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GEPRÜFT UND FÜR GRÜN BEFUNDEN

Nach der Zertifizierungsperiode 2022 steht nun fest: Es sind über 200 Ökostromtarife mit dem Grüner Strom-Label ausgezeichnet. Insgesamt 51 Energieversorger setzen damit auf das Ökostrom-Label der Umweltverbände. Das Grüner Strom-Label garantiert 100 Prozent echten Ökostrom sowie Investitionen in die Energiewende.

Zehn Energieanbieter durchliefen in dieser Zertifizierungsperiode zum ersten Mal das vollständige Prüfprocedere. Alle Gutachten wurden von der unabhängigen Zertifizierungsstelle GUTcert und dem Vorstand des B.A.U.M.-Mitglieds Grüner Strom Label e.V. validiert.

"Es ist sehr erfreulich, dass sich in den vergangenen zwei Jahren einige neue Energieanbieter dazu entschlossen haben, ihre Ökostromtarife nach unseren strengen Kriterien zertifizieren zu lassen.", so die stellvertretende Vorstandsvorsitzende Rosa Hemmers (EUROSOLAR e.V.). "Auch in den aktuellen Diskussionen um die Verlängerung des Betriebs von Atom- und Kohlekraftwerken darf nicht vergessen werden, dass die Energiewende schnellstmöglich erfolgen muss. Von uns gelabelte Ökostromtarife tragen dazu bei."

Einer der Energieanbieter mit einem erstmalig geprüften Ökostromtarif ist die Knauber Erdgas GmbH. Das regional verankerte Familienunternehmen und den Grüner Strom Label e.V. verbindet nicht nur der Sitz in Bonn, sondern auch der Einsatz für eine nachhaltige Entwicklung. "Wir sind stolz, Partner des Grüner Strom Label e.V. zu sein.", so Lars Rochow, Leiter der Vertriebssteuerung und des Produktmanagements der Knauber Erdgas GmbH. "Uns begeistert daran, dass wir unsere eigenen Ideen für nachhaltige Projekte einbringen und umsetzen können. Mit der Solaranlage für das Bonner Tierheim haben wir gemeinsam mit unseren Kunden die Möglichkeit, einen persönlichen Beitrag zum Klimaschutz in unserer Nachbarschaft zu leisten."

Kernkriterium der Grüner Strom-Zertifizierung ist, dass die Stromanbieter mit einem festen Betrag je verkaufter Kilowattstunde den Ausbau Erneuerbarer Energien fördern. Die garantierten Investitionen fließen in vielfältige Energiewende-Projekte, wie zum Beispiel in die Installation derPhotovoltaik-Anlage auf dem Dach des Bonner Tierheims. Den gewonnenen Strom kann das Tierheim direkt für sich nutzen, sodass dafür die Stromkosten entfallen. Damit kann die auf Spenden angewiesene Einrichtung vorhandene Gelder besser für die Pflege der Tiere aufwenden.

Ein anderes Projekt wurde in Mecklenburg-Vorpommern realisiert: Mit dem Förderbetrag des Grüner Strom-Labels wurde in Neustadt-Glewe der Mehrzweck-Batteriespeicher "WBS" 500 in Betrieb genommen. Durch Speicher können die Schwankungen, die bei der Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien, wie Wind und Sonne entstehen, ausgeglichen werden. Darüber hinaus sind sie vielseitig nutzbar, zum Beispiel auch zum Laden von Elektrofahrzeugen. So wurden im Nachgang 17 öffentliche Ladesäulen mit insgesamt 513 Kilowatt im WEMAG Stromnetzgebiet errichtet. Diese Projekte sind unter anderem den WEMAG-Kund:innen des Tarifs "Ökostrom Aktiv" zu verdanken.

Insgesamt wurden seit 1999 mehr als 1.800 Energiewende-Projekte mit über 90 Millionen Euro durch die Gütesiegel mitfinanziert. Die Kofinanzierung mit Grüner Strom- und Grünes Gas-Fördergeldern lösten Gesamtinvestitionen von schätzungsweise 500 Millionen Euro in nachhaltige Zukunftsprojekte aus. Da es sich meist um eine Teilförderung handelt, liegen die tatsächlich investierten Gelder etwa um das 5,5-Fache höher.





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