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PRESSEMITTEILUNGEN 2022

B.A.U.M. zeichnet Akteurinnen und Akteure der Transformation aus
Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften gibt Preisträgerinnen und Preisträger 2022 bekannt

Hamburg, 05.07.2022 – Vier Frauen und zwei Männer, die sich in besonderer Weise für eine nachhaltige Entwicklung in Wirtschaft und Gesellschaft engagieren, werden 2022 mit dem B.A.U.M. | Umwelt- und Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet. Mit ihrem Engagement sind sie Vordenkerinnen und Pioniere der Transformation.

"Die große Transformation ist eine Herausforderung für Politik und Wirtschaft gleichermaßen und bietet große Zukunftschancen. Herkömmliche Strukturen kommen auf den Prüfstand, das Neue wird nicht nur denkbar, sondern auch machbar. Die B.A.U.M.-Preisträgerinnen und -Preisträger stehen beispielhaft für neues Denken und Handeln. Ich danke der Jury, die aus einer Vielzahl von Nominierten beeindruckende Persönlichkeiten ausgewählt hat", so die B.A.U.M.-Vorsitzende Yvonne Zwick.

Dies sind die B.A.U.M.-Preisträgerinnen und -Preisträger 2022:

Kategorie "International": Paula Caballero, "Erfinderin" der SDGs
Paula Caballero verdanken wir die bahnbrechende Idee der SDGs, der Sustainable Development Goals. Durch ihren Einsatz und ihre Beharrlichkeit hat sich die Weltgemeinschaft 2012 in Rio auf die Entwicklung globaler Nachhaltigkeitsziele geeinigt. Drei Jahre später, 2015, wurden sie beschlossen.

Kategorie "Großunternehmen": Peter Blenke, Wackler Holding SE
Unter der Leitung von Peter Blenke wurde Wackler 2018 als erstes Unternehmen der Facility-Management-Branche klimaneutral. Mit seinem Reinigungskonzept GREEN CLEAN® berücksichtigt Wackler zudem Nachhaltigkeit umfassend in allen Facetten und fördert Klima- und Ressourcenschutz auch bei seinen Kundinnen und Kunden.

Kategorie "Kleine und mittelständische Unternehmen":

Ludolf von Maltzan, Ökodorf Brodowin
Das von Ludolf von Maltzan geleitete Ökodorf Brodowin ist ein Demonstrationsbetrieb für ökologischen Landbau und ein Labor für regionale Wirtschaftskreisläufe, in dem Transparenz großgeschrieben wird und das Naturschutz, Artenvielfalt, Energieeffizienz, Müllvermeidung und Ressourcenschutz integriert.

Anna Yona, Wildling Shoes
Anna Yonas Unternehmen Wildling Shoes steht für Slow Fashion und schafft den Balanceakt zwischen ausreichend großem Angebot und möglichst nachhaltiger Produktion. Zum Konzept des regenerativen Wirtschaftens gehören Partnerprojekte zur Versorgung mit Rohstoffen sowie die Reparatur und das Recycling von Produkten.

Kategorie "Wissenschaft": Dr. Philine Erfurt Sandhu, HWR Berlin
Dr. Philine Erfurt Sandhu ist Vordenkerin und tatkräftige Akteurin, um Hebel für mehr Diversität in Führungspositionen zu identifizieren und zu aktivieren. Dabei hat sie das System als Ganzes im Blick: die Regulatorik, die Wissenschaft, die Wirtschaft und die Menschen.

Kategorie "Digitalisierung": Eva Gouwens, Fairphone
Eva Gouwens zeigt mit Fairphone, dass es möglich ist, langlebige Elektrogeräte fair zu produzieren und dabei ökologische und soziale Aspekte gleichermaßen zu berücksichtigen. Mit ihrem Team leistet sie Pionierarbeit für skalierbare Branchenlösungen und setzt auf Kooperation.

Der Jury unter Vorsitz von Martin Oldeland, stellvertretender Vorsitzender von B.A.U.M., gehören 28 Nachhaltigkeitsexpertinnen und -experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik an, darunter B.A.U.M.-Preisträgerinnen und -Preisträger früherer Jahre.

Mit dem B.A.U.M. | Umwelt- und Nachhaltigkeitspreis zeichnet B.A.U.M. ganz bewusst engagierte Einzelpersonen und nicht Organisationen aus. Der Preis wurde 1993 ins Leben gerufen, um vor allem Vorbilder und die Arbeit der "Macherinnen und Macher" in Unternehmen und Institutionen, die Arbeit derer, die das Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement verantworten und operativ umsetzen, anzuerkennen.

Der Preis wird 2022 in den genannten fünf Kategorien verliehen. Die Verleihung erfolgt am 16. November im Rahmen der B.A.U.M.-Jahrestagungin Gütersloh.

Ausführliche Informationen sowie Bildmaterial zu den Preisträgerinnen und Preisträgern finden Sie unter www.baumev.de/preistraegerinnen_2022

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Leidenschaftlicher Pionier für nachhaltiges Wirtschaften
B.A.U.M. verabschiedet seinen ehemaligen Vorsitzenden Maximilian Gege

Hamburg, 24.06.2022 – Mit einem Empfang und anschließender Hafenrundfahrt hat B.A.U.M. Maximilian Gege feierlich verabschiedet, der das Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften mitgegründet, es fast 40 Jahre lang geleitet und geprägt hat wie kein Zweiter. Ohne Maximilian Gege und seine jahrzehntelange leidenschaftliche Überzeugungsarbeit hätten Umweltschutz und Nachhaltigkeit in deutschen Unternehmen nicht den Stellenwert, den sie heute haben.

Bereits Anfang 2021 hatte Dr. Maximilian Gege den Vorsitz des in Hamburg gegründeten und ansässigen Netzwerks für nachhaltiges Wirtschaften an Yvonne Zwick übergeben. B.A.U.M. ist mit derzeit rund 750 Mitgliedern eine starke Stimme nachhaltig wirtschaftender Unternehmen in Europa und eine treibende Kraft für nachhaltige Entwicklung. Aktuelle Themen und Arbeitsfelder sind u. a. Klimaschutz, Digitalisierung und Sustainable Finance.

Unter den knapp 170 Gästen der Abschiedsfeier waren viele Weggefährten und Weggefährtinnen Maximilian Geges sowie für Nachhaltigkeit Engagierte aus Wirtschaft, Politik, Medien, Wissenschaft und Verbänden, denen der frühere B.A.U.M.-Vorsitzende teilweise auch freundschaftlich verbunden ist.

Jens Kerstan, Hamburger Senator für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft, unterstrich die Verdienste von Maximilian Gege, der von Hamburg aus viele wichtige Impulse für nachhaltiges Wirtschaften gesetzt hat: "Maximilian Gege ist ein Pionier, Anreger und Ideengeber, der die Nachhaltigkeitsdiskussion über viele Jahre mitgeprägt hat. Sein Rückzug wird eine spürbare Lücke hinterlassen. Bleiben, und darauf kommt es an, werden die Wirkungen seines Engagements: in dem von ihm ins Leben gerufenen Netzwerk B.A.U.M., in der Praxis vieler Unternehmen und in den Köpfen unzähliger Menschen."

Auch Prof. Dr. Michael Otto, Aufsichtsratsvorsitzender der Otto Group, betonte: "Professor Maximilian Gege hat B.A.U.M. e.V. geprägt wie kein Anderer. Aus kleinsten Anfängen ist es mittlerweile das größte Unternehmensnetzwerk für nachhaltiges Wirtschaften in Europa. Vor allem hat Maximilian Gege auch entscheidend dazu beigetragen, deutschen Managern und Unternehmern Nachhaltigkeitsbewusstsein zu vermitteln."

Zum Programm der Abschiedsfeier gehörten auch Reden und Grußworte von Ulrich Walter, Gründer des Bio-Unternehmens Lebensbaum, von Dr. Monika Griefahn, niedersächsische Umweltministerin a. D., sowie dem Polarforscher Arved Fuchs.

Musikalisch umrahmt wurden die Beiträge von Musikerinnen und Musikern von AfroGospel sowie von der Violinistin Angelika Bachmann vom Ensemble Salut Salon.

Über Maximilian Gege

Dr. Maximilian Gege, Jahrgang 1944, hat B.A.U.M. 1984 gemeinsam mit Dr. Georg Winter und weiteren Hamburger Persönlichkeiten gegründet. Er leitete den Verband zunächst als Geschäftsführer, später als Vorsitzender bis Ende 2020. In dieser Zeit baute er B.A.U.M. zu einem starken Netzwerk aus, das Unternehmen aller Größen und Branchen vereint, darunter zahlreiche Öko-Pioniere.

Maximilian Gege vertrat als einer der Ersten in Deutschland die Ansicht, dass Ökologie und Ökonomie keine Gegensätze sein müssen. Mit Leidenschaft und Beharrlichkeit warb er in Unternehmen und Politik für die Grundsätze nachhaltigen Wirtschaftens. Er nutzte seine zahlreichen Funktionen in Beiräten und Jurys, um Überzeugungsarbeit zu leisten und Leuchtturmprojekten Aufmerksamkeit zu verschaffen. Mit B.A.U.M. setzte er viele erfolgreiche Projekte um, insbesondere zu den Themen Klimaschutz und Energiewende. Für sein Engagement erhielt er nationale und internationale Auszeichnungen.

Maximilian Gege erkannte früh die Chancen nachhaltigen Investierens als Hebel für eine nachhaltige Transformation der Wirtschaft. Er ist Entwickler des B.A.U.M. Fair Future Fonds, eines Partnerprojekts von B.A.U.M. e.V. mit Green Growth Futura sowie GLS Investments. Mit seiner Stiftung "Chancen für Kinder" engagiert er sich dafür, den Teufelskreis der Armut für Kinder in Entwicklungs- und Schwellenländern zu durchbrechen und möglichst vielen Kindern eine Chance auf ein lebenswertes und unbeschwertes Leben zu ermöglichen.

Festschrift "Vom betrieblichen Umweltschutz zur großen Transformation"

Anlässlich der Verabschiedung publiziert B.A.U.M. e.V. eine Festschrift für Maximilian Gege. Beiträge von 40 renommierten Autorinnen und Autoren fassen in einem beeindruckenden Kompendium 40 Jahre Diskurs über nachhaltiges Wirtschaften in Deutschland zusammen: von der Ablehnung durch die Wirtschaft über scharfe Auseinandersetzungen zwischen ihren Verbänden und Umweltorganisationen bis hin zu gemeinsamen Überlegungen, ein Transformationskonzept für ein zukunftsfähiges und klimaneutrales Deutschland und Europa zu schaffen.

Bernd Schleich & Yvonne Zwick (Hg.): Vom betrieblichen Umweltschutz zur großen Transformation. Festschrift für Prof. Dr. Maximilian Gege, oekom, 2022, ISBN 978-3-96238-378-7.

Mit Beiträgen von Günther Bachmann, Christoph Bals, Michael Braungart, Katharina Erdmann, Yasmin Fahimi, Christian Felber, Maja Göpel, Monika Griefahn, Nora Sophie Griefahn, Volker Hauff, Ralph Hintemann, Tim Janßen, Ingmar Juergens, Claudia Kemfert, Adolf Kloke-Lesch, Mojib Latif, Claus Leggewie, Christopher Leisinger, Heike Leitschuh, Christine Lemaitre, Reinhard Loske, Dirk Messner, Edda Müller, Martin Oldeland, Jochen R. Pampel, Sven Plöger, Lia Polotzek, Wolfgang Sachs, Tilman Santarius, Stefan Schaltegger, Carolin Schenuit, Bernd Schleich, Sophie Schmalz, Wolfgang Seidel, Udo Ernst Simonis, Hermann-Josef Tenhagen, Marlehn Thieme, Klaus Töpfer, Ernst Ulrich von Weizsäcker

Bitte wenden Sie sich bei Interesse an einem Rezensionsexemplar an den Verlag.

Bilder von der Veranstaltung stehen am 24.06.2022 ab 18 Uhr unter www.baumev.de/Bildmaterial zur Verfügung.

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Starke Partner starten Transformationslabor Ernährung
B.A.U.M., BVE, Regionalwert Leistungen und das ZNU der Universität Witten/Herdecke arbeiten zusammen

Hamburg / Berlin, 10.06.2022 – Was ist die Antwort der Ernährungsindustrie auf den Green Deal der EU? Wie kann die Branche zügig messbare Beiträge zum Erreichen der Klimaziele, zur Kreislaufwirtschaft und für resiliente regionale Wirtschaftsstrukturen und tragfähige globale Geschäftsbeziehungen leisten? Eine etwas ungewöhnliche "Koalition der Willigen" schließt sich zu einem Transformationslabor Ernährung zusammen. Was nun folgt, sind zwei Jahre intensives Arbeiten an Themen der Ernährungswende.

Was die Zusammenarbeit so besonders macht, erläutert Yvonne Zwick, Vorsitzende von B.A.U.M., dem Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften: "In diesem Transformationslabor arbeitet der in der Mitte der Wirtschaft verortete Branchenverband mit einem Pionier, einem Standardsetzer und einem Innovator für die ganzheitliche Geschäftsbilanz zusammen. Das ist ein Spiegel der aktuell sehr intensiv geführten Diskussionen, die zugleich die Situation am Markt reflektieren. Was ich mir davon erhoffe, sind akzentuierte und zugleich für Einsteigerunternehmen praktikable Hilfestellungen für Versorgungssicherheit, gesunde Ernährung und Genuss innerhalb planetarer Belastungsgrenzen."

Die Herausforderung ist spätestens seit dem jüngsten Update des Weltklimarats klar: In recht kurzer Zeit muss die Ernährungswende gelingen, oder es wird ungemütlich – in globaler Dimension. Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) e.V., das Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung (ZNU) der Universität Witten/Herdecke, die Regionalwert Leistungen GmbH und B.A.U.M. e.V. werden themensetzend aktiv, um Antworten auf diese Herausforderung zu suchen. In den kommenden Wochen und Monaten folgt eine Workshop-Reihe, um eine feste Kerngruppe zu bilden, die den Prozess partnerschaftlich trägt und konkrete Lösungen erarbeitet. B.A.U.M. stellt hierfür als Plattform die für alle Unternehmen offene Initiative Wirtschaft pro Klima zur Verfügung.

"Die Plattform und der gemeinsame Austausch mit Stakeholdern ist immanent wichtig, um ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln und Brücken zu bauen. Die BVE hat ein Interesse an Lösungen zu Nachhaltigkeitsthemen, die von den Unternehmen in der Praxis umsetzbar sind", betont Stefanie Sabet, Geschäftsführerin und Leiterin des Brüsseler Büros der BVE. Dies soll im Transformationslabor Ernährung auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse, guter unternehmerischer Praxis und auf innovative Weise geschehen. Wie wird handhabbar, was Planet, Politik und Gesellschaft von Unternehmen verlangen? Das sei die zentrale Frage. Kernziel: ein klimaneutrales Europa. Die mittlere Erwärmung von 3 °C bedeute laut Prognosen der EU-Kommission Verluste von 190 Mrd. Euro jährlich und um 20 % steigende Lebensmittelpreise. Lebensstile, Ernährung und planetare Grenzen müssten gemeinsam betrachtet werden. Nicht nur Produktion, sondern auch Konsum leistet einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit. Der Weg zur Umsetzung der Agenda 2030 sei dabei noch weit, sagt Stefanie Sabet: "Verbände sind Multiplikatoren und Motoren. Die Unternehmen sind durch den Green Deal gefordert, hier mehr zu tun, als es die Gesetzgebung bislang vorgibt." Und das sei nicht wenig – allein 50 Handlungsfelder gibt es im Green Deal, der mit der "Farm to Fork"-Strategie auf einen neuen ganzheitlichen Rechtsrahmen für nachhaltige Lebensmittelsysteme abzielt.

Christian Hiß, Geschäftsführer der Regionalwert Leistungen, sieht als zentrale Herausforderung die betriebswirtschaftliche Perspektive – diese werde den gestiegenen Risiken durch Klimaveränderungen nicht mehr gerecht. In der Vergangenheit sei das Thema jedoch zu sehr aus rein sozial-ökologischer Sicht bearbeitet worden, so Hiß. Leistungen der Unternehmen für Umwelt und Resilienz hätten aktuell keinen Wert in der Betriebsbilanz. Andererseits würden sie nur bereitgestellt, wenn sie finanziert würden, und das erfordere eine umfassende Risikobilanz. Nachhaltigkeit und Resilienz in der Bilanz sichtbar zu machen, dazu leistet die Methode "Richtig Rechnen", erprobt im Innovationsprojekt Quartavista, einen Beitrag. Die Grundidee: Leistungen werden vom Markt, durch Kompensationsgelder und öffentliche Mittel (GAP) bezahlt. Das wirkt potenziell auf Lebensmittelpreise, indem hochwertige Lebensmittel mit positiver Leistungsbilanz günstiger werden. "Ziel ist die Synthese von Nachhaltigkeits- und HGB-Bilanz. Die Perspektive ist nicht True Cost Accounting, sondern Sustainability Performance Accounting. Das verändert die Blickrichtung und Bewertung fundamental", so Hiß.

Dr. Christian Geßner und Dr. Axel Kölle, Gründer und Leiter des ZNU (Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung) der Universität Witten/Herdecke laden am 10. Juni 2022 von 9 bis 12 Uhr zum ersten Workshop ein, der sich der Klimabilanzierung widmet. Der in der Branche bereits gut etablierte ZNU-Standard "Nachhaltiger Wirtschaften" wird zum Jahreswechsel 2022/2023 einer Revision unterzogen und integriert in der Weiterentwicklung aktuelle Regularien mit Blick auf Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG), unternehmerische Sorgfaltspflichten (CSDDD), Ausweitung der Berichtspflicht (CSRD), Green Claims u. v. a. Dr. Christian Geßner sieht große Herausforderungen bei Fragen der einheitlichen und praktikablen Wirkungsmessung und betont, dass KPI-getriebene Systeme in mittelständischen Unternehmen aufgrund aufwändiger Datenerhebungsprozesse und der Unternehmenskultur nicht einfach übergestülpt werden können. Im ersten Workshop werden vor diesem Hintergrund praktikable Ansätze zur Weiterentwicklung diskutiert: Wie oft sollte eine Bilanz erstellt werden? Wie gehen Unternehmen mit Scope 3 um? Inwieweit sind Klimaneutralitätsziele sinnvoll und wie können etablierte Standards und Zertifizierungen einen Beitrag zur Ernährungswende leisten?

An den ersten Workshop schließen sich weitere fünf Workshops an, die je von einem der Partner gehostet werden (s. Zeitstrahl unter "Ausblick" auf Wirtschaft pro Klima). Damit verbunden ist die inhaltliche und technische Vorbereitung. Ende des 1. Quartals 2023 wird es eine große Auftaktveranstaltung auf Einladung der BVE geben. Einige Themen sind als Wildcards gesetzt, um sie im Dialog der Kooperationspartner abhängig von der aktuell dynamischen Entwicklung und den Bedarfen der teilnehmenden Unternehmen festlegen zu können.

BVE, B.A.U.M., ZNU und Regionalwert Leistungen sind offen für weitere Kooperationspartner. Interessenten melden sich bitte bei Jan Koch, Projektmanager des Transformationslabors Ernährung: jan.koch@baumev.de

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Internationales Leuchtturm-Event für die klimaengagierte Wirtschaft
B.A.U.M. ist Hauptpartner des CLIMATE TRANSFORMATION Summit

Hamburg, 01.06.2022 – Der CLIMATE TRANSFORMATION Summit bringt am 2./3. Juni Klimabeauftrage, Entscheiderinnen und Entscheider sowie weitere Engagierte zusammen, die Klimaschutz in Unternehmen und globalen Lieferketten im Einklang mit den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens vorantreiben. B.A.U.M. ist Hauptpartner des Events; zahlreiche Mitglieder des Netzwerks für nachhaltiges Wirtschaften bringen sich im Programm ein.

B.A.U.M. ist in diesem Jahr Hauptpartner des CLIMATE TRANSFORMATION Summit (#CTS2022), der vom Tech-Start-up und B.A.U.M.-Mitglied THE CLIMATE CHOICE am 2./3. Juni zum dritten Mal veranstaltet wird.

"Wir sind stolzer Partner dieses wichtigen Leuchtturm-Events, bei dem eine gigantische und ambitionierte Klima-Community – unter ihnen zahlreiche B.A.U.M.-Mitglieder – zusammenkommt und Lösungsansätze für eine erfolgreiche Klimatransformation diskutiert. Mit unserer Partnerschaft unterstützen wir dieses bedeutsame Engagement und treiben den Wissensaufbau voran", so Yvonne Zwick, Vorsitzende von B.A.U.M.

Gemeinsam mit Daniel Hires (Impact Calling), Jutta Paulus (The Greens/EFA), Anna Hefedova (Deloitte & GRI), Michael Zimonyi (IFRS Foundation) und Fiona Macklin (Race to Zero) nimmt die B.A.U.M.-Vorsitzende am ersten Hauptpanel zum Thema Klimaberichterstattung und Klimadaten teil. "Momentan gibt es eine Vielzahl von Standardisierungsprozessen und Regulierungsinitiativen, die allen Marktteilnehmern Gelegenheit zur Justierung geben, ob Ambitionsniveau und Aussagekraft von Nachhaltigkeitsinformationen hinreichend sind – und die große Mehrzahl, die sich bislang noch nicht mit Klimaschutz befasst, unter Druck setzen, das Thema auf die Agenda zu nehmen. Der Grad unternehmerischer Freiheit schränkt sich ein in dem Maße, wie Unternehmen noch weiter abwarten", so Zwick. Die B.A.U.M.-Vorsitzende arbeitet als Expertin in der Expertenarbeitsgruppe der European Financial Reporting Advisory Group mit, die den europäischen Standard für mittelständische Unternehmen ausarbeitet.

Direkt im Anschluss an das Eröffnungspanel richtet B.A.U.M. einen Workshop zur Dekarbonisierung der Lieferkette aus. Die B.A.U.M.-Mitgliedsunternehmen ConClimate und EcoVadis vermitteln darin betriebspraktisches Wissen, wie ein stringentes Lieferkettenmanagement zum Aufspüren von Hebeleffekten in Bezug auf Klima, Ökologie und soziale Aspekte beiträgt.

"Nachhaltigkeit muss ganzheitlich und digital gedacht werden. Wenn wir das Klimaziel noch erreichen wollen, muss es einfach schneller und effizienter vorangehen", sagt Dr. Christian Resinger, Geschäftsführer der ConClimate GmbH. "In dem Workshop zeigen wir am Beispiel unseres Kunden erlich textil, wie sich Klimaschutz und Nachhaltigkeit digital und effizient im Unternehmen implementieren lässt."

"Als Anbieter von Nachhaltigkeitsbewertungen liegt unser Fokus in besonderem Maße auf der Aktivierung der Lieferkette", erklärt Anne Benz, Head of Carbon Regulatory Watch von EcoVadis. "Neben der Datenerfassung, die für eine fundierte Chancen- und Risikobewertung entscheidend ist, um Einsparpotenziale entlang der Wertschöpfungskette zu identifizieren und zu nutzen, geht es dabei auch viel um Change-Management im Unternehmen und insbesondere im Einkauf. Know-how, Engagement und Commitment der Mitarbeitenden spielen eine entscheidende, häufig unterschätzte Rolle in diesem komplexen Veränderungsprozess hin zu nachhaltigen Lieferketten und nachhaltigem Wirtschaften."

Zahlreiche weitere B.A.U.M.-Mitgliedsunternehmen beteiligen sich am #CTS2022 mit Fireside-Chats, Workshops und Messeauftritten, darunter Siemens, HiPP, Telefónica, Henkel, FirstClimate, JARO, ESG Portfolio Management, myclimate, verso, Greenmiles, DQS, KlimAktiv, Sustayn. Das vollständige Programm ist hier zu finden.

Insgesamt sind 17 Mitglieder von B.A.U.M. e.V. am Programm des CLIMATE TRANSFORMATION Summit 2022 beteiligt. Gesprächsanfragen und Interviewwünsche vermitteln wir gerne:

  • Siemens AG (Rainer Karcher) – Fireside Chat "Climate data in companies"
  • HiPP Gruppe (Johannes Knubben) – Fireside Chat "Planet proof purchasing for profit"
  • JARO Institut (Yvonne Jamal) – Fireside Chat "Planet proof purchasing for profit"
  • Telefónica Deutschland (Joachim Sandt) – Workshop "Net zero in Scope 3 by 2040. How to assess climate performance of suppliers and engage them for supply chain decarbonization"
  • ESG Portfolio Management (Christoph Klein) – Workshop "Transparency Needed: EU Taxonomy + ESG Reporting"
  • First Climate (Mike Hatert) – Fireside Chat "Becoming truly climate neutral"
  • Tchibo (Nanda Bergstein) – Keynote an Tag 2
  • Henkel AG & Co. KGaA (Uwe Bergmann) – Workshop "Overcoming climate change-induced supply chain risks through holistic sustainability strategies"
  • EcoVadis (Lotte Beck & Anne Benz) – Workshop "Let's broaden our carbon perspective towards sustainability!"
  • ConClimate (Rebecca Rauner & Christian Resinger) – Workshop "Let's broaden our carbon perspective towards sustainability!"
  • Aussteller: verso, myclimate, Greenmiles GmbH, DQS, KlimAktiv, Sustayn
  • Gastgeber: The Climate Choice

Der #CTS2022 bietet Gelegenheit zum Austausch mit Anbietern klimarelevanter Lösungen, mit Fachleuten und Menschen aus der Praxis. An zwei Tagen stellt der Gipfel in Panels, Workshops und auf einer Online-Messe Möglichkeiten zur CO2-Reduktion vor und zeigt, wie Unternehmen diese nutzen können, um ihre Klimaziele zu erreichen. Die Konferenzsprache ist Englisch. Weitere Informationen unter https://www.climatesummit.de/

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SDG-Scouts sollen für mehr Nachhaltigkeit in Unternehmen sorgen
Neues B.A.U.M.-Qualifizierungsangebot für Auszubildende und Nachwuchskräfte

Hamburg, 10.05.2022 – Mit dem neuem Qualifizierungsangebot SDG-Scouts will B.A.U.M. als Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften Auszubildende und Nachwuchskräfte aller Branchen befähigen, Nachhaltigkeit in ihrem Unternehmen aktiv voranzubringen. Anhand der 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs) werden effektive Verbesserungspotenziale erkannt und innerhalb eines Praxisprojektes umgesetzt.

Die Notwendigkeit einer nachhaltigen Entwicklung ist inzwischen nahezu unbestritten. Einen deutlichen Ausdruck findet dies in der 2015 von den Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen verabschiedeten Agenda 2030 und ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDG). Auch Unternehmen sind aufgefordert, ihre Kreativität und ihr Innovationspotenzial zu nutzen, um die Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung zu meistern. 

Im Mittelpunkt der Qualifizierung zu SDG-Scouts steht dabei ein praktisches Nachhaltigkeitsprojekt, das die Auszubildenden und Nachwuchskräfte gemeinsam mit einem betrieblichen Paten entwickeln, durchführen und abschließend präsentieren.

Das SDG-Scouts-Programm bringt für die teilnehmenden Unternehmen frische Impulse für die Unternehmensentwicklung hinsichtlich der Nachhaltigkeits-Agenda. Sie haben die Chance, ihre Nachhaltigkeitsperformance zu verbessern und sich als nachhaltiges Unternehmen zu positionieren. Führungskräfte von morgen werden entsprechend der SDGs sensibilisiert. Die Teilnahme an dem Projekt steigert zudem die Arbeitgeberattraktivität als bevorzugter Ausbildungsbetrieb.

Nachwuchskräfte haben die Möglichkeit berufsübergreifende Kompetenzen in den Bereichen nachhaltige Gestaltung des Arbeitsumfelds, Projektmanagement und Kommunikation zu erwerben und außerdem die Chance, ein betriebliches Verbesserungsprojekt zu entwickeln und umzusetzen. Das Projekt ermöglicht den Erfahrungsaustausch und die Vernetzung mit Auszubildenden und Nachwuchskräften verschiedener Fachrichtungen und aus anderen Betrieben.

Ein Programmdurchlauf dauert ca. 6-8 Monate und wird für Herbst 2022 erstmals angeboten. Im Frühjahr 2023 und im Herbst 2023 sind weitere Programmdurchläufe geplant. Dank der Förderung können dreißig KMU-Pilotunternehmen kostenlos an dem Programm teilnehmen. Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitenden können die SDG-Scout-Schulung für 4.000 € je Programmdurchlauf für bis zu 8 teilnehmende Nachwuchskräfte nutzen.

Das Projekt wird fachlich und finanziell durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Osnabrück sowie das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt unterstützt.

Am 17. Mai findet von 11 bis 12.30 Uhr online eine Informationsveranstaltung zum Qualifizierungsangebot "SDG-Scouts” statt. Dazu können sich interessierte Unternehmen per Mail an info@sdg-scouts.de anmelden.

Weitere Informationen unter www.sdg-scouts.de

Kontakt:
Karina Frochtmann, Tel. 0159 06176050, karina.frochtmann@baumev.de


Finanzierung von Innovation und Nachhaltigkeit
3. Leipziger Finanzforum bringt Realwirtschaft und Finanzwirtschaft zusammen

Hamburg/Leipzig, 28.03.2022 – Bereits zum dritten Mal kommen am 29. März in Leipzig Fachleute aus der Finanzwirtschaft, dem Mittelstand, aus Start-ups und der Kreativwirtschaft zusammen, um gemeinsam über die Bedeutung der Finanzierung für nachhaltige Innovationen zu diskutieren und gemeinsam Perspektiven für die Wirtschaft in der Transformation zu entwickeln.

Sustainable Finance ist in der Bankenwelt angekommen: Die Finanzbranche übernimmt Verantwortung und trägt zu einer nachhaltigen Transformation unserer Wirtschaft bei. Immer noch finden wichtige Aspekte zu wenig Berücksichtigung in der maßgeblich in Frankfurt, Berlin und Brüssel geführten Debatte: die Perspektive der mittelständischen Unternehmen und der Start-ups, der Kreativwirtschaft und insbesondere auch der Anlegerinnen und Anleger.

Deshalb haben Silke Hohmuth von MenschBank e.V. und die B.A.U.M.-Vorsitzende Yvonne Zwick 2021 das Leipziger Finanzforum geschaffen. Seit Oktober 2021 bringt sich auch Cornelia Jahnel vom VdU Verband Deutscher Unternehmerinnen e.V. tatkräftig ein.

"Die Finanzwelt ist für gewöhnlich im Wettbewerb. Beim Leipziger Finanzforum gestalten wir auf Augenhöhe in einer Kultur des Miteinanders und Füreinanders an besonderen Orten von Wirtschaft, Kunst und Wissenschaft und wirken dabei in gemeinsamer Mission ressortübergreifend und generationsverbindend", beschreibt Silke Hohmuth den besonderen Charakter der Veranstaltung, die am 29. März 2022 zum dritten Mal stattfindet.

"Das europäische Finanzsystem ist in einer tiefgreifenden Transformation. Sustainable Finance wird immer stärker in Strategien, Produktentwicklung, Risikomanagement, Beratung und Berichterstattung eingebunden. Und so erhält es zunehmend Bedeutung nicht nur für globale Geschäftsbeziehungen, sondern auch für die regionale Wertschöpfung", unterstreicht Yvonne Zwick die Bedeutung des Themas.

Ministerpräsident Michael Kretschmer begrüßt die Initiative in Leipzig: "Für den Freistaat Sachsen ist eine solide und nachhaltige Finanzpolitik ein Markenzeichen. Wir tun das aus Überzeugung. Ich weiß, dass dies auch in den Kommunen so gehandhabt wird. Es geht darum, gerade auch in Zeiten knapper werdender Mittel gezielt die Dinge zu fördern, die für unseren künftigen Wohlstand von Bedeutung sind. Das sind vor allem Investitionen in Bildung und Forschung. Besonders im Blick haben wir außerdem unseren Mittelstand, der für eine erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung, für Wohlstand und Beschäftigung eine ganz entscheidende Rolle spielt. Aber auch den sozialen Zusammenhalt überall bei uns im Land gilt es weiter zu stärken. Wir wollen deshalb auch künftig gezielt entsprechende Projekte und Modellvorhaben unterstützen."

"Das Leipziger Finanzforum ist so ein Modellvorhaben", so Gastgeberin Cornelia Jahnel für den VdU. "Was dieses Format so besonders macht, sind die Austausche zwischen den großen Veranstaltungen – so etwas leisten wenige Konferenzen und das hebt das Leipziger Finanzforum von anderen Dialogformaten ab. Uns geht es darum, Prozesse anzustoßen und weiter zu verfolgen. Damit zeigen wir: Sustainable Finance in Sachsen ist keine Eintagsfliege, sondern ein Testlabor für Zukunftsinnovationen für die Realwirtschaft und den Finanzmarkt."

Highlights aus dem Programm des Leipziger Finanzforums 2022

  • Yvonne Magwas, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags, und Christian Lindner, Bundesminister der Finanzen, eröffnen mit Grußworten.
  • Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, diskutiert mit Dr. Anita Maaß (Bürgermeisterin Lommatzsch, Lkr. Meißen), Dr. Manfred Wilde (Oberbürgermeister Delitzsch, Lkr. Nordsachsen), Thomas Zschornak (Bürgermeister Nebelschütz, Lkr. Bautzen) über nachhaltige Kommunen und die Schlüsselrolle des Mittelstandes.
  • In den interaktiven Formaten engagieren sich Dr. Katrin Leonhardt (Sächsische Aufbaubank – Förderbank – (SAB)), Dr. Michael Wächter (Digital Impact Labs), Achim Oelgarth (Ostdeutscher Bankenverband), Michael Flämig (LBBW) u.w. als themensetzende Gastgeberinnen und Gastgeber.
  • Es findet das erste Arbeitstreffen des Sustainable Finance Testlab Start-ups nach dessen Kick-off Ende Januar statt.

Das vollständige Programm findet sich unter https://leipziger-finanzforum.de/lff-2022/

Das Leipziger Finanzforum findet aufgrund der aktuell dynamischen pandemischen Lage nicht wie sonst üblich in der Alten Handelsbörse statt, sondern am Vormittag ausschließlich online. Am Werkstatt-Formate am Nachmittag sind hybrid organisiert. Die Veranstalterinnen tragen mit virtuellen Workshops und World-Cafés sowie sog. Breakout-Sessions den Bedürfnissen nach Partizipation Rechnung.

Eckdaten zur Veranstaltung:

Dienstag, 29. März 2022, 10-18.20 Uhr

Satelliten-Workshops/Werkstattgespräche bei der
Leipziger Volksbank, Schillerstraße 3, 04109 Leipzig, sowie der
Sächsische Aufbaubank – Förderbank – (SAB), Gerberstraße 5, 04105 Leipzig

Die Online-Teilnahme ist kostenfrei.

Alle Informationen sowie Anmeldemöglichkeit finden Sie unter https://leipziger-finanzforum.de/lff-2022/

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B.A.U.M.-Jahrestagung hebt Nachhaltigkeitspotenziale
Beratungsagentur 2bdifferent unterstützt mit Expertise zu nachhaltigen Veranstaltungen

Speyer/Hamburg, 22.03.2022 – Die Beratungsagentur für nachhaltige Veranstaltungen 2bdifferent und B.A.U.M. e.V. sind eine Kooperation eingegangen. 2bdifferent berät und begleitet das Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften bei der Planung und Durchführung der B.A.U.M.-Jahrestagung und Preisverleihung im November in Gütersloh.

Am 16. und 17. November 2022 findet die B.A.U.M.-Jahrestagung und Preisverleihung in der Stadthalle Gütersloh statt. Die Veranstaltung ist das jährliche Treffen von B.A.U.M.-Mitgliedern und Nachhaltigkeitsakteurinnen und -akteuren aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Medien und Verbänden. Ergänzt wird die diesjährige Tagung von einer Werksbesichtigung beim gastgebenden Unternehmen Miele & Cie. KG als Side-Event sowie von einer hybriden B.A.U.M.-Gremiensitzung.

"Nachhaltigkeit hat eine hohe Relevanz, bei der Umsetzung von Veranstaltungen – auch unserer eigenen", betont die B.A.U.M.-Vorsitzende Yvonne Zwick. "Als Netzwerk nachhaltig wirtschaftender Unternehmen haben wir schon immer Wert darauf gelegt, unsere Tagungen möglichst energiesparend und klimabewusst durchzuführen. Wir freuen uns, nun mit 2bdifferent einen Partner zu haben, der uns mit seiner Expertise dabei unterstützt, noch mehr Potenziale in unserem nachhaltigen Veranstaltungsmanagement zu identifizieren und zu heben."

"Nachhaltigkeit ist schon lange nicht mehr nur optional, sondern erweist sich mittlerweile als Querschnittsaufgabe in Unternehmen und wird somit von der Kür zur Pflicht. Denn das Klimaschutzgesetz verpflichtet alle dazu, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030 um 55 Prozent gegenüber 1990 zu mindern und damit die Emissionsreduktionsziele konkret festzulegen. Dies gilt auch fu?r die Veranstaltungswirtschaft als wichtiger Teil der Gesellschaft und eine der Branchen, die bisher mit einem gefüllten CO2-Rucksack agierte", unterstreicht Jürgen May, Geschäftsführer von 2bdifferent, die Bedeutung des Themas.

Im Rahmen der Kooperation geht es insbesondere darum, bei der B.A.U.M.-Jahrestagung den Status quo bei der Planung in Sachen Nachhaltigkeit festzustellen und auf dieser Basis Handlungsempfehlungen für die Umsetzung zu geben, die in stetige Verbesserungen führen. Der erste Schritt ist der Basischeck des Kongressformats in Verbindung mit der Stadthalle Gütersloh und dem Gastgeber Miele. Daraus folgen konkrete Empfehlungen für einzelne Handlungsfelder im Rahmen eines Feedbackberichts. Nach der B.A.U.M.-Jahrestagung wird 2bdifferent dann eine detaillierte CO2-Bilanz für alle beteiligten Gewerke erstellen.

Über Fortschritte und erreichte Meilensteine werden die Kooperationspartner in ihren Social-Media-Profilen berichten.

Die Beratungsagentur 2bdifferent steht für Nachhaltigkeit in der Veranstaltungswirtschaft und unterstützt Unternehmen und Institutionen der Event-, Messe- und Kongresswirtschaft, eine erfolgreiche Nachhaltigkeitsstrategie mit klaren Zielen zu definieren und umzusetzen. Seit 2016 ist 2bdifferent Mitglied im B.A.U.M.-Netzwerk.

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Kluges Mobilitätsmanagement schont Klima und Budget
Leitfaden zeigt angesichts steigender Mobilitätskosten Alternativen für Unternehmen

Hamburg, 17.03.2022 – Deutlich steigende Preise für Kraftstoffe und drohende Versorgungsengpässe stellen eine große Herausforderung für Unternehmen und auch deren Beschäftige dar. B.A.U.M. als Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften zeigt in dem aktuellen Leitfaden #MobilityPolicy, wie Unternehmen ihre Mobilitätskosten senken können, indem sie auf nachhaltige Mobilitätsalternativen setzen.

Unternehmen prägen die Personenmobilität sowohl bezüglich geschäftlich veranlasster Fahrten als auch hinsichtlich der Arbeitswege der Mitarbeitenden maßgeblich mit und haben sogar Einfluss auf deren private Mobilität.

In Betrieben weit verbreitet sind derzeit noch Fuhrpark- und Reiserichtlinien, die häufig frei von nachhaltigkeitsorientierten Zielsetzungen, Energie- und Kosteneffizienz und vor allem entsprechend wirksamen Anreizen sind. Hier setzt das Projekt #MobilityPolicy an und zeigt Unternehmen Möglichkeiten auf, aktiv zu werden.

Die Empfehlungen unterstützen Unternehmen dabei, einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger betrieblicher Mobilität zu gehen. Beleuchtet werden die Bereiche Verkehrsvermeidung, Geschäftsreisen, Fahrradnutzung, öffentliche Verkehrsmittel, Parkraummanagement, Fuhrparknutzung und Fuhrparkausstattung.

Der Leitfaden steht ab sofort kostenfrei für alle als PDF-Datei auf der Website www.MobilityPolicy.de zur Verfügung. Alternativ können kostenlose Print-Exemplare unter folgender Adresse bestellt werden:mobility@baumev.de.

Interessierte Unternehmen sind zudem zur Teilnahme an einem Online-Workshop am 30. März 2022 von 11 bis 13 Uhr eingeladen, in dem der Leitfaden #MobilityPolicy und vorbildliche Praxisbeispiele vorgestellt werden. Darüber hinaus bietet der Workshop Raum zur Diskussion und zum Erfahrungsaustausch über die Gestaltung einer nachhaltigen und kostengünstigen betrieblichen Mobilität. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den (richtigen) Anreizen zugunsten einer nachhaltigen Mobilität.

Teilnehmen können Unternehmen mit mindestens 50 Beschäftigten, die einen Firmenfuhrpark besitzen. Weitere Informationen zu dem Workshop finden Sie auf der Website www.MobilityPolicy.de.

Projektleiter Dieter Brübach, stellvertretender Vorsitzender von B.A.U.M. e.V., betont: "Angesichts der aktuellen Situation empfehlen wir Unternehmen dringend, ihre betriebliche Mobilität nachhaltig auszurichten, als wichtiger Beitrag zur Kostensenkung und auch zur Sicherung der Energieversorgung. Damit verbunden sind zudem Klimaschutz, erhöhte Arbeitgeberattraktivität und verbesserte Zukunftsfähigkeit."

Das von B.A.U.M. e.V. initiierte und koordinierte Projekt #MobilityPolicy wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz sowie dem Umweltbundesamt gefördert und wurde in Kooperation mit zahlreichen Expert:innen und Institutionen durchgeführt.

Hinweis für Redaktionen: Auf www.MobilityPolicy.de stehen ein Fachartikel (mit ca. 16.000 Zeichen) sowie eine Präsentation zur Verfügung, die die wesentlichen Impulse zur nachhaltigen Mobilitätsgestaltung kompakt zusammenfassen.

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"Grüne" Büros gesucht!
Jetzt teilnehmen beim Wettbewerb "Büro & Umwelt" 2022

Hamburg, 10.03.2022 – Achten Sie in Ihrem Büro darauf, den Papierverbrauch gering zu halten? Oder nutzen Sie Recycling-Papier und schaffen bevorzugt Bürogeräte an, die den "Blauen Engel" tragen? Dann haben Sie die besten Voraussetzungen, um beim diesjährigen Wettbewerb "Büro & Umwelt" 2022 unter den Gewinnern zu sein!

Um auf die Möglichkeiten eines schonenden Umgangs mit Ressourcen im Büroalltag und auf Umweltaspekte bei der Beschaffung von Büroartikeln und der Ausstattung von Büroräumen aufmerksam zu machen, organisiert B.A.U.M., das Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften, seit 2008 jährlich den Wettbewerb "Büro & Umwelt". In diesem Jahr wird der Wettbewerb nun bereits zum fünfzehnten Mal durchgeführt.

Noch bis zum 31. Mai können Unternehmen aller Größen sowie öffentliche Einrichtungen und Kommunen beim Wettbewerb "Büro & Umwelt" 2022 mitmachen. Unter www.buero-und-umwelt.definden Sie alle Informationen zur Wettbewerbsteilnahme. Für alle, die vielleicht unsicher sind, ob sich die Bewerbung beim Wettbewerb bereits "lohnt", bietet die Website ein besonderes Angebot: den Schnell-Check! Auf der Startseite des Wettbewerbs können Unentschlossene 10 Fragen beantworten und bekommt eine kurze Einschätzung zum Stand des eigenen Umweltengagements.

Ermittelt werden die umweltfreundlichsten Büros anhand eines Fragebogens, der von einer Jury begutachtet wird. Die Fragen sind vielfältig und bezieht sich auf umweltbezogene und sozialfaire Themengebiete: von der Büroorganisation bis zur Verpflegung im Büro. Der Fragebogen dient nicht nur der Ermittlung der Preisträger, er kann zudem von allen Interessierten als Checkliste und Leitfaden zur Überprüfung und Erweiterung des eigenen umweltverträglichen Verhaltens im Büro genutzt werden. Der Musterfragebogen steht auf der Website unter www.buero-und-umwelt.de zum Download bereit. Die Bestplatzierten je Kategorie werden voraussichtlich im Frühjahr 2023 ausgezeichnet und können bei der Preisverleihung ihre Best-Practice-Beispiele präsentieren.

B.A.U.M. führt den Wettbewerb "Büro & Umwelt" jährlich in Kooperation mit verschiedenen Partnern durch. Partner des Wettbewerbs "Büro & Umwelt" 2022 sind memo, Wilkhahn, Lokay, die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR), die Paperworld und der Deutsche Städtetag.

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MobilityPolicy
Leitfaden hilft bei der nachhaltigen Ausgestaltung von Mobilitätsrichtlinien in Unternehmen

Hamburg, 03.03.2022 – Das Unternehmensnetzwerk für Nachhaltiges Wirtschaften B.A.U.M. präsentiert den Leitfaden MobilityPolicy, in dem Handlungsempfehlungen für ein an Nachhaltigkeit orientiertes betriebliches Mobilitätsmanagement bereitgestellt werden.

Unternehmen prägen die Personenmobilität sowohl bezüglich geschäftlich veranlasster Fahrten als auch hinsichtlich der Arbeitswege der Mitarbeitenden maßgeblich mit und haben sogar Einfluss auf deren private Mobilität. In Betrieben weit verbreitet sind derzeit noch Fuhrpark- und Reiserichtlinien, die häufig frei von nachhaltigkeitsorientierten Zielsetzungen und vor allem entsprechend wirksamen Anreizen sind. Hier setzt das Projekt #MobilityPolicy an und zeigt Unternehmen Möglichkeiten auf, aktiv zu werden.

Die Empfehlungen unterstützen Unternehmen dabei, einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger betrieblicher Mobilität zu gehen. Beleuchtet werden die Bereiche Verkehrsvermeidung, Geschäftsreisen, Fahrradnutzung, öffentliche Verkehrsmittel, Parkraummanagement, Fuhrparknutzung und Fuhrparkausstattung.

Der Leitfaden steht ab sofort kostenfrei für alle als PDF-Datei auf der Website www.MobilityPolicy.dezur Verfügung. Alternativ können kostenlose Print-Exemplare unter folgender Adresse bestellt werden: mobility@baumev.de.

Interessierte Unternehmen sind zur Teilnahme an einem Online-Workshop am 30. März 2022, 11-13 Uhr, eingeladen, in dem der Leitfaden #MobilityPolicy und vorbildliche Praxisbeispiele vorgestellt werden. Darüber hinaus bietet der Workshop Raum zur Diskussion und zum Erfahrungsaustausch über die Gestaltung einer nachhaltigen betrieblichen Mobilität. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den (richtigen) Anreizen zugunsten einer nachhaltigen Mobilität.

Teilnehmen können Unternehmen mit mindestens 50 Beschäftigten, die einen Firmenfuhrpark besitzen. Weitere Informationen zu dem Workshop finden Sie auf der Website www.MobilityPolicy.de.

MobilityPolicy-Projektleiter Dieter Brübach, stellvertretender Vorsitzender von B.A.U.M. e.V., betont: "Für Unternehmen, die sich Klimaschutz und Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben haben, gehört auch eine nachhaltige Mobilität dazu. Damit verbunden sind zudem ökonomische Vorteile, erhöhte Arbeitgeberattraktivität und verbesserte Zukunftsfähigkeit. Das Projekt #MobilityPolicy und der erarbeitete Leitfaden setzen wichtige Impulse hinsichtlich einer nachhaltigen Ausrichtung betrieblicher Mobilität und unterstützen Unternehmen auf diesem Weg."

Das von B.A.U.M. e.V. initiierte und koordinierte Projekt #MobilityPolicy wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz sowie vom Umweltbundesamt gefördert und wurde in Kooperation mit zahlreichen Fachexpert:innen und Institutionen durchgeführt.

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Preisverleihung des Wettbewerbs "Büro & Umwelt" als Twitter-Event
"Grüne Büros" im Fokus

Hamburg, 1.2.2022 – Zum 14. Mal zeichnet der vom Nachhaltigkeitsnetzwerk B.A.U.M. organisierte Wettbewerb "Büro & Umwelt" Unternehmen aller Größenordnungen sowie öffentliche Einrichtungen und Verwaltungen aus, die sich durch ressourcenschonendes, energieeffizientes Verhalten im Büro sowie eine nachhaltige Arbeitsplatzgestaltung hervorgetan haben.

Die Preisverleihung fand heute aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation als Twitter-Event statt. Interessierte waren eingeladen, die Preisverleihung auf dem B.A.U.M.-Twitter-Kanal @BAUMeV zu verfolgen, zu gratulieren, zu kommentieren und mit dem Hashtag #BüroundUmwelt zu retweeten, um das Engagement der Preisträger:innen zu würdigen.

"Wir möchten uns bei unseren hervorragenden Preisträgerinnen und Preisträgern bedanken, die auch in diesen schwierigen Zeiten wieder beeindruckende Beispiele für die praktische Umsetzung nachhaltiger Arbeits- und Bürokonzepte gezeigt haben. Mit ihrem guten Vorbild fördern sie das Bewusstsein für die Umweltproblematik im Büro und regen zur Nachahmung an", so Dieter Brübach, stellvertretender Vorsitzender von B.A.U.M. e.V.

Die Erstplatzierten in den verschiedenen Wettbewerbskategorien sind:

Flughafen Köln/Bonn GmbH (Kategorie "Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitenden")

GREEN IT Das Systemhaus GmbH (Kategorie "Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitenden")

WUQM Consulting GmbH (Kategorie "Unternehmen mit bis zu 20 Mitarbeitenden")

KEK Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH (Kategorie "Behörden, andere öffentliche Verwaltungsstellen und weitere Einrichtungen")

In einer Sonderkategorie wurden 2021 "Konzepte für Nachhaltigkeit im Home Office” bewertet. Eine Auszeichnung sprach die Wettbewerbsjury hierbei aus für:

Bergzeit GmbH

KEK Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH

OmniCert Umweltgutachter GmbH

Projektron GmbH

B.A.U.M. führt den Wettbewerb "Büro & Umwelt" jährlich in Kooperation mit verschiedenen Partnern durch. Im Jahr 2021 wurde der Wettbewerb durch das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt gefördert und stand unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltministerin Svenja Schulze. Weitere Partner des Wettbewerbs sind memo, Wilkhahn, bb-net, ASSMANN, Lokay und die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR).

Der Start des Wettbewerbs 2022 fand heute Vormittag im Rahmen des Sustainable Office Day statt, einer Online-Fachtagung zum "Grünen Büro", die Praxisbeispiele und Lösungsansätze bot. Nach der Vorstellung des Wettbewerbs präsentierten die Erstplatzierten des Wettbewerbs "Büro & Umwelt" 2021 ihr gutes Praxisbeispiel.

Weitere Informationen zum Wettbewerb "Büro & Umwelt" finden Sie unter www.buero-und-umwelt.de

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Referenzrahmen für die industrielle und gesellschaftliche Transformation notwendig
Briefe an Kommissionspräsidentin von der Leyen und Klimaschutzkommissar Timmermans

Hamburg, 20.1.2021 – Angesichts der Aufnahme von Atomkraft und Gas in die EU-Taxonomie durch die Europäische Kommission hält B.A.U.M. Wirkungsmessung und eine übergeordnete Nachhaltigkeitsstrategie für erforderlich. Gemeinsam mit der französischen Initiative MR21 – Managers Responsable bietet das Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften tatkräftige Unterstützung bei der Entwicklung eines EU-Modells nachhaltiger Unternehmen an.

Mit einem Brief an den geschäftsführenden Vizepräsidenten der EU-Kommission und Kommissar für Klimaschutz Frans Timmermans positioniert sich B.A.U.M. in der Debatte um die Entscheidung der EU-Kommission, Atomkraft und Gas in die Taxonomie für nachhaltige Unternehmenstätigkeiten aufzunehmen. Yvonne Zwick, die Vorsitzende des Netzwerks für nachhaltiges Wirtschaften, bedauert, dass die Kommission mit diesen beiden fossilen Energieträgern spezifische Technologien als Mittel adelt, statt auf Folgenabschätzung und Wirkungsmessung hinsichtlich der Erreichung der EU-Ziele Klimaneutralität und Kreislaufwirtschaft innerhalb vorgegebener Zeithorizonte zu setzen.

"Wir empfehlen dringend zu klären, welche Erwartungen die EU-Kommission an den schrittweisen Ausstieg aus diesen beiden fossilen Energieträgern hat bzw. welche Leistungskriterien erfüllt sein müssen, um sie als gerechtfertigte Lösungen beizubehalten", so Yvonne Zwick. So könne die Innovationskraft in der Industrie mobilisiert und beschleunigt werden.

Deutsch-französische Dialogachse empfiehlt europäische SDG-Strategie

Um den Gestaltungsgedanken des Sustainable-Finance-Pakets und der weiteren Nachhaltigkeitsziele abzusichern, empfiehlt B.A.U.M. dringend die Entwicklung einer europäischen Strategie für das Erreichen der globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDG). Bei diesem Anliegen wird der hauptsächlich in Deutschland vertretene Unternehmensverband unterstützt von MR21 – Managers Responsables aus Frankreich. Erstmals unterbreiten somit starke Nachhaltigkeitsnetzwerke aus diesen beiden Ländern auf EU-Ebene gemeinsame Vorschläge, die an den Perspektiven nachhaltigkeitsorientierter Unternehmen anknüpfen. Diese haben ein großes Interesse an Wettbewerbsbedingungen, die glaubwürdige nachhaltige Geschäftsmodelle mit messbaren Wirkungen honorieren (s. B.A.U.M.-Positionen für eine zukunftsfähige, sozial-ökologische Marktwirtschaft, PDF).

Im Detail sind die Empfehlungen aus dieser deutsch-französischen Dialogachse, die auch in einem gemeinsamen Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen formuliert wurden:

  • Eine europäische SDG-Strategie entwickeln, um die Beiträge der EU-Mitgliedsstaaten zu einem europäischen Gesamtbild zusammenzufügen und voneinander zu lernen. Diese berichten bereits in sog. Voluntary National Reports an die UN über ihre nationale SDG-Politik. Mit einer übergeordneten europäischen Nachhaltigkeitsstrategie könnten darüber hinaus die auf EU-Ebene ergriffenen Maßnahmen im Hinblick auf das übergeordnete Ziel – eine nachhaltige Marktwirtschaft in Europa zu schaffen – gesteuert und bewertet werden.
  • Mindesttransparenzanforderungen für Unternehmen formulieren, die den Zugang auf den europäischen Markt suchen, da verlässliche Wirtschaftsbeziehungen und Marktregeln, die Innovationen innerhalb eines klar gesetzten Ordnungsrahmens fördern, der Verbreitung europäischer Werte auf lokaler, regionaler und globaler Ebene am besten dienen.
  • Ein regelmäßiges Multistakeholder-Forum einrichten mit Teilnehmenden u.a. aus Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften, Verbraucherschutz und Wissenschaft, das konstruktive Stimmen, die nachhaltiges Wirtschaften in betrieblicher Praxis umsetzen, in den Dialog auf europäischer Ebene einbezieht.

"Die kommenden europäischen Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung können einen einzigartigen Impuls in den Markt geben", ist Yvonne Zwick überzeugt. "Kombiniert mit einer prozessorientierten Strategie, die auf europäischen Werten aufsetzen und sich an klar festgelegten Zielen orientiert, entwickeln wir gemeinsam ein starkes EU-Modell nachhaltiger Unternehmen und zugleich eine auf den SDGs und dem Pariser Klimavertrag basierende Nachhaltigkeits- und Industriepolitik."

Die Unternehmensnetzwerke B.A.U.M. und MR21 – Managers Responsable haben der EU-Kommission ihre Unterstützung für die Entwicklung einer kohärenten Nachhaltigkeitsagenda in Europa zugesagt.

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PRESSEMITTEILUNGEN 2021

Ressourcenschutz muss umfassend im Koalitionsvertrag verankert werden
Dies fordern B.A.U.M. und BUND sowie 17 weitere Organisationen

Hamburg/Berlin, 10.11.2021 – Anlässlich der Koalitionsverhandlungen fordern B.A.U.M. e.V., das Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften, und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) unterstützt von 17 weiteren Organisationen die Koalitionsparteien dazu auf, der deutschen Ressourcenpolitik eine neue Ausrichtung zu geben. Aktuell gleicht die deutsche Ressourcenpolitik einem Flickenteppich von Strategien, Programmen und Gesetzen, die parallel und teilweise gegeneinander laufen. All diese Maßnahmen haben jedoch eins gemeinsam: Sie haben es in den letzten Jahrzehnten nicht geschafft, den Ressourcenverbrauch zu verringern.

Yvonne Zwick, Vorsitzende von B.A.U.M., verdeutlicht die Bedeutung eines regulativen Rahmens für den Ressourcenschutz, um Aktivitäten in der Wirtschaft zu mobilisieren: "Wir erwarten von der kommenden Bundesregierung, dass sie – vergleichbar mit dem Klimaschutz – einen eindeutigen Regulierungsrahmen für Ressourcenschutz setzt. Wirklich nachhaltige Unternehmen, die sich zurecht so bezeichnen wollen, dürfen Umwelt und Gesellschaft nicht schaden. Übergeordnete Ressourcenschutzziele geben einen Impuls dafür, Ressourcen nur in dem Maße zu nutzen, wie es sozial-ökologisch vertretbar und global gerecht ist. Wenn zudem für alle Unternehmen die gleichen Spielregeln gelten, setzt das Anreize für deutsche Unternehmen, die enormen Potenziale unserer Kreislauf-, Repair-, Sharing- und Recyclingwirtschaft zu heben. Kreislaufwirtschaft schafft neue Geschäftsmodelle und Arbeitsplätze, die unsere Mitwelt schonen."

Olaf Bandt, Vorsitzender des BUND, betont: "SPD, FDP und Grüne haben das Thema Ressourcenschutz in den Ergebnissen der Sondierungsgespräche nicht einmal erwähnt. Dabei ist unser Ressourcenhunger für über 90 Prozent des Verlustes biologischer Vielfalt und der global zunehmenden Wasserknappheit sowie etwa für die Hälfte der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Deshalb braucht die deutsche Ressourcenpolitik eine neue Architektur. Die neue Bundesregierung muss den Flickenteppich von Gesetzen, Strategien und Programmen durch einen neuen Rahmen ersetzen, der den Ressourcenverbrauch auch absolut verringert. Ohne den Ressourcenverbrauch in einem ersten Schritt bis 2030 um mindestens die Hälfte zu reduzieren, werden wir weder Klimawandel noch Artensterben aufhalten können."

Die aktuelle Knappheit vieler Rohstoffe zeigt mehr als deutlich, dass es dringenden Handlungsbedarf gibt. Zirkuläres Wirtschaften ist dabei ein zentraler Schlüssel für den Umbau hin zu einem zukunftsfähigen und klimaneutralen Produktionsstandort Deutschland.

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Vorbildlich: Umweltschutz im Büroalltag!
Preisträger des Wettbewerbs "Büro & Umwelt" 2021 stehen fest

Hamburg, 4.11.2021 – Wie kann man im Büro die Umwelt schützen? Ganz einfach: durch ein ressourcenschonendes, energieeffizientes Verhalten und die Beachtung von Umweltaspekten bei der Büroartikelbeschaffung. Wie dies in der Praxis umgesetzt werden kann, zeigen die Preisträger des seit 2008 von B.A.U.M., dem Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften, ins Leben gerufenen Wettbewerbs "Büro und Umwelt" jedes Jahr erneut. Eine zehnköpfige Fachjury wählte nun die umweltfreundlichsten Büros unter den eingereichten Bewerbungen 2021 aus. Schirmherrin des Wettbewerbs ist Bundesumweltministerin Svenja Schulze.

"Unsere Preisträger zeigen etliche Beispiele für eine erfolgreiche Integration von Umweltaspekten in den Büroalltag", sagt Dieter Brübach, stellvertretender Vorsitzender von B.A.U.M. e.V. "In Deutschland sind nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW-Trends 3/2020) rund 15 Millionen Menschen an Büroarbeitsplätzen beschäftigt – daher können auch schon kleine Umweltschutzmaßnahmen am Arbeitsplatz schnell eine große Wirkung entfalten. Die beim Wettbewerb ausgezeichneten Unternehmen gehen das Thema ganzheitlich an und berücksichtigen Umweltaspekte in allen Bürobereichen von Büromaterialien bis hin zur Verpflegung im Büro. Damit stellen sie gute Beispiele für andere Unternehmen dar, die sich auf den Weg dorthin begeben wollen."

Mit dem Wettbewerb "Büro & Umwelt" zeichnet B.A.U.M. Vorbilder für Umweltschutz im Büro aus und macht so auf dieses wichtige Thema aufmerksam.

In den verschiedenen Wettbewerbskategorien wurden 2021 folgende Gewinner ausgewählt:

Kategorie "Unternehmen mit bis zu 20 Mitarbeitenden"
  1. WUQM Consulting GmbH
  2. modem conclusa gmbh
  3. Büro-/EDV-Dienstleistungen, Inh. Margit Fritz

Kategorie "Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitenden"

  1. GREEN IT Das Systemhaus GmbH
  2. OmniCert Umweltgutachter GmbH
  3. Nowy Styl Deutschland GmbH

Kategorie "Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitenden"

  1. Flughafen Köln/Bonn GmbH

Kategorie: "Behörden, andere öffentliche Verwaltungsstellen und weitere Einrichtungen"

  1. KEK Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH
  2. Katholische Spitalstiftung Horb

In diesem Jahr wurden erstmals auch "Konzepte für Nachhaltigkeit im Homeoffice" in einer Sonderkategorie bewertet. Die Jury entschied, an vier Teilnehmer eine Auszeichnung zu vergeben.

Auszeichnungen in der Sonderkategorie 2021: "Konzepte für Nachhaltigkeit im Homeoffice"

Bergzeit GmbH
KEK Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH
OmniCert Umweltgutachter GmbH

Projektron GmbH

Gefördert wurde der Wettbewerb 2021 durch das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt. Zudem wurde der Wettbewerb von zahlreichen Partnern der Bürobranche wie memo, Assmann, bb-net, Druckerei Lokay, paperworld/Messe Frankfurt und der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe unterstützt.

Die Preisverleihung wird voraussichtlich am 1.2.2022 im Rahmen des Sustainable Office Day auf der paperworld in Frankfurt am Main erfolgen. Die Preisträger haben die Möglichkeit, hier ihr gutes Praxisbeispiel zu präsentieren.

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Zwischen Bundestagswahl und Weltklimagipfel in Glasgow
Sustainable Finance Gipfel bringt Perspektiven aus Politik, Finanzwirtschaft und Realwirtschaft in produktiven Austausch

Frankfurt am Main, 13.10.2021 – Am kommenden Freitag, 15. Oktober 2021, findet der 5. Sustainable Finance Gipfel Deutschland statt, der vom Green and Sustainable Finance Cluster Germany (GSFCG) gemeinsam mit dem internationalen Netzwerk Initiative Financial Centers for Sustainability (FC4S) und dem deutschen Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften B.A.U.M. e.V. organisiert wird. Die Veranstalter erwarten rund 600 Gäste bei dem hybriden Format – und geben letzte Änderungen im Programm bekannt.

Im Jahr 2021 wurden zahlreiche Impulse für Sustainable Finance in Deutschland gegeben: Der Sustainable-Finance-Beirat der Bundesregierung legte im Februar Empfehlungen für eine deutsche Sustainable Finance Strategie auf den Tisch. Die Bundesregierung antwortete darauf im Mai mit 26 Maßnahmen. Neben der Frage, ob sie ausreichen, um Deutschland zu einem führenden Sustainable Finance Standort zu machen, wird der Schwerpunkt des Gipfels knapp drei Wochen nach der Bundestagswahl darauf liegen, Sachthemen auf die Agenda der neuen Bundesregierung zu setzen.

Der Sustainable Finance Gipfel Deutschland 2021 findet am 15. Oktober 2021 zum fünften Mal am Finanzplatz Frankfurt statt. "Das Programm greift aktuelle Diskussionen auf, die in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft geführt werden – die große Resonanz auf unser Themenangebot zeigt die Relevanz der Themen", freut sich Karsten Löffler über eine Programmänderung in letzter Minute. Kurzfristig hat sich Dr. Jörg Kukies, Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen angekündigt. Er wird gegen Ende des Sustainable Finance Gipfels einen Expuls geben. "Das ist insofern interessant, als wir natürlich gerne erfahren würden, wie die Perspektiven für die Fortsetzung und Institutionalisierung des Sustainable Finance Beirats der Bundesregierung sind, der in nur gut zwei Jahren unmittelbarer Regierungsberatung viel dazu beigetragen hat, das Thema groß zu machen", so Löffler weiter.

Die Veranstaltung ist mit 600 Registrierungen ausgebucht. Das Plenum kann von 9.30 bis 12.40 Uhr und von 16.00 bis 17.30 Uhr via Livestream auf der Veranstaltungswebsite verfolgt werden. Gesprächswünsche mit am Programm Beteiligten vermitteln wir gerne und bitten um Mail an info@gsfc-germany.com. Für kurzfristige Presseakkreditierungen finden Sie sich bitte mit Ihrem aktuellen Presseausweis bei der Frankfurt School, Adickesallee 32-34, 60322 Frankfurt am Main, ein.

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Sustainable Finance und der Mittelstand: eine Annährung auf großer Bühne
B.A.U.M. ist Mitveranstalter des 5. Sustainable Finance Gipfel Deutschland

Hamburg, 11.10.2021 – In 4 Tagen findet der 5. Sustainable Finance Gipfel Deutschland statt, der vom Green and Sustainable Finance Cluster Germany (GSFCG) gemeinsam mit B.A.U.M. und der internationalen Netzwerk Initiative Financial Centers for Sustainability (FC4S) ausgerichtet wird. Als primär realwirtschaftliches Netzwerk für Nachhaltigkeit bringt B.A.U.M. die Perspektive des Mittelstands ein.

Das europäische Finanzsystem ist in einem tiefgreifenden Wandlungsprozess. In den letzten Jahren sind seitens Politik und Finanzwirtschaft wichtige Schritte unternommen worden, um nachhaltige Finanzstrukturen zu stärken. Der Finanzwirtschaft kommt in der nachhaltigen Transformation mit ihren Finanzierungs- und Investitionsmöglichkeiten eine wichtige Rolle zu. So wird Sustainable Finance immer stärker in die strategische Geschäftsentwicklung der Banken, in die Produktentwicklung, in Risikomanagement, Beratung und Berichterstattung eingebunden. Die Bedeutung des Themas wächst in allen Bereichen wirtschaftlichen Handels.

Der Sustainable Finance Gipfel Deutschland 2021, der am 15. Oktober in Frankfurt a. M. stattfindet, wirft einen Blick auf diese Entwicklungen. 2021 wurden bedeutende Impulse für Sustainable Finance in Deutschland gegeben: Der Sustainable-Finance-Beirat der Bundesregierung legte im Februar Empfehlungen für eine Sustainable-Finance-Strategie vor; die Bundesregierung antwortete darauf im Mai mit einem Maßnahmenkatalog. Der Gipfel wird fragen, ob die Maßnahmen ausreichen, um Deutschland zu einem führenden Sustainable-Finance-Standort zu machen, Impulse für die neue Bundesregierung setzen und wichtige Sachthemen vertieft diskutieren. "Gerade in Deutschland befinden wir uns an einer interessanten Stelle der Zeitläufe: Mit auf der Aufgabenliste der neuen Bundesregierung steht die Neuberufung des Sustainable-Finance-Beirates. In der Besetzung sollten die realwirtschaftliche Perspektive und die vom Strukturwandel besonders betroffenen Regionen stärker beteiligt werden", fordert Yvonne Zwick, Vorsitzende von B.A.U.M. e.V.

Themen, die als Schnittstellen zwischen Finanz- und Realwirtschaft wichtig sind

B.A.U.M. vernetzt als Kooperationspartner Diskurswelten von Sustainable Finance mit dem Mittelstand und seinen konkreten Anliegen. Im Programm und in den insgesamt sechs interaktiven Workshops hat B.A.U.M. Themen platziert, die aus Perspektive des Netzwerks als Schnittstellen zwischen Finanz- und Realwirtschaft besonders wichtig sind. "Diversity of Mindsets, Leadership for Sustainability, Wege, die Transformationsfinanzierung wirksam zu mobilisieren, Berichterstattung und Ansätze zur umfassenden Bilanzierung, wirksame CO2-Bepreisung und wie man vom Klimaschutz zur Bewahrung der Biodiversität kommt – dies alles sind Themen von hoher Bedeutung für das Erreichen der globalen Nachhaltigkeitsziele bis 2030", so Zwick.

Den Workshop zur Transformationsfinanzierung im Mittelstand hostet die B.A.U.M.-Vorsitzende gemeinsam mit Mica Valdivia vom Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB). Die Diskussion wird u. a. vor dem Hintergrund der Idee eines Zukunfts- und Klimaplans geführt und soll diesen Ansatz des B.A.U.M.-Ehrenvorsitzenden Prof. Dr. Maximilian Gege konkretisieren. Thorsten Krüger, Bürgermeister der Stadt Geestland, und Amir Roughani, Gründer und CEO der Vispiron, werden ihre praktischen Erfahrungen und Perspektiven in diesen Workshop einbringen.

Die hohen Anmeldezahlen spiegeln die Relevanz des Themas wider und lassen auf eine spannende Veranstaltung hoffen. Mit gut einem Drittel der rund 600 Gäste aus der Realwirtschaft und prominenter Beteiligung im Programm ist B.A.U.M. gut vertreten. So formuliert Dr. Klaus-Michael Ahrend, HEAG-Vorstand und Mitglied im Gesamtvorstand von B.A.U.M., auf einem der Hauptpanel am Vormittag Erwartungen an die neue Bundesregierung (11.35 Uhr, "Quo vadis Sustainable Finance"). Prof. Dr. Kerstin Lopatta, Professorin für Financial Accounting, Auditing und Sustainability an der Universität Hamburg und Mitglied im Kuratorium Wissenschaft von B.A.U.M., hostet gemeinsam mit dem Präsidenten des DRSC Georg Lanfermann ab 14 Uhr den Workshop "Berichterstattung und True Cost Accounting". In diesen Workshop wird B.A.U.M.-Mitglied Christian Hiß von der Regionalwert AG Freiburg Perspektiven zur umfassenden Bilanzierung von Nachhaltigkeitsleistungen und -risiken einbringen, die er in dem jüngst abgeschlossenen Projekt Quarta Vista mit SAP ausgearbeitet hat. Das Verfahren geht auf eine Methode zurück, die Hiß seit 10 Jahren für die Landwirtschaft entwickelt.

Der Sustainable Finance Gipfel findet am kommenden Freitag, am 15. Oktober 2021, von 9 bis 17.30 Uhr als Hybridveranstaltung statt und richtet sich an Fachleute aus Finanzbranche, Realwirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Aufsichtsbehörden sowie aus Regierung und Parlamenten. Die Teilnahme ist kostenlos. Im Nachgang erstellt B.A.U.M. eine Dokumentation, in der die Botschaften und Diskussionen des Gipfels aufbereitet werden.

Partner von B.A.U.M., die die Kooperation ermöglichen, sind Evangelische Bank, Union Investment, Volksbank Mittweida, GLS Bank, Green Growth Futura, ISS ESG, UmweltBank und Visprion.

Bei Interesse vermitteln wir gerne Interviews und Hintergrundgespräche mit am Programm Beteiligten.

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Nachhaltigkeitsnetzwerk organisiert Know-how-Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft
B.A.U.M. beruft Beirat und Kuratorium neu

Hamburg, 28.9.2021 – B.A.U.M. hat seinen Beirat Unternehmen und sein Kuratorium Wissenschaft neu berufen. Damit stärkt das Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften die inhaltliche Arbeit des Verbandes. Die Expertinnen und Experten aus Unternehmenspraxis, Wirtschaftswissenschaften, Klimaforschung, Politik- und Medienwissenschaften bilden die beratenden Gremien von B.A.U.M. e.V. Die konstituierenden Sitzungen fanden am vergangenen Freitag statt.

"Es ist wichtig, die Arbeit von B.A.U.M. e.V. anschlussfähig an die betriebliche Praxis und auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft aufzubauen – von daher sind der Beirat Unternehmen und das wissenschaftliche Kuratorium von enormer Bedeutung für B.A.U.M.", erläutert die B.A.U.M.-Vorsitzende Yvonne Zwick die Bedeutung der beiden Gremien für die Arbeit des Netzwerks. Die Gremienmitglieder gestalten die strategische Ausrichtung und praktische Arbeit des Verbands unmittelbar mit. So stand in der konstituierenden Sitzung die B.A.U.M.-Definition für Klimaneutralität im Mittelpunkt. Perspektivisch werden branchenspezifische, die Klimaziele konkretisierende Transformationsprojekte im Rahmen von "Wirtschaft pro Klima" entwickelt.

"Die Mitglieder von Unternehmensbeirat und wissenschaftlichem Kuratorium sind unsere ersten Gesprächspartnerinnen und -partner in der Weiterentwicklung des Verbands. Die Initiative 'Wirtschaft pro Klima' wird zum Transformationslabor für klimaresiliente Ökonomie, die mehr Werte schafft, als zu zerstören. Hier geht es um die Nachhaltigkeit des Kerngeschäfts der Unternehmen", so Zwick weiter. Sie freue sich auf lebhafte Diskussionen. Neben der Veranstaltungswirtschaft werden weitere branchenspezifische Perspektiven ergänzt. Ziel ist, Unternehmen einen möglichst leichten Einstieg zu bieten, um fit für die Klimaneutralitätsziele von Bundesregierung und EU-Kommission zu werden, und sie im Prozess der Transformation zu begleiten.

Der Vorstand hat rund die Hälfte der jetzigen Mitglieder von Beirat und Kuratorium neu, die übrigen für eine zweite Amtszeit berufen. Im Zuge der Neuberufung wurden das wissenschaftliche Kuratorium paritätisch und der Beirat Unternehmen zu einem Drittel mit Frauen besetzt. Zur Sprecherin des Beirats Unternehmen wurde Klara Marquardt vom Bauverein der Elbgemeinden eG gewählt. Sprecher des Kuratoriums Wissenschaft wurde Prof. Dr. Jochen R. Pampel von der Hochschule Macromedia und außerplanmäßiger Professor für Controlling an der Universität Potsdam.

In der jetzigen Zusammensetzung werden die Gremien bis Sommer 2024 zusammenarbeiten. Eine vollständige Liste der Mitglieder des Beirats Unternehmen und des Kuratoriums Wissenschaft von B.A.U.M. finden Sie auf www.baumev.de/gremien

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Fokus auf Klimaschutz
B.A.U.M.-Preisverleihung im Rahmen des ExtremWetterKongresses

Hamburg, 28.9.2021 – Der B.A.U.M. | Umwelt- und Nachhaltigkeitspreis wurde am vergangenen Donnerstag im Rahmen des ExtremWetterKongresses verliehen. Klimaforscherin und Preisträgerin Dr. Friederike Otto warnte: "Wir sind längst im Zeitalter der Schäden angekommen." Hamburgs Erster Bürgermeister betonte die Bedeutung motivierender Vorbilder, wie es die Preisträgerinnen und Preisträger sind, für den Klimaschutz. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel dankte als Schirmherrin dem B.A.U.M.-Netzwerk für sein Engagement zur Stärkung der Nachhaltigkeit.

Am Donnerstag, dem 23. September, wurden der B.A.U.M. | Umwelt- und Nachhaltigkeitspreis in den Kategorien Großunternehmen, KMU, Wissenschaft und Digitalisierung sowie der Internationale B.A.U.M.-Sonderpreis verliehen. Beim Engagement der diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger spielt der Klimaschutz eine zentrale Rolle.

So war es passend, dass die Preisverleihung im Rahmen des ExtremWetterKongresses stattfand, auf dem führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie weitere Fachleute neueste Ergebnisse und Entwicklungen aus den Bereichen Extremwetter und Klimawandel einer breiten Öffentlichkeit vorstellten und diskutierten. Das Fazit: Es zeigt sich, dass das Abkommen von Paris bisher wirkungslos ist. Der Anstieg der Kohlenstoffdioxid-Konzentration in der Atmosphäre schreitet beschleunigend voran.

Die Klimaforscherin Dr. Friederike Otto von der Universität Oxford, B.A.U.M.-Preisträgerin in der Kategorie Wissenschaft und laut Time-Magazin eine der 100 einflussreichsten Persönlichkeiten 2021, warnte: "Wir sind längst im Zeitalter der Schäden angekommen." Im Rahmen des Kongresses sprach sie u. a. über Mortalität aufgrund von Extremwetterereignissen und wies darauf hin, dass von den Weltregionen mit höchster Vulnerabilität am wenigsten Daten vorliegen.

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel würdigte in ihrem Grußwort das Engagement von B.A.U.M. Das Netzwerk habe viel getan, um das Thema Nachhaltigkeit zu stärken, sagte die Schirmherrin der Preisverleihung und dankte Prof. Dr. Maximilian Gege, Mit-Gründer von B.A.U.M. und bis Anfang des Jahres Vorsitzender, persönlich.

Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, sprach über nachhaltige Stadtentwicklung und betonte, Klimaschutz müsse mit positiven Botschaften verknüpft werden, die zum Mitmachen animieren: "Eine klimafreundliche Stadt ist leiser, sauberer, gesünder, lebenswerter." Wir müssten vom Reden ins Handeln kommen, so Tschentscher und zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Preisträgerinnen und Preisträger sowie von der Arbeit des B.A.U.M.-Netzwerks.

Martin Oldeland, stellvertretender Vorsitzender von B.A.U.M., übernimmt den Juryvorsitz des B.A.U.M. | Umwelt- und Nachhaltigkeitspreises von Prof. Dr. Maximilian Gege, der den Preis initiierte und diese Funktion 28 Jahre innehatte. Oldeland wies darauf hin, dass die angestrebte Klimaneutralität dringend auf Fachkräfte angewiesen ist: "Schauen wir einfach mal auf den sehr bedeutsamen Bereich der energetischen Gebäudesanierung. Gebäude stehen für rund 30 Prozent der CO2-Emissionen, und wir wollen bis 2045 klimaneutral sein. Es fehlt Personal auf der Ebene der Genehmigungsbehörden, bei den Energieberater und vor allem auch beim ausführenden Handwerk."

Nachdem die Preisverleihung, bedingt durch die Corona-Pandemie, zwei Jahre in Folge in kleinem Rahmen und als Hybridveranstaltung stattgefunden hat, soll sie 2022 wieder wie gewohnt Teil einer eigenständigen B.A.U.M.-Jahrestagung werden.

Die Nominierungsphase für den B.A.U.M. | Umwelt- und Nachhaltigkeitspreis 2022 läuft noch bis zum 31. Oktober 2021. Kandidatinnen und Kandidaten können sich auf Eigeninitiative bewerben oder durch Dritte sowie von B.A.U.M. vorgeschlagen werden. Informationen zum Auswahlprozess, den Kategorien und Kriterien finden Sie auf www.baumev.de/auszeichnung. Die Bewerbung ist kostenlos.

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Auszeichnung für Engagement in Klimaschutz, Digitalisierung, Kreislaufwirtschaft
B.A.U.M.-Preis macht Zukunftsengagement sichtbar

Hamburg, 23.9.2021 – B.A.U.M., das Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften, zeichnet wieder vorbildliches Engagement aus. Mit den ausgezeichneten Personen rücken Themen in den Fokus, die entscheidend sind, wenn die Transformation zu einer nachhaltigeren Wirtschafts- und Lebensweise gelingen soll.

Klimaschutz, Digitalisierung, Kreislaufwirtschaft – das sind die Themen, um die sich die Preisträgerinnen und Preisträger des diesjährigen B.A.U.M. | Umwelt- und Nachhaltigkeitspreises verdient gemacht haben. Am 23. September werden in Hamburg ausgezeichnet:

  • Boris Herrmann – Team Malizia (Internationaler Sonderpreis)
  • Stefanie Schönherr – dm-drogerie markt GmbH + Co. KG (Kategorie Großunternehmen)
  • Ina Budde – circular.fashion UG (haftungsbeschränkt) (Kategorie KMU)
  • Ulrich Prediger – JobRad-Gruppe (Kategorie KMU)
  • Dr. Friederike Otto – Environmental Change Institute der Universität Oxford (Kategorie Wissenschaft)
  • Altan Günsoy – Global Climate GmbH (Kategorie Digitalisierung)

"Wir müssen alles daransetzen, die Ziele der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Daher müssen wir die Weichen für die Dekade des Handelns nach dem Leitprinzip der Nachhaltigkeit noch konsequenter stellen. Das B.A.U.M.-Netzwerk ist hierfür ein engagierter Mitstreiter", so Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, die in diesem Jahr die Schirmherrschaft für die B.A.U.M.-Preisverleihung übernommen hat.

Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher übereicht gemeinsam mit dem geschäftsführenden Vorstand von B.A.U.M. sowie dem Jury-Vorsitzenden Prof. Dr. Maximilian Gege die Urkunden an die Preisträgerinnen und Preisträger. In seinem Grußwort zur Preisverleihung betont er: "Mit dem B.A.U.M. | Umwelt- und Nachhaltigkeitspreis werden besondere Persönlichkeiten geehrt, die kluge und innovative Wege aufzeigen, wie Unternehmen zum Klimaschutz und zur Zukunftsfähigkeit der Wirtschaft beitragen können. Vorbilder sind wichtig, denn sie machen Mut, sich für Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu engagieren. Ich gratuliere allen Preisträgerinnen und Preisträgern sehr herzlich zu dieser Auszeichnung."

Prof. Dr. Maximilian Gege, Initiator des renommierten B.A.U.M. | Umwelt- und Nachhaltigkeitspreises und bis Anfang des Jahres Vorsitzender von B.A.U.M., übergibt nach der Preisverleihung den Jury-Vorsitz an den stellvertretenden B.A.U.M.-Vorsitzenden Martin Oldeland. "Uns war immer wichtig, mit diesem Preis diejenigen auszuzeichnen, die sich Tag für Tag aktiv für eine nachhaltige Entwicklung einsetzen. Mit ihrem Engagement sind sie Vorbilder für andere. Solche Leuchttürme wollen wir auch künftig herausstellen", erklärt Oldeland.

Der Preisverleihung im Rahmen des ExtremWetterKongresses geht das EWK-Wirtschaftsforum mit dem Titel "Vorsprung durch Veränderung – Aus der Krise eine Chance machen" mit hochkarätigen Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft voraus. Zum Auftakt spricht die B.A.U.M.-Vorsitzende Yvonne Zwick über Innovationen als Schlüssel der Transformation. "Für die Vollbremsung und Kehrtwende zur Klimaresilienz braucht es jedes einzelne und in Summe möglichst viele Unternehmen. B.A.U.M. positioniert mit Wirtschaft pro Klima ein Labor für Transformation. Hier erarbeiten wir mit Partnern gemeinsam das „Wie" – wie Unternehmen sich möglichst schnell auf den Weg zur Umweltpositivität machen und diese Aktivitäten strategisch mit dem Kerngeschäft verknüpfen können", so Zwick.

Morgen wird Yvonne Zwick das Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften bei der Pressekonferenz im Rahmen des Extremwetterkongresses vertreten und Fragen der Journalistinnen und Journalisten beantworten.

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Kurzleitfaden für klimastabile Wälder
Das richtige Buch für die Waldkrise in Deutschland
Hamburg, 8.9.2021 – B.A.U.M., das Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften, gibt als Beitrag zur Überwindung der derzeitigen Waldkrise in Deutschland das Buch "Dauerwald – Leicht gemacht!" heraus. Dieses Buch beschreibt erstmals ein ganzheitliches ökologisches Waldbetriebsmodell in Form eines Kurzleitfadens. Es versetzt Waldbesitzer somit in die Lage, ihre naturfernen und geschwächten Wälder widerstandsfähiger und klimastabiler zu gestalten. Das Buch wird gleich nach Erscheinen am 15. September in einer Online-Veranstaltung präsentiert.

"Dieses Buch ist in mehrfacher Hinsicht von Bedeutung", erläutert Rainer Kant, Co-Autor und Waldexperte bei B.A.U.M. "Zum einen liefert das Buch ein ganzheitliches Waldbetriebsmodell, das nicht nur eine Aufzählung von Ratschlägen präsentiert. Alle vorgeschlagenen Maßnahmen zur Stärkung der Waldnatur und zur Verbesserung der Wertholzproduktion sind eingebettet in ein zukunftsweisendes, ökosystemares Gesamtkonzept – fundiert erklärt und nachvollziehbar. Zum anderen ist dieser Leitfaden eine hilfreiche Orientierung für alle, die an einem Wandel in der Forstwirtschaft interessiert sind. Darüber hinaus stellt das Buch mit seinem Dauerwaldkonzept einen effektiven Hebel zur Erreichung der deutschen Klimaziele, zur Umsetzung der deutschen Biodiversitätsstrategie dar und es unterstützt dazu noch die aktuelle UN-Dekade 2021-2030 zur Wiederherstellung der Ökosysteme."

Das Buch kommt genau zur richtigen Zeit, denn Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sind angesichts des sich verstärkenden Klimawandels an gesunden und produktiven Wäldern nicht nur interessiert, sondern in hohem Maße von ihnen abhängig. Die extremen Dürrejahre 2018-2020, die diesjährigen Flutkatastrophen und die aktuellen weltweiten Waldbrände richten zwangsläufig den Fokus auf naturnahe und stabile Mischwälder. "Mit dem Dauerwald-Konzept wird es gelingen, die biologische Leistungsfähigkeit eines Waldes zurückzugewinnen, seine Abwehrkraft gegenüber Stürmen, Insekten und vor allem dem Klimawandel zu stärken, seine biologische Vielfalt und seinen CO2-Vorrat deutlich zu erhöhen und, last but not least, seine forstliche Rentabilität durch eine dauerhafte Wertholz-Produktion zu steigern", stellt der Autor Wilhelm Bode die Vorzüge des von ihm in diesem Leitfaden beschriebenen Konzepts heraus. Es ist seit der erstmaligen Veröffentlichung der Dauerwaldidee Alfred Möllers 1921 der erste Versuch, dessen revolutionäre Waldbautheorie in einem Leitfaden praktisch zugänglich zu machen.

Nach einer Analyse der vergangenen und gegenwärtigen Praxis industrieller Forstwirtschaft zeigt "Dauerwald – Leicht gemacht!" in klaren nachvollziehbaren Schritten, wie labile Forste in artenreiche und stabile Dauermischwälder überführt werden können. Das Buch mit ca. 350 Seiten ist vornehmlich für Waldbesitzer und -besitzerinnen bestimmt, die ihre Wälder für die Zukunft ökologisch und ökonomisch sichern wollen. Darüber hinaus richtet es sich auch an Politik und Medien, an Studierende einschlägiger Fachrichtungen sowie an alle Menschen, die an einer konkreten Lösung für zukunftsfähige Wälder interessiert sind. Das Buch erscheint am 14. September im Verlag Natur+Text.

Einladung zur Online-Buchpräsentation

Aus Anlass der Veröffentlichung lädt B.A.U.M. am 15.9.2021, 10-11 Uhr, zur Online-Buchpräsentation mit den Autoren ein. Erfahren Sie dann mehr über die aktuelle Debatte um die Zukunft unserer Wälder, die überwiegend von Ratlosigkeit geprägt ist, und stellen Sie Ihre Fragen zur Leistungsfähigkeit des Ökosystems Wald und seiner Rolle angesichts des Klimawandels.


Endspurt beim Wettbewerb "Büro & Umwelt" 2021
Bewerbung noch bis 31. August möglich

 

Hamburg, 3.8.2021 – Der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e.V. sucht die umweltfreundlichsten Büros Deutschlands. Die Teilnahme ist noch vier Wochen lang – bis zum 31. August – möglich!

Gute Beispiele für die umweltfreundliche und sozialfaire Beschaffung von Büroprodukten werden in den folgenden Kategorien gesucht:

  • Kategorie 1: Unternehmen mit bis zu 20 Mitarbeitenden
  • Kategorie 2: Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitenden
  • Kategorie 3: Unternehmen mit über 500 Mitarbeitenden
  • Kategorie 4: Kommunen
  • Kategorie 5: Behörden, andere öffentliche Verwaltungsstellen und weitere Einrichtungen

In diesem Jahr werden erstmals auch besondere "Konzepte für Nachhaltigkeit im Homeoffice" in einer Sonderkategorie bewertet.

Die Teilnahme am Wettbewerb "Büro & Umwelt" erfolgt online unter www.buero-und-umwelt.de. Eine zehnköpfige Fachjury wählt auf Grundlage eines Fragebogens die umweltfreundlichsten Büros unter den eingereichten Bewerbungen aus.

Gefördert wird der Wettbewerb 2021 durch das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt. Schirmherrin ist Bundesumweltministerin Svenja Schulze. Zudem wird der Wettbewerb vom Deutschen Städtetag und zahlreichen Partnern der Bürobranche wie memo, Assmann, bb-net, Druckerei Lokay, paperworld/Messe Frankfurt und der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe unterstützt.

Die Preisverleihung wird voraussichtlich im Frühjahr 2022 im Rahmen des Sustainable Office Day (falls coronabedingt möglich) auf der paperworld in Frankfurt am Main erfolgen. Die Preisträger haben die Möglichkeit, hier ihr gutes Praxisbeispiel zu präsentieren.

Den Bewerbungsbogen sowie die ausführlichen Teilnahmebedingungen finden Sie auf www.buero-und-umwelt.de.

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Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften sehr gut aufgestellt
Concordia Konzern verstärkt B.A.U.M. als 700. Mitglied

Hamburg, 13.7.2021 – B.A.U.M. begrüßt mit Concordia Versicherungen das 700. Mitglied. Das Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften genießt derzeit großen Zulauf, knüpft viele Kontakte und Kooperationen. Ein Treiber für nachhaltiges Wirtschaften: Sustainable Finance. Die Diskussion um ein nachhaltiges Finanzwesen als wirksamer Hebel für die Transformation zu Nachhaltigkeit wurde zuletzt mit der aktualisierten Strategie der EU-Kommission neu belebt.

"B.A.U.M. ist von jeher ein starkes, agiles Netzwerk. Wir sind mit unseren Mitgliedern und Netzwerkpartnern sehr gut aufgestellt, um die notwendige Transformation hin zu einer menschen- und umweltfreundlichen Wirtschaft, Gesellschaft und Politik voranzutreiben", freut sich Yvonne Zwick. Sie ist seit Anfang 2021 Vorsitzende von B.A.U.M. "Dass ein Unternehmen wie Concordia bei uns Fördermitglied wird, zeigt, dass die Botschaft angekommen ist: Wir müssen Realwirtschaft und Finanzwirtschaft in unmittelbaren Dialog miteinander bringen. Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen bekunden ihr lebhaftes Interesse daran."

Dr. Stefan Hanekopf (CEO, Concordia) und Liza Steudle (Nachhaltigkeitsbeauftragte, Concordia) kommentieren ihr Engagement: "Die Concordia oeco Lebensversicherung ist bereits seit 1997 Mitglied bei B.A.U.M. Da wir davon überzeugt sind, dass eine Transformation in eine nachhaltige und innovative Zukunft ein Gemeinschaftsakt ist – und zwar branchenübergreifend –, ist der Concordia Konzern nun mit allen Gesellschaften dem Netzwerk beigetreten. B.A.U.M. bietet eine hervorragende Plattform, zu der wir einen aktiven Beitrag leisten wollen. Die aktuellen Herausforderungen wollen wir verantwortungsbewusst, mutig und in guter Partnerschaft angehen, damit auch künftige Generationen die Vielfalt auf unserem Planeten sorgenfrei nutzen können."

Sustainable Finance ist aktuell ein zentrales Thema für Unternehmen, das vor allem auf europäischer Ebene massiv getrieben wird. Am 6. Juli veröffentlichte die EU-Kommission eine überarbeite Sustainable-Finance-Strategie, in der die zentrale Frage aufgeworfen wird, wie Bürgerinnen und Bürger sowie mittelständische Unternehmen von einer nachhaltigen Finanzwirtschaft profitieren können. Ziel sei die Umlenkung von Kapitalströmen in Finanzprodukte, die einen wirksamen Beitrag zum Erreichen der globalen Nachhaltigkeitsziele und zum Pariser Klimaschutzabkommen leisten. Besonders interessant unter dem Aspekt bilanzierbarer Nachhaltigkeitsrisiken wird zum Beispiel die Klärung der Frage, wie die Nachhaltigkeitsrisiken bezogen und andere Risiken differenziert werden – dies wird unmittelbar Auswirkungen z.B. auf die Versicherbarkeit und deren Preisgestaltung haben.

B.A.U.M. wird das Thema im Sinne der Nachhaltigkeit aktiv gestalten. So wird das Netzwerk Schulungsangebote für den Kompetenzaufbau und zu einer Berichterstattung stärken, damit Unternehmen eine gute Voraussetzung haben, um von nachhaltigkeitsorientierten Investments und Krediten zu profitieren. "Um herauszufinden, welche Informationen besonders wesentlich sind, auf was es Analystinnen und Analysten bei der Beurteilung von Nachhaltigkeitsrisiken besonders ankommt, suchen wir den Dialog mit Akteuren der Finanzwirtschaft. Das schließt unbedingt die Versicherungswirtschaft mit ein. Daher freue ich mich besonders, mit Concordia eine Versicherung an Bord zu haben, die seit vielen Jahren Nachhaltigkeit Schritt für Schritt in ihr Kerngeschäft integriert", so Yvonne Zwick. Liza Steudle wird als Mitglied des Unternehmensbeirats von B.A.U.M. zu Beratungen strategischer Fragestellungen des Verbandes beitragen.

Die Vorsitzende von B.A.U.M. wurde Ende Juni gemeinsam mit Prof. Dr. Alexander Bassen (Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung) als Expertin für Nachhaltigkeitsberichterstattung in den Nominierungsausschuss des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee e.V. berufen. Das DRSC berät das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz dabei, wie die kommenden Standards zur Rechnungslegung um Nachhaltigkeit zu ergänzen und die Prüfpflichten im Zuge der Novellierung der Ausweitung der Nachhaltigkeitsberichtspflicht umzusetzen sein werden.

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"Auf jede und jeden Einzelnen kommt es in der Transformation an"
Unternehmensnetzwerk zeichnet Nachhaltigkeitsengagement aus

Hamburg, 16.6.2021 – Auch 2021 verleiht B.A.U.M., das Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften, wieder seinen Umwelt- und Nachhaltigkeitspreis. Zu den Ausgezeichneten gehören in diesem Jahr nachhaltigkeits-engagierte Gründerinnen und Gründer, die Klimawissenschaftlerin Friederike Otto (Universität Oxford) sowie der bekannte Segler Boris Herrmann. Schirmherrin ist Bundeskanzlerin Merkel.

"Mit diesem Preis zeichnet unser kraftvolles Netzwerk herausragendes Engagement von Frauen und Männern aus, die nachhaltiges Wirtschaften in ihren Unternehmen vorantreiben und ausbauen. Auf jede und jeden Einzelnen kommt es in der Transformation an", so Yvonne Zwick, seit Anfang 2021 Vorsitzende von B.A.U.M.

Der B.A.U.M.-Ehrenvorsitzende Prof. Dr. Maximilian Gege freut sich als Vorsitzender der Jury des renommierten B.A.U.M. | Umwelt- und Nachhaltigkeitspreises über das Engagement der Ausgezeichneten: "Auch 2021 hat die Jury wieder absolut herausragende Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt, die sich für wichtige Zukunftsthemen wie Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft oder eine nachhaltige Mobilität einsetzen."

Schirmherrin der diesjährigen Preisverleihung ist Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel.

Der B.A.U.M. | Umwelt- und Nachhaltigkeitspreis 2021 geht an:

  • Boris Herrmann – Team Malizia (Internationaler Sonderpreis)
  • Stefanie Schönherr – dm-drogerie markt GmbH + Co. KG (Großunternehmen)
  • Ina Budde – circular.fashion UG (haftungsbeschränkt) (Kleine und mittelständische Unternehmen)
  • Ulrich Prediger – JobRad-Gruppe (Kleine und mittelständische Unternehmen)
  • Dr. Friederike Otto – Environmental Change Institute der Universität Oxford (Wissenschaft)
  • Altan Günsoy – Global Climate GmbH (Digitalisierung)

Die Preisverleihung erfolgt am 23. September 2021 in Hamburg im Rahmen des ExtremWetterKongresses. Sie findet als Hybrid-Veranstaltung statt und wird im Livestream auf www.baumev.de übertragen.

Informationen und Bildmaterial zu den Preisträgerinnen und Preisträgern finden Sie auf www.baumev.de/preistraegerinnen_2021

Die Nominierungsphase für den B.A.U.M. | Umwelt- und Nachhaltigkeitspreis 2022 ist eröffnet und läuft bis 31. Oktober 2021. Kandidatinnen und Kandidaten können sich auf Eigeninitiative bewerben oder durch Dritte sowie von B.A.U.M. vorgeschlagen werden. Informationen zum Auswahlprozess, den Kategorien und Kriterien finden Sie auf www.baumev.de/auszeichnung. Die Bewerbung ist kostenlos.

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B.A.U.M. e.V. ist Partner des Climate Transformation Summit 2021
Wirtschaft bringt Klimatransformation voran

Hamburg/Berlin, 9.6.2021 – Klimatransformation tut not! B.A.U.M. als Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften bringt sich in diesem Jahr rund um dieses wichtige Zukunftsthema mit Moderationen, Diskussionsbeiträgen und Best-Practice-Beispielen aktiv in den zweitägigen Kongress des Berliner Start-ups The Climate Choice ein. Unter anderem stellt B.A.U.M. seine Definition von Klimaneutralität vor, die dazu beitragen soll, den Begriff für die praktische Arbeit nutzbar zu machen, und Klarheit über die Verwendung des Begriffes schafft.

"Gemeinsam geht es besser – das gilt für das Thema Klimaschutz ganz besonders." So erklärt Yvonne Zwick, Vorsitzende, das Engagement von B.A.U.M. e.V. beim Climate Transformation Summit, der am 10. und 11.6.2021 als digitale Konferenz von The Climate Choice organisiert wird. Lara Obst, Mitgründerin des Berliner Start-ups, erwartet tiefgreifende Veränderungen: "Wir stehen heute vor der schnellsten und größten Transformation der Wirtschaft seit der Industrialisierung. Wir unterstützen Unternehmen dabei, ihre Klimatransformation durch starke CO2 Reduktion einfach und erfolgreich umzusetzen". B.A.U.M. und zahlreiche Akteurinnen und Akteure aus dem Netzwerk steuern ihre Erfahrungen zur Programmgestaltung bei.

B.A.U.M. gestaltet an den beiden Kongresstagen zwei Programmpunkte: Zum einen den Workshop "Betriebsabläufe klimakompatibel machen" am Donnerstag, 10.06., ab 16.30 Uhr mit Mike Hatert, Head of Renewables der First Climate Markets AG, und Karsten Miede, Leiter des Kompetenzcenters carbon neutral der VW Kraftwerk GmbH. Moderiert von Antonia Thiele, die bei B.A.U.M. das Projekt "Wirtschaft pro Klima" verantwortet, wird es hier darum gehen, wie der Automobilkonzern das Ziel, bis 2050 klimaneutral zu sein, ansteuert und umsetzt und dabei auch die Expertise von First Climate nutzt. Yvonne Zwick bringt die B.A.U.M.-Definition für Klimaneutralität ein, die den goldenen Mittelweg zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und Betriebspraxis sucht. Die zum Workshop Beitragenden eint das Interesse, der inflationären Benutzung des Begriffs "Klimaneutralität" mit Dialog und Aufklärung zu begegnen. Karsten Miede dazu: "Die größte Gefahr für das Klima ist die Anrechnung von 'eh schon da'-Maßnahmen ohne echte Zusätzlichkeit. Vielmehr gilt es, jetzt zu handeln und sich herausfordernde und messbare Ziele zu setzen!"

Am Freitag, 11.06., moderiert die B.A.U.M.-Vorsitzende Yvonne Zwick ab 15.30 Uhr den Fireside Chat "Digitalisierung und Umwelt", bei dem Valentina Daiber, Vorstandsmitglied der Télefonica Deutschland und Trägerin des B.A.U.M. | Umwelt- und Nachhaltigkeitspreises 2020, mit Jan Dzulko, Geschäftsführer von Everphone, sowie Yasha Tarani, Mitgründer von The Climate Choice, sprechen. Dieses Abschlusspanel des Climate Summit widmet sich der Rolle der Digitalisierung hinsichtlich CO2-Messen, -Reduzieren und -Kompensieren – ein Thema, das nicht zuletzt dank einer aktuellen BITKOM-Studie in aller Munde ist, die die Infrastrukturfrage mit der Klimafrage verknüpft. Wie dieser Weg in Zukunft aussehen kann, erläutert Valentina Daiber: "Mit einer beschleunigten Digitalisierung hat Deutschland alle Chancen, seine Klimaziele zu erreichen." Télefonica hat im Mai mit dem Update des Responsible Business Plan den nächsten Schritt in der Transformation des Konzerns gemacht und etabliert darin unter anderem Nachhaltigkeit in der Lieferkette. everphone, ein Anbieter für Diensthandys und Refurbishment, hat die Verlängerung der Nutzungsdauer von Mobiltelefonen mit wirksamem Datenschutz verknüpft. Der Gastgeber und Mit-Initiator des Climate Summit Yasha Tarani wird für die Climate Choice Plattform sprechen und erklären, wie sie Unternehmen dabei unterstützt, ihre Klimaperformance zu erfassen und passgenaue Lösungen zu finden, nach klimarelevanten Kriterien zu evaluieren und digital zu sourcen.

B.A.U.M. als Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften bringt sich darüber hinaus breit ein. Weitere Partner und Aussteller des Climate Summit sind AfB gGmbH, Climate Partner, Envoria Financial Software Architects, First Climate Markets AG, Naturstrom AG, sustainabill.

Aus der Fördermitgliedschaft und den Gremien von B.A.U.M. e.V. sind Karol Gobcynski (IKEA), Yvonne Jamal (JARO Institut), Harald Rettich und Marlien Rubner (beide myclimate), Andreas Maslo (Verso), Thorsten Grantner (OmniCert, Mitglied des B.A.U.M.-Gesamtvorstands), Nils Giesen (abat) und Prof. Dr. Claudia Kemfert (DIW, Mitglied des Kuratoriums Wissenschaft von B.A.U.M. e.V.) zu Beiträgen eingeladen.

Weitere Informationen zum Programm und eine kurzfristige Anmeldemöglichkeit zum Climate Summit finden Sie unter Klima Transformation | Climate Transformation Summit 10.&11.06.2021 |Deutschland (climatesummit.de). Mitglieder von B.A.U.M. e.V. erhalten 50 % Rabatt auf den Teilnahmebeitrag (Rabattcode unter info@baumev.de oder 040/ 49 07 11 00).

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Preisverleihung des Wettbewerbs "Büro & Umwelt" auf Twitter
Wettbewerb "Büro & Umwelt" zeichnet Preisträger 2020 aus

Hamburg, 21.4.2021 – Ein ressourcenschonendes, energieeffizientes Verhalten im Büro sowie eine nachhaltige Arbeitsplatzgestaltung stehen im Zentrum des Wettbewerbs "Büro & Umwelt", den der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e.V. seit 2008 gemeinsam mit Partnern jährlich durchführt und weiterentwickelt. Die Preisverleihung fand heute aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation als Twitter-Event statt. Interessierte waren eingeladen, die "Preisverleihung" auf dem Twitter-Kanal @BAUMeV zu verfolgen, zu gratulieren, zu kommentieren und mit dem Hashtag #BüroundUmwelt zu retweeten, um das Engagement der Preisträger zu würdigen.

Ziel des Wettbewerbs – der unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltministerin Svenja Schulze steht – ist, ein Bewusstsein für die Umweltproblematik im Büro zu schaffen sowie diejenigen zu motivieren, die bereits auf Nachhaltigkeit im Büro setzen. Seit 2016 wird der Wettbewerb explizit als Wettbewerb für nachhaltige Beschaffung ausgelobt. Er richtet sich an Unternehmen aller Größenordnungen sowie an öffentliche Einrichtungen und Verwaltungen. Dabei zeigen die Teilnehmenden immer wieder beeindruckende Beispiele für die praktische Umsetzung nachhaltiger Arbeits- und Bürokonzepte.

"Wir gratulieren allen Unternehmen und Einrichtungen, die 2020 am Wettbewerb 'Büro & Umwelt' teilgenommen haben. Sie haben auch im 13. Wettbewerbsjahr wieder großes Engagement im Hinblick auf einen schonenden Umgang mit Ressourcen im Büroalltag bewiesen", so Projektleiter Dieter Brübach, stellvertretender Vorsitzender von B.A.U.M. e.V.

Die Erstplatzierten in den verschiedenen Wettbewerbskategorien sind 2020:

  • Alnatura Produktions- und Handels GmbH (Kategorie "Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitenden")
  • bb-net media GmbH (Kategorie "Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitenden")
  • Wbildung Akademie GmbH (vormals: ASB Akademie GmbH – Kategorie "Unternehmen mit bis zu 20 Mitarbeitenden")
  • Labor für nachhaltige und nützliche Innovationen (SAI-Lab) an der Technischen Universität Berlin (Kategorie "Behörden, andere öffentliche Verwaltungsstellen und weitere Einrichtungen")
Auch 2021 sucht der Wettbewerb wieder die nachhaltigsten Büros Deutschlands

In diesem Jahr werden erstmals auch besondere "Konzepte für Nachhaltigkeit im Homeoffice" in einer Sonderkategorie bewertet. Gefördert wird der Wettbewerb durch das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt. Der Start des Wettbewerbs wird am 23.4.2021 ab 9.00 Uhr im Rahmen des B.A.U.M.-Unternehmenstreffs Nachhaltigkeit erfolgen, einer Online-Veranstaltungsreihe, die alle 14 Tage freitags Informationen, Erfahrungsaustausch und Networking zu verschiedenen Schwerpunktthemen per Zoom bietet.

Impuls-Referate:

  • "Der Wettbewerb Büro & Umwelt", Dieter Brübach (stv. Vorsitzender, B.A.U.M. e.V.)
  • "Die Vergabekriterien des Umweltzeichens Blauer Engel für Büropapiere", Almut Reichart (Umweltbundesamt)
  • "Homeoffice? Aber nachhaltig!", Martin Könneker (ASSMANN Büromöbel GmbH & Co. KG)

Die Anmeldung zu dieser Auftaktveranstaltung ist online unter www.buero-und-umwelt.de möglich. Hier finden sich auch alle Informationen rund um den Wettbewerb sowie die Möglichkeit zur Teilnahme.

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Wechsel an der Spitze von B.A.U.M. e.V.
Yvonne Zwick übernimmt Vorsitz des Netzwerks für nachhaltiges Wirtschaften

Hamburg, 11.1.2021 – Seit mehr als 30 Jahren setzt B.A.U.M. starke Akzente, wenn es um Umweltmanagement und nachhaltiges Wirtschaften geht. Professor Dr. Maximilian Gege, der das Unternehmensnetzwerk 1984 mit gegründet und maßgeblich aufgebaut hat, übergibt nun den Vorsitz an Yvonne Zwick. Sie hat sich beim Nachhaltigkeitsrat der Bundesregierung als Stellvertretende Generalsekretärin und vor allem durch den Aufbau des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) breite und große Anerkennung erworben.

"Nach 37 Jahren Vorstandsarbeit bei B.A.U.M. ist es nun an der Zeit, den Vorsitz abzugeben und den Generationenwechsel einzuleiten", erklärt Professor Dr. Maximilian Gege. "Wir haben erfreulicherweise mit Yvonne Zwick eine hervorragende Nachfolgerin gefunden, die mit viel Tatkraft und exzellentem Know-how B.A.U.M. in die Zukunft führen wird."

Yvonne Zwick geht die neue Aufgabe mit viel Energie an: "Maximilian Gege hat B.A.U.M. geprägt wie kein Zweiter. Für Unternehmen und Politik hat er B.A.U.M. über viele Jahre als zuverlässigen, konstruktiven Partner profiliert. Daran knüpfe ich gerne an!"

Die Diplom-Theologin durchlief ab 2004 verschiedene Positionen in der Geschäftsstelle des Rats für Nachhaltige Entwicklung. Zuletzt war sie dort Stellvertretende Generalsekretärin und Leiterin des Büros Deutscher Nachhaltigkeitskodex. "Ich freue mich, nun die Anwaltschaft für nachhaltig wirtschaftende Unternehmen zu übernehmen – mit allem, was dazu gehört", kommentiert Zwick ihren Wechsel auf die Seite der Wirtschaft. "Ich freue mich auf die Arbeit mit den Gremien und unseren Mitgliedern. Ich werde mich entschieden für Rahmenbedingungen einsetzen, die nachhaltiges Wirtschaften belohnen, und weiter nach den Elementen für einen Smart Mix eines wirkungsvollen Ordnungsrahmens suchen. Unsere Mitglieder will ich im politischen Berlin und auf internationalem Parkett gut vertreten, mit guter inhaltlicher Arbeit neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter sowie Mitglieder gewinnen. Wir werden uns gemeinsam mit unseren Mitgliedern dafür einsetzen, dass professionelles nachhaltiges Wirtschaften mit belastbaren positiven Wirkungen entscheidende Wettbewerbsvorteile bringt."

Die neue B.A.U.M.-Vorsitzende bringt insbesondere Expertise bei den Themen Berichterstattung, Sustainable Finance und Accounting mit. Einen programmatischen Schwerpunkt sieht sie in deren konstruktiver Verknüpfung – um den Berichtsaufwand für Unternehmen zu senken und gleichzeitig die Marktrelevanz der Berichterstattung zu erhöhen. Ihr Interesse gilt dem Funktionieren der Märkte, wie sie strukturell nachhaltige Entwicklung verhindern oder mittels Anreizstrukturen entfesseln können. Auch klassische Themen des Umweltmanagements stehen auf der Agenda, beispielsweise die Frage, was Klimaneutralität in der betrieblichen Praxis konkret bedeutet und unter welchen Voraussetzungen sich davon wirklich sprechen lässt. B.A.U.M. kann mit seiner Expertise sehr gute Impulse und profundes Orientierungswissen beisteuern.

Professor Dr. Maximilian Gege wird die Arbeit von B.A.U.M. als Ehrenvorsitzender weiterhin begleiten und u.a. dazu beitragen, das von ihm entwickelte Konzept eines Zukunfts- und Klimaplans voranzutreiben, um privates Geld für ein Post-Corona-Konjunkturprogramm bereitzustellen. Die erfolgreiche Fortentwicklung des von Gege in Kooperation mit der GLS Bank und der Green Growth Futura auf den Markt gebrachten B.A.U.M. Fair Future Fonds sowie die Arbeit seiner Stiftung "Chancen für Kinder", die weltweit Kinderbildungsprojekte fördert, sprechen dafür, dass der Ruhestand des engagierten Nachhaltigkeitsexperten noch einige spannende Aufgaben bereithält.

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Pressebild Yvonne Zwick | Pressebild Prof. Dr. Maximilian Gege

 

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