei dem Projekt "CO2OL Tropical Mix Reforestation, Panama", durch das die CO2-Emissionen der B.A.U.M.-Jahrestagung kompensiert werden, handelt es sich um das weltweit erste Aufforstungsprojekt, das mit CCB Standard, FSC Standard sowie CarbonFix Standard zertifiziert ist. Durch diese Mehrfachzertifizierung entspricht das Projekt den Empfehlungen des WWF, der zu einer Kombination aus FSC Standard (für nachhaltige Bewirtschaftung), einem bilanzierenden Standard (CarbonFix) und einem Standard, der die sozialen und weiteren ökologischen Vorteile des Projekts fokussiert (CCB Standard) rät.