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MINIQUARTIER PRODUZIERT STROM UND LIEFERT ROHSTOFF

Nicht nur energetisch ins Plus gehen nach Umbaumaßnahmen drei Wohnhäuser des Immobilienunternehmens FRANK in Neu Wulmstorf bei Hamburg. Auch in Sachen Wiederverwertung kann die Sanierungsmaßnahme deutlich punkten. Beteiligt an dem umfangreichen ökologischen Projekt sind nicht zuletzt REHAU, Gesellschafter des B.A.U.M.-Mitgliedsunternehmens Rewindo, sowie die Rewindo-Partner Dekura und Windor.

Für das künftige energetische Plus der 48 Wohneinheiten sorgen neben der Photovoltaik auch die neue Heizungsanlage samt Blockheizkraftwerk. "Wir werden mehr Energie produzieren als in den Haushalten verbraucht wird. Somit können wir auch das Laden von E-Autos gewährleisten", ist Thomas Hermes, Geschäftsführer Eco-Bereich bei FRANK, vom Erfolg des Miniquartiers überzeugt. Voraussetzung hierfür ist neben der Produktion der Energie allerdings auch, dass die Heizwärme durch eine nachhaltige Dämmung der drei in den 1960er Jahren entstandenen Gebäude nicht übermäßig verloren geht

Fenster haben es in sich

Neben der Sanierung von Fassade und Geschossdecken liegt ein Hauptaugenmerk auf den Fenstern. So werden die alten PVC-Fenster gegen moderne, Energie sparende Kunststofffenster des Rewindo-Partners Windor aus Bleicherode mit REHAU-Profilen ausgetauscht. Und die haben es in punkto Ressourcenschonung im wahrsten Sinne des Wortes in sich. Bestehen sie doch im Kern aus PVC-Recyclingmaterial, das mit Neuware ummantelt wird. Ein nachhaltiges Prinzip ohne Risiko, da alle anerkannten Vorteile des Kunststofffensters, wie Langlebigkeit, Stabilität, geringer Wartungsaufwand, vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten und hohe Recyclingfähigkeit auch mit Rezyklatkern erhalten bleiben.

Rohstofflieferant

Ein Konzept, das auch Hermes zu überzeugen weiß: "Das ist genau der richtige Ansatz, wie man mit Ressourcen umgeht. Kunststofffenster können zu einem hohen Anteil recycelt werden. Materialien, die in einem Kreislauf sich bewegen können, dies ist es, was für uns ökologisch ist, weil Ressourcen geschont werden." Dass man denn auch beim eigenen Projekt als Rohstofflieferant auftreten will, ist selbstverständlich: Die ca. 300 ausgebauten PVC-Fenster am Immenweg werden natürlich recycelt und können so als Rohstoff für neue Fenster genutzt werden.

Recycling in Höxter

Die alten Kunststofffenster aus Neu Wulmstorf gelangen hierfür in die moderne Recyclinganlage des langjährigen Rewindo-Recyclingpartners Dekura GmbH im westfälischen Höxter, wo sie zunächst u.a. mittels Schredder zerkleinert werden. Danach folgt durch unterschiedliche Verfahren die sortenreine Trennung von Glasresten, Metallen und Kunststoff. Während etwa Glas, Metalle und weitere Stoffe an andere Recycler für die Wiederaufbereitung weitergeben werden, erfolgt die Verwertung der weitaus größten Fraktion, dem Kunststoff PVC, direkt vor Ort, wo ein hochwertiges PVC-Granulat für die Produktion neuer Fenster hergestellt wird.

Rewindo organisiert

Organisiert wird das Recycling alter Kunststofffenster, -rollläden und -türen bundesweit durch die Rewindo GmbH. Allein 2019 konnten über 35.500 Tonnen PVC-Regranulat aus Altfenstern gewonnen werden. Das entspricht in etwa zwei Millionen alte Kunststofffenster. Hinzu kamen mehr als 65.000 Tonnen recycelter Produktionsabfälle. Aufgaben und Maßnahmen der Rewindo GmbH stehen im Einklang mit den Nachhaltigkeitszielen der freiwilligen Selbstverpflichtung der europäischen PVC-Branche VinylPlus®.





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