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JÖRG HOFFMANN - WILKHAHN – WILKENING+ HAHNE GMBH + CO. KG

Porträt des Preisträgers als PDF | Foto zum Download

Jörg Hoffmann, Jahrgang 1977, ist Nachhaltigkeitsmanager bei Wilkhahn – Wilkening + Hahne GmbH + Co. KG, einem Hersteller hochwertiger und nachhaltig konzipierter Büromöbel.

Der studierte Umweltwissenschaftler kam 2008 als Projektleiter Ökologie in die Abteilung Kommunikation/PR des Unternehmens in Bad Münder. Dort trieb er die sozialökologischen Ziele von Wilkhahn voran. Seitdem forciert Jörg Hoffmann die strategischen Nachhaltigkeitsziele und ihre Umsetzung im Unternehmen in unterschiedlichen Positionen; seit 2017 ist er Nachhaltigkeitsmanager (Qualität, Umwelt, CSR).

Nachhaltigkeit zu fördern bedeutet für Jörg Hoffmann, "Zusammenhänge zu entdecken und unterschiedliche Perspektiven verstehen zu lernen". Dabei ist er überzeugter Teamplayer: "Kreative Lösungen zu suchen und eine kollegiale Zusammenarbeit machen mir Spaß." Die Einsicht, dass eine wachsende Weltbevölkerung bei begrenzten Ressourcen nur dann menschenwürdig zusammenleben kann, wenn die Verschwendung reduziert wird und Ressourcen gerecht verteilt werden, ist ihm Motivation und Verpflichtung zugleich.

Bei Wilkhahn ist das Ziel von Jörg Hoffmann, mit seinen Kollegen ausgewogene und nachhaltige, im besten Fall kreative und innovative Lösungen auf Produkt-, Prozess- und Materialebene zu finden. Unnötige gesundheits- und klimaschädliche Emissionen sollen dabei reduziert sowie Energie- und Materialverschwendung vermieden werden. Wichtig ist ihm auch, über das Tun zu informieren: intern im Unternehmen sowie nach außen an Kunden und andere Stakeholder.

Um Ressourcen zu schonen achtet das Unternehmen beispielsweise auf umweltfreundliche Auslieferverpackung durch maßgeschneiderte Kartons. Kartonverschnitte werden als direkt recyceltes Füllmaterial genutzt. Teilweise kann auch durch Mehrweg-Anlieferverpackungen Abfall vermieden werden. Bei seinen Produkten erreicht Wilkhahn eine hohe Recyclingfähigkeit: durch die verwendeten Materialien, durch Teilkennzeichnung und Modularität. Bei der Tischplattenfertigung werden durch Direktrecycling bzw. Destillation Lösemittel nur sehr sparsam verwendet. Beim Abfall gelang dem Unternehmen in den letzten Jahren eine Reduktion um 10%, bei gefährlichen Abfällen sogar um 80%.

Seinen Energieverbrauch konnte Wilkhahn seit 2007 um 20% und die CO2-Emissionen um 35% senken. Angestrebt ist eine Reduktion der CO2-Emissionen des Fuhrparks um 20% gegenüber 2013. Hierzu entwickelt Wilkhahn u. a. sein Konzept zum Einsatz von Elektro- und Hybridautos weiter.

Seine Hauptlieferanten überprüft das Unternehmen regelmäßig auf Qualität, Arbeits- und Umweltschutz sowie faire Arbeitsbedingungen und sichert so die Beachtung von Nachhaltigkeitskriterien in der Lieferkette. Für Jörg Hoffmann ist es ein wesentliches Anliegen, Maßnahmen zur Ressourcenschonung im gesamten Unternehmen umzusetzen. So wird beispielsweise seit Jahren ausschließlich FSC-zertifiziertes Papier eingesetzt und auch bei der Produktion von Broschüren etc. verwendet.

Jörg Hoffmann ist Mitglied des Ausschusses für Umwelt und Energie der IHK Hannover sowie des Umweltausschusses des Industrieverbands Büro und Arbeitswelt (IBA). 2014 nahm er an einer Stakeholderkonsultation der Europäischen Kommission zur Revision der Europäischen Umweltblume und der EU-Kriterien zu nachhaltiger Beschaffung im Bereich Möbel teil.

Wilkhahn hat als Unternehmen zahlreiche Auszeichnungen in den Bereichen Umwelt, Gesundheit und Design erhalten. Für das Unternehmen stehen die Sinnhaftigkeit und langlebige Gebrauchsfähigkeit der Produkte an erster Stelle einer nachhaltigen Produktgestaltung. Jörg Hoffmann hebt deshalb besonders den Bundespreis Ecodesign für den free-to-move Bürostuhl ON® mit Trimension®hervor. Durch seine neuartige, gesundheitsfördernde Beweglichkeit antwortet der ON auf die aktuellen gesundheitlichen Herausforderungen, die mit der Digitalisierung der Büroarbeit einhergehen. Dass dabei Kriterien wie weitgehende Sortenreinheit, Materialeinsparung, Reparaturfreundlichkeit, Recyclingfähigkeit und Vermeidung von Lösemitteln berücksichtigt sind, versteht sich beim Träger des Deutschen Umweltpreises fast schon von selbst. Aktuell experimentiert das Unternehmen beim "PrintStool ONE" mit 3D-Drucktechnologie auf Basis biobasierter Kunststoffe, um die neuen Möglichkeiten sowohl funktional wie auch ästhetisch und konstruktiv auszuloten.

Wilkhahn hat früh begonnen, das gesamte Unternehmen konsequent nachhaltig auszurichten, und ist besonders beim nachhaltigen Produktdesign ein Pionier seiner Branche. Jörg Hoffmann hat diese Entwicklung des Unternehmens aufgenommen, mit großem Engagement vorangetrieben und für die Zukunft übersetzt. In Anerkennung dieser Leistung erhält er den B.A.U.M.-Umweltpreis in der Kategorie "Kleine und mittelständische Unternehmen".





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