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ARTENSCHÜTZER UND FRANZÖSISCHE BEHÖRDEN VERNICHTEN 1,8 TONNEN ELFENBEIN

Ende November wurden im französischen Reims 1,8 Tonnen Elfenbein vernichtet. Im Vorfeld der Aktion waren Privatpersonen dazu aufgerufen worden, Elfenbeingegenstände wie Stoßzähne, Dekoartikel oder Schmuckstücke abzugeben. Ziel der Elfenbeinvernichtung auf Initiative des B.A.U.M.-Mitglieds IFAW und des Französischen Büros für Biodiversität (OFB) ist es, den Handel mit Elfenbein einzudämmen und das Bewusstsein für die Problematik des Handel zu schärfen, der jedes Jahr für den Tod von Tausenden von Elefanten verantwortlich ist. Unterstützt wurde die Aktion durch mehrere französische Ministerien, die International Union for the Conservation of Nature (IUCN) in Frankreich sowie den französischen Zoll.

Die Kampagne "Ich gebe mein Elfenbein ab" wurde 2015 von der Tier- und Artenschutzorganisation IFAW ins Leben gerufen, um Privatpersonen zu ermöglichen, ihre unerwünschten Elfenbeingegenstände wie Stoßzähne, Dekoartikel oder Schmuckstücke straffrei abzugeben. Ein voller Erfolg: Im Zuge der Aktion haben der IFAW (International Fund for Animal Welfare), das OFB und der französische Zoll Hunderte von Elfenbeinstücken aus Privatbesitz erhalten. Insgesamt 1,8 Tonnen Elfenbein aus diesen Beständen sowie weitere Stücke aus Beschlagnahmungen wurden jetzt vernichtet, damit diese nicht mehr in den Kreislauf des illegalen Handels zurückgelangen. Dafür wurde das Elfenbein zunächst zerkleinert und dann verbrannt.

"Allein die große Menge der gesammelten Gegenstände und der wachsende Zuspruch seit der ersten Sammlung zeigt, wie wichtig es ist, Privatpersonen eine sichere Lösung anzubieten, um sich von ihrem Elfenbein zu trennen. Sei es aus ethischer Überzeugung oder weil sie es nach den jüngsten Änderungen der Vorschriften nicht mehr legal verkaufen können", erklärt Robert Kless, Leiter des IFAW Deutschland. "Der Elfenbeinhandel bleibt eine große Bedrohung für die Elefantenpopulationen. Als Reaktion darauf werden jedes Jahr Tausende von Elefanten gewildert."

Sarah El Haïry, Frankreichs Staatssekretärin für Biodiversität und Schirmherrin der Vernichtungsaktion ergänzt: "Der illegale Handel mit geschützten Arten wildlebender Tiere und Pflanzen ist mit einem weltweit geschätzten Wert von über 20 Milliarden Dollar sehr lukrativ. Er ist häufig das Werk von strukturierten kriminellen Organisationen. Die Herausforderung, diese Netzwerke des organisierten Verbrechens zu zerschlagen, kann nur durch die Koordinierung aller staatlich relevanten Kräfte bewältigt werden. Diese kollektiven Operationen sollen dazu dienen, Öko-Kriminelle vor Gericht zu bringen und tonnenweise illegale Produkte zu beschlagnahmen."

Für jedes der gesammelten 1.800 Kilogramm Elfenbein hat sich der IFAW zudem verpflichtet, einen Baum in Simbabwe zu pflanzen, um den Lebensraum der Elefanten zu erhalten und damit dem Artensterben entgegenzuwirken.





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