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THOMAS FUHR - GROHE AG

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Thomas Fuhr, Jahrgang 1965, ist CEO der Grohe AG, einer führenden globalen Marke für ganzheitliche Badlösungen und Küchenarmaturen.

Nach dem Studium war der Maschinenbau-Ingenieur über 20 Jahre bei Mercedes-Benz tätig und hatte dort unterschiedliche Führungspositionen in Entwicklung, Produktion, Qualität, Logistik und Einkauf in Deutschland, Indien, USA und Großbritannien inne. Als Vorstand Technik bei Grohe verantwortete Thomas Fuhr von 2013 bis 2019 neben technischen Aufgabenbereichen wie Forschung & Entwicklung, Einkauf, Produktion, Logistik, Service und Qualität die Schwerpunkte Nachhaltigkeit sowie Umwelt- und Arbeitsschutz. Im Mittelpunkt stehen dabei eine ressourceneffiziente Wertschöpfungskette sowie die Entwicklung von Produkten und Technologien, die den Nutzern einen sicheren, verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen Wasser und Energie ermöglichen. Seit Juli 2019 ist Thomas Fuhr CEO bei Grohe.

"Das Weltwirtschaftsforum bezeichnet die Wasserkrise schon jetzt als das größte globale Risiko", erläutert Thomas Fuhr sein Anliegen. "Meine und die Mission Grohes ist deshalb die Entwicklung wasser- und energiesparender intelligenter Technologien – ohne auf den Genuss von Wasser verzichten zu müssen, denn: Jeder Tropfen zählt. Von der Leidenschaft, Wasser zu sparen, leitet sich unsere Kompetenz ab, andere Ressourcen zu schonen. Daher lege ich großen Wert auf Energieeffizienz, Reduktion von CO2 und Abfallvermeidung entlang der gesamten Wertschöpfungskette."

Seit 2013 berichtet Grohe über sein Engagement nach GRI. Im Bereich der Produktion sind bemerkenswerte Nachhaltigkeits-Erfolge zu verzeichnen. So kann das Unternehmen durch eigene Blockheizkraftwerke jährlich 4.750t CO2 einsparen. Das Grohe-Werk in Klaeng (Thailand) erhielt das Silber-Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen und ist aktuell die nachhaltigste Produktionsanlage ihrer Art in Südostasien. Beispielsweise wird die dortige Solaranlage nach ihrer Fertigstellung Ende 2019 jährlich ca. 2.000t CO2 einsparen.

Im neuen Entwicklungslabor am Standort Hemer im Sauerland setzt Grohe im Bereich der Produkttests Wasser-Kreislauf-Anlagen ein. Dort werden u.a. im Duschlabor Shampoo-Auswaschtests mit dem Ziel durchgeführt, Shampoo so effizient wie möglich, d.h. mit so wenig Wasser wie nötig auszuwaschen. Besonders ressourcenschonend ist auch das von Grohe eingesetzte 3D-Metalldruck-Verfahren, das nur so viel Material verbraucht, wie tatsächlich benötigt wird, und neue, besonders dünne Designs ermöglicht.

Grohe ruht sich nicht auf dem Erreichten aus, sondern hat sich unter Thomas Fuhr bis 2021 im Bereich Nachhaltigkeit ehrgeizige Ziele gesetzt. Die Abfall-Recyclingquote, die derzeit schon bei stolzen 96% liegt, soll stufenweise auf 99% gesteigert werden. Beim Wasserverbrauch und bei den CO2-Emissionen strebt Grohe eine allmähliche Senkung um 20% an, auch die Energieeffizienz im Unternehmen soll stufenweise um 20% verbessert werden. Außerdem hat Grohe das Projekt "Plastikfreie Verpackung bis 2021" ausgerufen.

Die Produktentwicklungen von Grohe tragen durch intelligente Technik ganz erheblich zu Klima- und Ressourcenschutz im Haushalt bei und sind zudem noch nutzerfreundlich. Als Beispiel sei GROHE Blue erwähnt, ein Küchensystem, das normales Leitungswasser in gefiltertes, gekühltes, auf Wunsch auch sprudelndes Wasser umwandelt. Durch seinen Einsatz wird Plastikabfall reduziert: Eine 4-köpfige Familie kann bis zu 760 Flaschen pro Jahr einsparen. Wissenschaftliche Studien haben außerdem ergeben, dass das System mehr als 60% CO2einspart. Eine App informiert den Nutzer, wenn Filter- oder CO2-Flaschenwechsel anstehen, und kann auch zur Nachbestellung genutzt werden.

Das Engagement von Grohe ist mehrfach ausgezeichnet worden. Beim Wettbewerb um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis war das Unternehmen in den letzten Jahren immer auf einem der vorderen Plätze. 2017 erhielt Grohe den CSR-Preis der Bundesregierung. Im selben Jahr wurde Grohe vom US-Wirtschaftsmagazin Fortune in dessen "Change the World"-Liste aufgenommen. 2018 durften sich Thomas Fuhr und sein Team über einen Preis im Unternehmenswettbewerb "NRW – Wirtschaft im Wandel", über den German Innovation Award sowie über den Green Product Award für die intelligente Wassersteuerung GROHE Sense Guard freuen. Zuletzt erhielt die Sanitärmarke im Juli 2019 den TOP 100 Innovationspreis.

Unter der Verantwortung von Thomas Fuhr engagiert sich die Grohe AG umfassend für die Ressource Wasser und ist Vorreiterin in ihrer Branche. In Anerkennung dieses Engagements erhält Thomas Fuhr den B.A.U.M. | Umwelt- und Nachhaltigkeitspreis 2019 in der Kategorie "Großunternehmen".





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