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PAULA CABALLERO – THE NATURE CONSERVANCY

Pressebild zum Download (© The Nature Conservancy) | Porträt der Preisträgerin als PDF

Paula Caballero, Jahrgang 1962, steht als Ideengeberin hinter den Sustainable Developement Goals (SDGs), den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. Heute ist sie Regionalgeschäftsführerin für Lateinamerika von The Nature Conservancy, einer weltweit tätigen Umweltschutzorganisation mit Sitz in Arlington, Virginia (USA).

In dieser Funktion leitet sie ein Team von mehr als 300 Mitarbeitenden in neun Ländern – von Mexiko bis Argentinien –, mit dem sie innovative Strategien und Partnerschaften zur Erhaltung der artenreichsten Region der Welt entwickelt. Durch ihre Arbeit trägt sie zur Existenzsicherung indigener Völker und lokaler Gemeinschaften bei. Zugleich kooperiert sie mit Unternehmen und Regierungen, um Unternehmenspraxis und öffentliche Politik zu verändern und nachhaltigere Wege zu fördern.

Während ihrer gesamten beruflichen Laufbahn hat sich die gebürtige Kolumbianerin, die Geschichte und Internationale Beziehungen studiert hat, für Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und Entwicklungsfragen engagiert und eng mit einer Vielzahl internationaler Partner zusammengearbeitet. Als sie 2011, im Vorfeld der Rio+20-Konferenz, die zündende Idee zu den SDGs hatte, war sie Direktorin für wirtschaftliche, soziale und Umweltangelegenheiten im kolumbianischen Außenministerium.

"Die Entstehung der SDGs beweist, dass es möglich ist, den Status quo massiv zu verändern, und dass, sobald sich eine neue Vision durchsetzt, viele zum Handeln inspiriert werden", erklärt Paula Caballero und fordert: "Jetzt sind kühne Synergien notwendig, um bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen, zugleich die Zerstörung unserer biologischen Vielfalt aufzuhalten sowie Gerechtigkeit für Menschen weltweit voranzubringen. Die entschlossene Umsetzung der SDGs ist ein Fahrplan, um dies zu erreichen."

Paula Caballero ist die Ideengeberin hinter den SDGs. Unterstützt von der damaligen kolumbianischen Vize-Außenministerin Patti Londoño positionierte sie das Konzept dieser globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung. Im Laufe des Jahres 2011 warb sie über informelle diplomatische Kanäle für ihre Idee, die mit dem vorherrschenden Paradigma der Millenniums-Entwicklungsziele brach. Durch große Beharrlichkeit und gegen anfängliche Widerstände erreichte sie schließlich gemeinsam mit anderen Engagierten, dass das Konzept 2012 in das Abschlussdokument der Rio+20-Konferenz aufgenommen wurde.

Bei der Entwicklung des Konzepts war es Paula Caballero zum einen wichtig, dass die SDGs im Gegensatz zu den für die Jahre 2000–2015 formulierten Millenniums-Entwicklungszielen Industrie- und Entwicklungsländer gleichermaßen in die Pflicht nehmen und eine globale Agenda für alle darstellen. Gegenüber den Millenniums-Entwicklungszielen nehmen die SDGs auch die Themenfelder Wirtschaft und Umwelt viel stärker in den Blick. Die SDGs sind zudem wissenschaftlich fundiert und messbar und veränderten die Prozesse internationaler Politik erheblich, was, so Paula Caballero, zunächst auf massiven Widerstand stieß.

Heute prägen die SDGs die internationale Zusammenarbeit in wichtigen Politikbereichen, und sie werden auch in den kommenden Jahrzehnten von Bedeutung sein. Viele Regierungen orientieren ihre nationalen Entwicklungspläne an den SDGs. Auch multilateralen und bilateralen Hilfsorganisationen dienen die 17 Nachhaltigkeitsziele als Struktur für ihre Programme. Unternehmen haben sich die SDGs als Wegweiser für ihre ESG-Strategie zu eigen gemacht.

Die SDGs waren die erste weltumspannende Vereinbarung und haben – lange vor dem Pariser Klimaabkommen – den Weg für einen inklusiveren Multilateralismus geebnet. Von Beginn an wurden sie unter aktiver sachkundiger Beteiligung von Zivilgesellschaft und NGOs ausgearbeitet, denn Paula Caballero liegt stets daran, unterschiedliche Interessengruppen mit ihren Meinungen und Anliegen einzubeziehen.

Paula Caballero erhielt 2014 den Zayed International Prize for the Environment. 2019 wurde sie mit dem Ehrenpreis des Deutschen Nachhaltigkeitspreises und 2021 mit dem Karlheinz Boehm Preis ausgezeichnet.

Paula Caballero verdanken wir die bahnbrechende Idee der SDGs, der Sustainable Developement Goals. Durch ihren Einsatz und ihre Beharrlichkeit hat sich die Weltgemeinschaft 2012 in Rio auf die Entwicklung globaler Nachhaltigkeitsziele geeinigt. Mit The Nature Conservancy führt sie ihre Idee nun mit Schwerpunkt auf Umweltschutz in Lateinamerika fort. In Anerkennung ihres Engagements erhält Paula Caballero den B.A.U.M. | Umwelt- und Nachhaltigkeitspreis 2022 in der Kategorie "International".






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